Das Geheimnis um die elektromechanischen Dinos wird bald gelüftet - in einer atemberaubenden Entdeckungsreise durch die aufregende Welt von Horizon: Zero Dawn.
Die neue Marke von den Killzone-Machern Guerrilla Games gehört zu den verheißungsvollsten Projekten 2017: Eine Welt, die in der Zukunft angesiedelt ist, jedoch vielerorten an die Steinzeit erinnert. Eine junge Heldin, die von Entdeckertrieb und persönlichen Motiven getrieben ihr Leben aufs Spiel setzt, um dem Geheimnis um diese mysteriösen elektromechanischen Tiere auf die Spur zu kommen. Riesige, strombetriebene Dinosaurier, die über die Welt herrschen.
Wenn die niederländischen Entwickler unsere Erwartungen an den Open-World-Titel erfüllen, dann nimmt uns die Spielwelt blitzschnell gefangen, dann birgt die Geschichte viel Spannung, dann erzeugt die Erzählung Emotionen, dann sorgt ein überraschender Plot für offene Münder und das Gameplay bietet genügend Abwechslung, um über die gesamte Spielzeit zu fesseln!
Einziger Haken an der Sache: Guerrilla Games hatte bislang weder mit offenen Spielwelten noch mit Rollenspielelementen zu tun. Und auch die Killzone-Geschichte um die außerirdischen Helghast war nicht gerade ein Beispiel für geniales Storywriting. Vorsichtige Skepsis ist also trotz des riesigen Potenzials des Action-Adventures angebracht. Auch wenn das Team um Studiochef Hermen Hulst in den letzten Monaten nicht müde wurde, sich durch Trailer und Gameplay-Szenen immer mehr Vertrauen in ihr Mammutprojekt zu verdienen.
Quelle: Sony
Steinzeitwaffe:
Ohne ihren Bogen wäre Aloy in dieser gefährlichen Welt aufgeschmissen. Die Waffe lässt sich upgraden und mit vielerlei Pfeilarten ausrüsten. (PS4)
Quelle: Sony
Haustier:
Sobald Aloy in der Lage ist, die Robo-Tiere zu hacken, gewinnt das Spiel an zusätzlichem Reiz. Die Dinos lassen sich aber nicht nur als Aussichtsplattform nutzen. (PS4)
Wer zum Henker seid ihr?
Haben wir es bei den elektromechanischen Dinosauriern etwa mit Aliens oder Zeitreisenden zu tun? Es würde uns nicht wundern, wenn die Killzone-Macher auch diesmal eine extraterrestrische Spezies mit ins Spiel bringen. Allerdings könnten die fremdartigen Weltherrscher und deren Waffen durchaus auch von Menschenhand erschaffen sein.
Für Gameplay und Langzeitmotivation ist die futuristische Technik ein wahrer Segen. Die Aussicht auf coole Upgrades von Waffen und Ausrüstung bietet Anreiz, auch größere Herausforderungen zu bewältigen. Außerdem gibt es den Machern die Möglichkeit, das Spiel mit frischen Gameplay-Elementen auszustatten. So verfügt Heldin Aloy anfangs lediglich über einen schnöden Bogen. Sobald sie aber neue Technikteile aus erlegten Robo-Tieren ausgebaut und ihre Waffe mit Elektrogeschossen ausgestattet hat, kann sie es auch mit den ganz großen Dinos aufnehmen. Später im Spiel ist Aloy sogar in der Lage, die fremdartigen Geschöpfe zu hacken, um sie als Reittiere nutzen zu können.
Aloys Fähigkeiten lassen sich ebenfalls im Laufe des Abenteuers verbessern. Für diese Rollenspielelemente hat Guerrilla Games eigens Entwickler von den polnischen The Witcher-Machern CD Projekt RED abgeworben. Hermen Hulst war sich der herausfordernden Aufgabe also durchaus bewusst und nicht so blauäugig zu denken, aus Ego-Shooter-Profis würden über Nacht Action-Adventure-Experten werden.
Wahrlich ein Augenschmaus
Im Hinblick auf Grafik und Atmosphäre brauchen wir uns bei Guerrilla Games keine Sorgen zu machen. Mit Killzone: Shadow Fall bewiesen die Niederländer bereits vor drei Jahren, dass sie in der Lage sind, Maßstäbe zu setzen. Die hauseigene Decima-Engine lässt auch in Horizon: Zero Dawn ihre Muskeln spielen, sorgt für eine grandiose Lichtstimmung sowie realistische Pflanzen und Bäume. Besitzer einer PS4 Pro dürfen sich darüber hinaus auf brillante HDR-Effekte freuen, die in Kombination mit dem Checkerboard-4K-Rendering jeden Spaziergang durch die Spielwelt zur Sightseeing-Tour werden lassen.
Bis zum Release Anfang März bleibt wenig Zeit für wesentliche Veränderungen. Das Spiel ist längst fertig und wird derzeit feinpoliert. Vielleicht macht Hermen Hulst auch deshalb so einen selbstbewussten Eindruck, weil er weiß, dass sein Team Großes erschaffen hat ...
Quelle: Sony
17 Jahr, rotes Haar:
Zugegeben, das genaue Alter von Aloy ist gar nicht bekannt. Dafür wissen wir, dass die mutige Horizon-Heldin keinem Abenteuer aus dem Weg geht. (PS4)
Aloy: Eine tapfere Heldin
Eine junge Frau auf gefährlicher Entdeckungsreise: Mit Aloy erschaffen die Horizon-Macher eine aussergewöhnliche Heldin. Horizon: Zero Dawn erzählt die Geschichte der ausgestoßenen Aloy, die von einem Eingeborenenstamm aufgenommen wurde. Einige der Mitglieder sind der Rothaarigen gegenüber misstrauisch, ignorieren sie. Andere akzeptieren Aloy und führen Handel mit ihr. Als Spieler schlüpft man zu Beginn in die Haut der jungen Aloy und erlernt die wichtigsten Gameplay-Mechaniken. Die Protagonistin erkundet die Welt, um herauszufinden, wo sie herkommt, wer ihre Eltern sind - und welches Geheimnis sich hier verbirgt. Die junge Frau hat von dieser Welt noch nicht viel gesehen. Auch von den Stammesmitgliedern erinnert sich niemand mehr an die frühere Zeit. Da auch der Spieler neu hier ist, kann er sich gut in Aloy hineinversetzen.
Entwickler: Guerrilla Games | Hersteller: Sony
