Impact Winter schickt uns direkt zur anstehenden Sommerzeit ins Schneegestöber. Doch wollen wir gerade jetzt dort langfristig verharren? Wir begeben uns auf Spurensuche im Eis.
Tag 19, 18.37 Uhr: Zu lange müssen wir schon hungern. Mechanikerin Maggie hat die Gruppe wegen ihrer Depression verlassen; der alte Blane wurde von Plünderern schwer verletzt und benötigt dringend Verbandszeug. Zu allem Übel ist Computerfreak Christophe dehydriert - nur die rüstige Wendy kümmert sich wacker um die Versorgung. Zu lange bangen wir um einen Lichtblick. Schon wieder wurde das Lager von umherstreunenden Überbleibseln der Zivilisation beraubt.
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Quelle: PC Games
Kümmert euch ums Lagerfeuer und sorgt dafür, dass es nicht ausgeht.
Impact Winter im Test: "In einem Monat kommt Hilfe ..."
Seit drei Jahren arbeitet das Entwicklerteam Mojo Bones am eigentlich gescheiterten Kickstarter-Projekt. Mit Unterstützung von Bandai Namco Entertainment konnte man das Spiel aber nun doch noch veröffentlichen. Impact Winter ist angesiedelt in einer vom Eis befallenen postapokalyptischen Welt. Das Ziel des Spiels ist im Grunde genommen sehr schlicht: Euer Held Jacob muss schlicht und einfach dreißig Tage
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Robo-Partner Ako-Light kann mit verschiedenen Aufrüstungen eine noch größere Hilfe sein.
überleben. Dabei erinnert das Gameplay und auch die Stimmung an die Fallout-Reihe und den Indie-Hit Don't Starve. Kernelement des Spiels ist das umfangreiche Crafting-System. Ein Schneemobil fürs schnellere Vorankommen kann von euch im Spielverlauf ebenso hergestellt werden, wie eine einfache Gitarre, die die Stimmung aufheitert. Zu allererst müsst ihr jedoch die einfachen Grundbedürfnisse rund um die Getränke- und Nahrungsversorgung stillen. Habt ihr das erledigt, solltet ihr euch darum kümmern, dass eure Charaktere zufrieden und ausgeschlafen sind, damit sie ihren Arbeiten nachgehen können. Hierzu zählt etwa die Beutejagd ebenso, wie das Fertigen technischer Geräte.
Impact Winter im Test: Entscheidungen und andere Wehwehchen
Weiterhin könnt ihr euren Wegbegleitern verschiedene Rollen zuweisen, wodurch euch sowohl Vorteile als auch Nachteile entstehen. Wählt ihr beispielsweise die Rolle "Eiserner Magen" erhält die Figur keine Lebensmittelvergiftung durch verdorbene Nahrung, im Gegenzug haben Lebensmittel einen geringeren Sättigungsgrad. Obendrein müsst ihr dafür sorgen, dass das Feuer in eurer Kirchenbehausung - eurer Basis - nicht ausgeht. Eure Unterkunft gilt es zudem vor allerhand ungebetenen Gästen zu schützen. Zu Weilen arten diese ganzen Mechaniken in gehörigem Stress aus - entsprechend müsst ihr stets vorausplanen. Wenn man diese Herausforderungen aber meistert, stellen sich tolle Erfolgserlebnisse ein.
Impact Winter im Test: Nicht ganz allein in der Wildnis
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Durch die hübschen Effekte machen die Außenwanderungen einen guten Eindruck.
Sobald wir unsere sichere Herberge verlassen, sorgt das Schneegestöber für spannende Abenteuer. Zum Glück steht Jacob der mechanische Begleiter Ako-Light zur Seite. Die Blechbüchse kann nicht nur Gegenstände im Schnee orten, sondern auch Eisblöcke sprengen. Doch Obacht! Geht dem mechanischen Wesen die Energie aus, verliert unser Held jegliche Übersicht und muss unter größerer Anstrengung allein zurück zur Basis zurückfinden.
In der weißen Einöde kann Jacob einige beschauliche Orte wie einen heruntergekommenen Flughafen bestaunen. Viele dieser Plätze können optional besichtigt werden. Überall wo ihr Jacob hintreibt, könnt ihr wertvolle Gegenstände in eurem raren Lagerplatz bergen. In vielen Situationen kommt es auf die richtige Ausrüstung an. Mal benötigt euer Herdenführer C4-Sprengstoff, um Container in die Luft zu jagen, ein andern mal wiederum einen Dietrich, um in einem Gebäude voranzukommen. In Höhlen kann Waffengewalt wiederum von Nutzen sein, um sich gegen heranpreschende Kojoten zu verteidigen. Diese Verzahnung macht einen großen Reiz des Spiels aus und motiviert aufgrund der
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Die Karte liefert nur lose Anhaltspunkte über euren Standort.
abwechslungsreichen Einbindung. Während eurer Abenteuer in der Wildnis wartet noch eine weitere Herausforderung auf euch: Auf der Übersichtskarte wird nicht angezeigt, wo ihr euch befindet. Viel mehr gilt es, sich wichtige Orte und deren Lage einzuprägen und anhand von Ortsmerkmalen herzuleiten. Ein einfacher, aber unserer Meinung nach auch großartiger Einfall!
Impact Winter im Test: Tolle Atmosphäre
Grafisch hat Impact Winter einiges in petto. Besonders stechen die schönen Lichteffekte ins Auge, wie etwa Reflexionen oder Spiegelungen. Ein knisterndes Lagerfeuer oder wohlig warmer Kerzenschein, welcher flackernd beim Schlafgemach erstrahlt, lässt obendrein die eisigen Temperaturen im gefrorenen Draußen ein stückweit vergessen. Zudem begeistert die Tonkulisse. Der atmosphärisch dichte Soundtrack von Mitch Murder klingt bedrückend und melancholisch. In ihren besten Momenten erinnert die einstündige Komposition wohltuend an Filmklassiker wie Blade Runner oder The Thing und unterstreicht somit die düstere Stimmung perfekt.
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Sprengt ihr Container winkt fette Beute!
Ohne Fehl und Tadel ist Impact Winter aber nicht. Story-Liebhabern müssen wir zum Beispiel sogleich eine Absage erteilen. Denn das Überlebensabenteuer liefert unserer Meinung nach zu wenig über die genauen Geschehnisse und lässt sinnvolle Interaktionen vermissen. So erhalten wir Hintergrundinformationen über die Spielwelt und die Figuren nicht über Items, sondern über klägliche Einblendungen im Ladebildschirm. Hier lassen die Entwickler großes Potential brach liegen.
Vorbildlich ist dagegen die Umsetzung der Gamepad-Steuerung gelungen. Unsinnigerweise geschah dies zu Lasten der Maus- und Tastatursteuerung, für welche ein solches Spiel ja eigentlich wie geschaffen scheint. Auch andere technische Aspekte sind in Impact Winter nicht ganz rund. Zum Beispiel stören lange Ladezeiten beim Verlassen und Betreten jedes neuen Areals das Spielgeschehen. Wäre dies noch zu verschmerzen, sieht es bei Bugs wie vermeintlich fehlenden Missionsabschlüssen trotz getaner Arbeit anders aus. Richtig unerfreulich wird es, wenn der komplette Spielstand flauten geht - was uns beim Test etwa passiert ist. In der Summe kosten Impact Winter die Bugs die eigentlich verdiente Empfehlung.
