Hogwarts Legacy - Ein Abschiedsbrief an Harry Potter? - Seite 3
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Nach 25 Jahren wurde die Welt von Harry Potter zusehends ausgeschöpft. Hogwarts Legacy könnte nun den Abschied der Geschichte bedeuten.
Diesmal geht es nicht um Harry und seine Freunde. Auch Newt und seine Begleiter lebten im 19. Jahrhundert, in dem das Spiel angesiedelt ist, noch nicht. Es geht um euch und eure eigene Reise. Und ja, die führt euch durch das wohl detaillierteste Hogwarts, das wir je zu sehen bekommen werden. Ihr werdet Orte erkunden, die ihr bisher nur aus eurer Phantasie kanntet, da sie nicht einmal Einzug in die Filme gefunden haben. Eine originelle Geschichte, die der bunten Magie einen düsteren Gegenpart entgegensetzt, ist ebenfalls mit von der Partie. Doch die neue Abenteuerhandlung rückt schnell in den Hintergrund, wenn man beginnt sich die wirklich wichtigen Fragen zu stellen.
Denn ja: Ihr dürft euch aussuchen, in welches Haus ihr wollt! Der sprechende Hut hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er die Wünsche des Trägers berücksichtigt. Ob euch ein fadenscheiniges Quiz erwartet, in dem zwischen Mut, Wissen, Loyalität und Ehrgeiz gewählt wird, oder ob ihr euch für eines der vier Wappentiere entscheiden müsst, weiß man noch nicht. Letztendlich ist es aber auch egal, wie der Weg dahin aussieht, solange ihr am Ende entscheiden dürft, welchem Haus ihr beitreten wollt. Dadurch habt ihr auch die Wahl, ob ihr ein Abbild eurer selbst oder eine eigens erdachte Figur ins virtuelle Internat schicken wollt.
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Schulalltag in Hogwarts: Der ganz normale Wahnsinn
Denn diese Entscheidung wird euch das ganze Spiel über begleiten. So wird es auch zum ersten Mal möglich sein, einen Blick in die Gemeinschaftsräume von Hufflepuff und Ravenclaw zu werfen. Die sind so unterschiedlich wie die Häuser selbst und trotzdem sorgen sie alle für ein vertrautes Gefühl, als wäre man schon hunderte Male durch die Tür oder das Porträt geschritten.
Quelle: Warner Bros.
Der Alltag in Hogwarts ist an sich schon aufregender als in jeder Muggelschule, auch ohne eine größere Abenteuerhandlung.
Das habt ihr zu diesem Zeitpunkt allerdings ganz und gar nicht getan: Ihr seid nämlich ein Nachzügler und stoßt erst im fünften Schuljahr dazu. Im Gegensatz zu euren Mitschülern, die bereits die Grundlagen der Magie erlernt haben, müsst ihr all das neben dem normalen Unterricht nachholen.
Auf eurem Stundenplan stehen neben Zauberkunst, Verteidigung gegen die dunklen Künste und Zaubertränke noch weitere Fächer. Aber lasst die Finger vom Zeitumkehrer und gönnt euch lieber regelmäßige Pausen, anstatt in die Vergangenheit zu reisen, um zusätzlich noch Wahrsagen zu belegen. Sonst seht ihr sowieso nur ständig den Grimm.
Welches Ausmaß der Unterricht in Hogwarts Legacy einnehmen wird, lässt sich noch nicht sagen. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht mit ein paar Minispielen und kurzen Lektionen getan ist, sondern dass wir wirklich das Gefühl bekommen, dort zur Schule zu gehen.
Unsere Vermutung ist, dass wir unseren Charakter ein Schuljahr lang begleiten werden - darauf deuten auch die wechselnden Jahreszeiten hin. Da bietet es sich an, zumindest in ein paar Fächern etwas detaillierten Unterricht zu geben. Sogar Prüfungen im Stil von Persona 5 würde der Ravenclaw in uns doch liebend gern ablegen und das eine oder andere Ohnegleichen absahnen. Hauptsache es wird kein Troll, sonst wird es schwierig mit der Fächerwahl im nächsten Jahr.
Auch, wenn eine reine Hogwarts-Simulation sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen dürfte, wird das Ganze mit einer Abenteuerhandlung kombiniert. Euer Charakter besitzt die Fähigkeit, eine uralte Form der Magie zu spüren, womöglich sogar zu kontrollieren. Zur gleichen Zeit tritt eine Gruppierung bestehend aus dunklen Zauberern und Kobolden auf, die sicher größere Pläne verfolgt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Protagonist ins Visier gerät.
Der Professor und der Auserwählte 2.0
Einige Szenen aus der State of Play im März erinnern stark an "Der Halbblutprinz", wo Dumbledore und Harry gemeinsam auf die Suche nach Voldemorts Horkruxen gehen. In Hogwarts Legacy begebt ihr euch mit Professor Fig ebenfalls auf Reisen durch die Spielwelt, um herauszufinden, ob die Rebellion auch eine Bedrohung für die Zauberschule sein könnte.
Spoiler-Warnung: Um ein ganzes Spiel mit einer nachvollziehbaren Handlung zu füllen, können wir davon ausgehen, dass es sich um mehr als einen kleinen Zwischenfall handelt. Mit einer ähnlich großen Verschwörung wie in Zeiten von Grindelwald oder Voldemort ist dagegen wohl nicht zu rechnen.
Fun Fact: Auch wenn er anders geschrieben wird, teilt sich der Professor den Nachnamen mit der Squib Arabella Figg, die zu Harrys Zeit im Ligusterweg auf ihn aufgepasst hat, wenn die Dursleys ihre Ruhe haben wollten. Da Squibs von Hexen und Zauberern abstammen, selbst aber keine magischen Kräfte besitzen, könnte sie eine Nachfahrin des Professors sein.
Quelle: Warner Bros.
In Hogwarts Legacy schließt ihr häuserübergreifende Freundschaften mit den anderen Nachwuchsmagiern.
Vielleicht handelt es sich aber einfach um einen ähnlichen Namen, auffällig ist es dennoch. Der Professor ist zudem nicht der einzige, mit dem ihr eure Zeit verbringen werdet. Es wurden bereits mehrere Charaktere aus verschiedenen Häusern vorgestellt, die allesamt ihre eigenen Geschichten und Fähigkeiten mitbringen. Freundet ihr euch mit einem von ihnen an, profitiert ihr irgendwann selbst von ihrem Können.
Auf den ersten Blick wirken Natsai Onai, Poppy Sweeting und Sebastian Sallow so unterschiedlich wie Tag und Nacht, aber allesamt sympathisch. Besonders schön finden wir dabei, dass mit Sebastian ein Slytherin-Schüler ins Rampenlicht tritt, der im Gegensatz zu Draco und seinen Schergen ein ganz normaler Junge zu sein scheint. Rivalitäten sorgen für eine angenehme Spannung, die Feindseligkeit aus den Büchern haben sie allerdings zurecht hinter sich gelassen.
Zündende Zauber und unverzeihliche Flüche
Ein besonders spannender Punkt ist das Kampfsystem. Anders als in den meisten Action-Rollenspielen haben wir es hier nicht mit den typischen Waffen wie Schwert und Bogen zu tun, sondern mit einem verzauberten Ast. Die Zauberstäbe bestehen aus unterschiedlichsten Holzarten, weisen verschiedene Größen und Grade an Flexibilität auf und besitzen in der Regel einen Kern aus Phönixfeder, Einhornhaar oder Drachenherzfaser. Jeder ist so individuell wie die Person, zu der er gehört. Nicht umsonst beinhalten die Zauberstäbe von Harry und Voldemort eine Feder von demselben Phönix, da ihre Schicksale miteinander verflochten sind.
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