Hyrule Warriors: Chronic der Versiegelung - Bekanntes Hyrule Warriors Gameplay perfektioniert
Test
Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung bleibt dem bewährten Musou-Prinzip treu und setzt auf große, schlauchförmige Schlachten gegen hunderte Gegner, die sich spielerisch meist um das Erobern von Stützpunkten drehen. Für Abwechslung sorgen kleinere Rätsel, sammelbare Items und überraschend gelungene Flugpassagen im Shoot-'em-up-Stil, die frischen Wind in das bekannte Gameplay bringen.
Einzig der Umstand, dass manche Dialoge teilweise während der Schlachten stattfinden, hat uns etwas gestört. Diese werden dann nämlich nur als Texte eingeblendet und sind nicht vertont. Multitasking schön und gut - aber gleichzeitig Horden von Monstern zu bekämpfen, während man mit einem Auge dann noch die Textbox im Blick behalten soll, ist doch ein wenig überfordernd. Man kann sich die Dialoge in einem Log zwar im Nachhinein noch einmal durchlesen, für die Immersion wäre eine Vertonung aber um einiges besser gewesen. Hier wurde am falschen Ende gespart.
Quelle: PC Games
Gar nicht so einfach die Dialoge mitzubekommen, wenn man gerade sein Leben gegen einen Raubschleim verteidigen muss.
Klassisches Hyrule Warriors Gameplay perfektioniert
Aber kommen wir doch mal zum Gameplay. Das, was die Reihe bisher ausgemacht hat, bekommen wir im Kern auch wieder in Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung serviert - riesige Schlachten gegen Hunderte von Gegnern gleichzeitig.
Je nach Schlacht sind die Maps immer etwas anders aufgebaut. Sie bleiben aber weitestgehend schlauchartig und sind keineswegs mit den offenen Spielwelten aus Tears of the Kingdom oder Breath of the Wild zu vergleichen. Jede Schlacht steht für sich und kann als eigenes Level gewertet werden. Wir können also auch abgeschlossene Kämpfe immer wieder erneut spielen, wenn wir wollen.
Die Aufgaben in den Schlachten sind recht simpel gehalten: Wir stürmen von einem markierten Stützpunkt zum nächsten, räumen ganze Gegnerwellen aus dem Weg und sichern so nach und nach das Schlachtfeld. Kaum ist ein Bereich gesäubert, weist uns das Spiel auch schon das nächste Ziel zu - ein bewährter, aber doch recht repetitiver Kreislauf aus Angriff, Eroberung und Vormarsch.
Dennoch lohnt sich ein genaues Umschauen auf den Schlachtfeldern. Wir können zum Beispiel Truhen mit Materialien oder auch Krogs entdecken - manchmal auch Orte, an denen wir während einer laufenden Schlacht Feldlager errichten können. Hier können wir uns regenerieren oder uns durch das Einlagern von Items für den weiteren Verlauf des Kampfes kleine Stat-Vorteile verschaffen.
Quelle: PC Games
Kleine Rätselpassagen lockern das actionreiche Gameplay auf. Hier müssen wir drei Siegel aktivieren m ein Tor zu öffnen.
Selten gibt es auch mal kleine Rätselpassagen. In einer Schlacht beispielsweise gilt es, ein verschlossenes Tor zu öffnen. Dazu müssen wir mit Zelda oder Rauru drei auf der Schlacht-Map verteilte Orte besuchen und unsere Lichtkraft einsetzen. Komplexere Knobeleien, wie man sie aus den Zelda-Hauptteilen kennt, bietet Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung aber nicht.
Zwischen all den typischen Hack-&-Slay-Gefechten überrascht Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung aber auch mit völlig neuen Spielmomenten. In mehreren Abschnitten schwingen wir uns in die Lüfte und steuern ein Flug-Konstrukt durch ein Meer aus schwebenden Inseln - fast wie in einem klassischen Shoot 'em up. Statt uns am Boden zu prügeln, feuern wir hier Projektile auf feindliche Monster und sogar Bosse ab.
Quelle: PC Games
Es wird nicht nur am Boden gekämpft. Schwingt euch mit dem mysteriösen Konstrukt in die Lüfte und befreit den Himmel von Ganondorfs Plage.
Sonau-Bauteile, die wir während unseres Fluges einsammeln, fungieren dabei wie Power-ups und verstärken unsere Geschosse. Diese Passagen brechen angenehm mit dem gewohnten Musou-Rhythmus und sorgen für willkommene Abwechslung, auch wenn sie spielerisch etwas simpler ausfallen als die bodengebundenen Schlachten. Trotzdem hätte es aber durchaus gerne noch mehr Levels mit Gameplay-Variationen geben können.
