HyperBrawl Tournament: Hyperaktives Handball trifft auf Brawler-Action

Test Christian Volynskij Lukas Schmid
HyperBrawl Tournament: Hyperaktives Handball trifft auf Brawler-Action
Quelle: Milky Tea

Seit dem 20. Oktober 2020 gibt sich HyperBrawl Tournament auf den Plattformen Steam, Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch die Ehre. Milky Tea Studios haben ein Arcade-Sportspiel geschaffen, das seinem brutalen Namen alle Ehre macht. Da konnten wir es uns nicht nehmen lassen, auch ein paar Tore zu schmettern. Ob uns das einigermaßen gelungen ist, erfahrt ihr im Test.

Mit HyperBrawl Tournament schickt uns Publisher Milky Tea seit dem 20. Oktober 2020 in den galaktischen Ring. Egal ob auf Steam, Playstation 4, Xbox One oder Nintendo Switch, macht HyperBrawl Tournament seinem Namen aller Ehre. In diesem nur so vor Adrenalin triefenden Arcade-Sport-Brawler stellt ihr euch Kontrahenten in Zwei-gegen-Zwei-Partien um den Titel des überzeugendsten Hyperbrawlers der Galaxie!

Das etwas andere Handball

Das Ziel hat HyperBrawl Tournament mit den meisten Sportspielen gemein: Wer die meisten Punkte erzielt, gewinnt. Das geschieht, indem ihr Tore werft. Einfach oder? Nicht ganz, da euch dafür viele verschiedene Herangehensweisen zur Verfügung gestellt werden.

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Die sogenannte HyperCurve ist eure erste Wahl, wenn es darum geht, den Ball geschickt ins Tor zu bugsieren. Sie ermöglicht es euch nämlich, die Flugbahn des Balls auch noch in der Luft zu beeinflussen. Seid ihr in der Defensive, so steht ihr so einem Ball aber nicht machtlos gegenüber, denn an Waffen zur Abwehr mangelt es euch nicht. Immerhin sind wir hier beim HyperBrawl Tournament!

Pokale gibt es in den verschiedensten Modi zu gewinnen, doch die meisten beschert euch der Online-Modus. Quelle: PC Games Pokale gibt es in den verschiedensten Modi zu gewinnen, doch die meisten beschert euch der Online-Modus. Jeder Charakter rüstet sich im Vorfeld mit einer von vielen Waffen aus, darunter einem Schwert, einem Schild, einem Raketenrucksack oder einem Enterhaken. Ergänzt wird eure Ausrüstung durch euren HyperForce-Zustand. Dieser lässt sich aktivieren, sobald ihr ausreichend Schaden erlitten habt und lässt euch kurzzeitig zum Berserker werden, welcher seine Gegner mit einem einzigen Schlag ins K.O. befördern kann. So übertrieben stark, wie dieser Zustand sich anhört, ist er auch, und das ist nicht per se positiv. Ist man selbst nicht gerade als Einmannarmee unterwegs, bleibt einem meist nichts anderes übrig, als frustriert dabei zuzuschauen, wie die übermächtige Gegenseite ein Tor erzielt.

Was das Herz begehrt

Auf eurer Spielerkarte ist so einiges einzusehen, unter anderem auch euer gepimpter Lieblingscharakter. Quelle: PC Games Auf eurer Spielerkarte ist so einiges einzusehen, unter anderem auch euer gepimpter Lieblingscharakter. Bei all der Action darf man das Wichtigste nicht vergessen, die Charaktere. Auch hier bekommt ihr einiges an Auswahl geboten, je nachdem, welchen Spielstil ihr an den Tag legen wollt. Konzentriert ihr euch auf die Abwehr und das Verkloppen eurer Gegner? Dann bietet sich wohl ein Tank-Charakter an, der mehr einstecken kann. Wenn ihr allerdings flink sein wollt, um so nahe wie möglich ans gegnerische Tor zu kommen, dann stehen euch auch grazilere Gefährten zur Verfügung. Insgesamt erstreckt sich die Auswahl auf zwölf verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Attributen und noch unterschiedlicherem Aussehen. Die Figuren lassen sich, genauso wie euer Waffenarsenal, mithilfe von Skins nach eurem eigenen Geschmack anpassen. Skins könnt ihr euch entweder gezielt aussuchen oder mit etwas Glück aus Lootboxen ergattern. Für beides benötigt ihr Credits, welche ihr im Verlauf des Spiels jedoch in fairer Menge erhaltet. Zumindest derzeit noch scheint es offenbar gar keine Echtgeld-Option zu geben - sehr vorbildlich, hoffen wir, dass es dabei bleibt.

Klein, aber fein

Das Spielgeschehen wirkt auf den ersten Blick recht unscheinbar, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Quelle: PC Games Das Spielgeschehen wirkt auf den ersten Blick recht unscheinbar, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Die zwölf Arenen verfügen allesamt über ihre eigenen Tücken und Kniffe. So stellen sich euch Hindernisse in den Weg, das Zentrum der Arena rotiert oder euch wird kurzerhand der Boden unter den Füßen weggezogen. Je nach Areal müsst ihr eure Taktik anpassen. Leider sind die Arenen allesamt sehr klein, etwas größere Exemplare hätten mehr verschiedene Vorgehensweisen erlaubt und somit geholfen, die Dynamik der Matches weiter zu verbessern. Aktuell verkommen die Gefechte zu oft zu chaotischen Massenschlachten auf engem Raum. Allgemein will sich nicht immer ein wirklicher Gameplay-Flow einstellen. Das Spielgeschehen wie auch die Bewegungen der Charaktere wirken träge. Außerdem geht einem der laute, sich ständig wiederholende Kommentator innerhalb kürzester Zeit auf die Nerven. Wirklich demotivierend sind die Respawn-Punkte der Gegner. Aufgrund der überschaubaren Größe der Arena werden die Feinde direkt vor ihrem Tor gespawnt. Das hat zur Folge, dass eigentlich gute Würfe viel zu oft von einem gerade wieder zum Leben erwachten Spieler abgefangen werden.

Brawl!

Aufgrund der noch nicht wirklich aktiven Online-Szene erklimmt ihr relativ schnell die globalen Bestenlisten. Quelle: PC Games Aufgrund der noch nicht wirklich aktiven Online-Szene erklimmt ihr relativ schnell die globalen Bestenlisten. In welchen Modi geht es überhaupt zur Sache? Neben einem Arcade-Modus, der euch alleine oder lokal mit Freunden spielen lässt, liegt das Hauptaugenmerk auf der Kampagnen sowie dem Online-Modus Blitz-Cup. In der Kampagne gilt es, die Galaxy League sowie den Cosmos Cup zu meistern. Beide Ligen können in verschiedenen Schwierigkeitsgraden bestritten werden und je nachdem, für welchen ihr euch entscheidet, winkt euch am Ende einer gelungenen Saison ein Siegerpokal aus Bronze, Silber oder Gold.

Auch im Online-Modus gibt es Pokale zu gewinnen, welche sich nach euren Siegen in Folge richten. Ebenfalls angefangen bei Bronze, könnt ihr hier nach Silber und Gold auch noch Platin- und Diamant-Schalen ergattern. In der Offline-Kampagne wird eine Partie Best-of-5 gespielt, online hingegen Best-of-3. Was im Online-Modus stört, ist die Tatsache, dass man im Falle zu weniger Mitspieler gezwungen ist, mit Bots in die Matches zu ziehen. Klingt vielleicht nicht schlecht, ernüchtert allerdings ungemein, wenn es zu oft passiert, denn die KI der Computer-Helfer ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei und lässt sich leicht austricksen. Fraglich ist, warum sich die Match-Konstellationen auf ausschließlich Zwei-gegen-Zwei-Duelle beschränkt. Hier hätte man sich eine Scheibe von Rocket League abschneiden sollen. Der Multiplayer-Klassiker weist ein ähnliches Spielgefühl auf, wahlweise geht es hier aber auch Eins gegen Eins zur Sache.

Insgesamt ist HyperBrawl Tournament ein spaßiges Spiel, welches einiges an Potenzial aufweist. Nichtsdestotrotz fühlt es sich aktuell noch an wie ein ungeschliffener Diamant. Das Gameplay funktioniert, wirkt bisweilen aber etwas klobig. Die Anpassungsmöglichkeiten und Meilensteine wie Pokale motivieren dennoch, und das übertriebene Setting macht Laune. Nur wiederholen sich alle Spielelemente schon sehr früh und dadurch, dass offenbar zu wenig Leute aktiv online spielen, funktionieren die Matches dort nicht so, wie sie sollten.

Wertung zu Hyperbrawl Tournament (PC)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Hyperbrawl Tournament (PS4)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Hyperbrawl Tournament (NSW)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Hyperbrawl Tournament (XBO)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Abgedrehtes SettingGenügend AnpassungsmöglichkeitenVerschiedene Herangehensweisen möglichPokale und Credits als Motivationsfaktoren
Wirkt bisweilen etwas klobigKommentator nach kurzer Zeit nervigKaum Online-Mitspieler vorhanden
Fazit

Lustiger Handball-Brawler, der noch jede Menge Feinschliff benötigt

Meinung

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