Trotz desaströser Dreharbeiten und massiver Häme soll der teuerste Horrorfilm aller Zeiten endlich eine Fortsetzung bekommen

News Tobias Tengler-Boehm
Trotz desaströser Dreharbeiten und massiver Häme soll der teuerste Horrorfilm aller Zeiten endlich eine Fortsetzung bekommen
Quelle: Paramount

Der teuerste Horrorfilm aller Zeiten soll nach mehr als 12 Jahren eine Fortsetzung bekommen.

Dieser Film hatte das Zeug dazu, in einem absoluten Desaster zu enden. Vor mehr als zwölf Jahren liefen die Produktionskosten für das Zombie-Horror-Spektakel World War Z völlig aus dem Ruder. Der Film mit Hollywoodstar Brad Pitt in der Hauptrolle soll dennoch eine Fortsetzung bekommen.

Im Zuge der Fusion von Skydance und Paramount wurden nicht nur zwei neue Star Trek-Filme offiziell bestätigt. Auch eine Fortsetzung zu World War Z sei in Planung. Ein Projekt, welches mit einem extrem hohen Risiko behaftet sein könnte. Das zeigen die Probleme bei der Produktion des Erstlings mehr als deutlich auf.

Was lief bei den Dreharbeiten zu World War Z schief?

Der Film beruht nur lose auf der eigentlichen Horrorroman-Vorlage "Operation Zombie: Wer länger lebt, ist später tot". Die im Film gezeigte Zombie-Pandemie wurde mit aufwändigen Massenszenen visualisiert, bei denen die Macher offenbar überfordert waren und die zur Kostenexplosion führten.

Das macht sich insbesondere am Ende von World War Z bemerkbar. Der Schluss des Films wurde nachträglich nochmals neu gedreht. Im Gegensatz zu den brachial anmutenden Massenszenen inszenierte man das Ende in einem Filmstudio. Das fällt beim Schauen extrem auf. Ein riesiger Flop wurde World War Z dennoch irgendwie nicht.

Der teuerste Horrorfilm aller Zeiten wurde gleichzeitig auch der nach Umsatz erfolgreichste. Einem kolportierten Budget von 190 Millionen US-Dollar (das wohl nicht annähernd die tatsächlichen Kosten abbildet) steht ein weltweites Einspielergebnis von 540,5 Millionen US-Dollar gegenüber. Ein kommerzieller Erfolg, der mit viel Häme begleitet wurde.

Produzentin Dede Gardner wurde pünktlich zum Kinostart deutlich. Damals beschwerte sich die Filmemacherin über die "massive Häme" und die "irre Schadenfreude", mit der World War Z innerhalb der Hollywood-Branche überzogen wurde. 12 Jahre später scheinen sich die (Zombie-)Wogen jedoch geglättet zu haben. Brad Pitt feierte jüngst mit F1 den größten Erfolg seiner langen Karriere. Dieser Erfolg und das hohe Einspielergebnis von World War Z haben Paramount offenbar dazu bewogen, eine Fortsetzung anzugehen. Trotz der ausufernden Kosten, der katastrophalen Dreharbeiten und all der Häme beim ersten Teil. Unseren Test zur Videospielumsetzung von World War Z lest ihr hier.

Quellen: Comic Book, Der Spiegel

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