Hogwarts Legacy 2: Das muss das Spiel besser machen als sein Vorgänger!

Kolumne Annika Menzel
Hogwarts Legacy 2: Das muss das Spiel besser machen als sein Vorgänger!
Quelle: Erstellt mit ChatGPT

Hogwarts Legacy 2 muss aus den Schwächen des Vorgängers lernen, statt sich auf die HBO-Serie zu konzentrieren. Denn da gibt es mehrere Baustellen.

Der große Hit: Das muss Hogwarts Legacy 2 besser machen

Denn anstatt sich in Zusammenhängen mit der HBO-Serie zu verlieren, sollte der Fokus lieber auf dem Vorgänger liegen, um seine Schwächen in der Fortsetzung auszubügeln. Denn auch, wenn ich den Grundgedanken der Story von Teil 1 sehr zu schätzen weiß, ist die erzählerische Umsetzung leider nicht die größte Stärke des Spiels.

Hier wäre also ein wichtiger Punkt, sich noch mehr zu trauen und eine spannende Handlung zu integrieren, damit sowohl Nachwuchszauberer als auch Muggel die Nächte vorm Bildschirm durchmachen wollen. Ob das im selben Zeitalter wie der erste Teil angesiedelt ist oder sich eine andere Ära vorknöpft, überlassen wir da gerne den kreativen Köpfen im Entwicklerstudio.

In diesem Zuge ist mein wohl größter Herzenswunsch für den Nachfolger, dass der Unterricht und die verschiedenen Fächer viel mehr Liebe und Screentime bekommen. Das wurde nahezu sträflich vernachlässigt und nach den anfänglich zu lernenden Zaubersprüchen mit kurzen, nichtssagenden Zwischensequenzen abgefrühstückt.

Dabei bietet das Schulsystem so viele spannende Bereiche: Alte Runen, Pflege magischer Geschöpfe, Zaubertränke, Verteidigung gegen die dunklen Künste ... Dafür würde ich ohne zu zögern erneut die Schulbank drücken.

Der Unterricht könnte dann mehr als Simulations-Feature integriert und mit einem bisher leider fehlenden Punktesystem für die vier verschiedenen Häuser kombiniert werden. Kleine Anekdote dazu: Ich habe als Jugendliche mehrere Jahre lang bei einem Harry-Potter-LARP mitgemacht, bei dem es neben einer Abenteuerhandlung ausführlichen Unterricht gab.

Punktesystem? Fehlanzeige! Und das ist nur eines der Features, die eigentlich Pflicht gewesen wären in einem Harry-Potter-Spiel. Quelle: buffed Punktesystem? Fehlanzeige! Und das ist nur eines der Features, die eigentlich Pflicht gewesen wären in einem Harry-Potter-Spiel. Und das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern sich auch eingebrannt. Denn ich kann auch heute, zehn Jahre nach meiner letzten Live-Action-Ferienfreizeit, noch Briefe im Runenalphabet des älteren Futharks lesen und verfassen. Wenn Hogwarts Legacy 2 auch nur ansatzweise stärker in so eine Richtung geht, könnte das Spiel schon ein großer Hit bei den Fans werden.

Abrunden könnte man das Ganze dann noch dadurch, dass die Welt außerhalb des Schlosses eindrucksvoller wird. Wald- und Wiesen zu erkunden und ein paar typische Open-World-Aufgaben zu erledigen, war zwar ganz nett, wurde der grandiosen Umsetzung vom Schloss Hogwarts allerdings nicht gerecht.

Weitere Schauplätze sind nötig

Deshalb braucht die Fortsetzung unbedingt weitere Schauplätze, die nicht nur Nostalgie wecken, sondern auch viel zu erkunden bieten. Zum Glück wird bereits gemunkelt, dass Orte wie der Ligusterweg, die Winkelgasse und sogar London Einzug in das Spiel finden können - eine tolle Idee, nur bei der Heimat der Dursleys werde ich direkt wieder skeptisch, was den Bezug zwischen Spiel und Serie angeht ... aber ich will ja auch keine Einhörner scheu machen.

Dass es das Moralsystem nicht in den ersten Teil geschafft hat, ist zwar schade, aber das können wir verzeihen. Doch mit den unverzeihlichen Flüchen sollte man trotzdem nicht ungestraft davonkommen. Quelle: Warner Bros .Games Dass es das Moralsystem nicht in den ersten Teil geschafft hat, ist zwar schade, aber das können wir verzeihen. Doch mit den unverzeihlichen Flüchen sollte man trotzdem nicht ungestraft davonkommen. Der letzte große Punkt, bei dem Hogwarts Legacy 2 von seinem Vorgänger lernen sollte, sind abgesägte Features wie das Moralsystem und Quidditch-Spiele. Auch wenn ich mir selbst nur die Rolle des Suchers vorstellen kann und die Quidditch-Kapitel beim erneuten Lesen der Bücher nur sehr grob überfliege, hat es selbst mir für den Gesamteindruck gefehlt.

Und von dem Moralsystem will ich gar nicht erst anfangen. Denn dass ich mit Crucio, Imperio und Avada Kedavra um mich werfen kann, als wären es Kamelle beim Karneval, stört mich auch drei Jahre später noch so sehr, dass ich am liebsten einen Heuler ans Entwicklerteam schicken würde.

Da es bisher allerdings kaum eine offizielle Info zu Hogwarts Legacy 2 gibt und die richtige Ankündigung noch aussteht, heißt es wohl: abwarten, Tee trinken und hoffen, keinen Grimm im Teesatz vorzufinden.

Angeblich könnte das Spiel beim Summer Game Fest Anfang Juni erstmals vorgestellt werden. Vielleicht sind wir also schon bald schlauer und wissen mehr darüber, ob der zweite Teil zum Begleitmedium der HBO-Serie wird oder weiter seinen eigenen Weg geht und aus den Schwächen seines Vorgängers lernt. Für alle langjährigen Fans wie mich hoffe ich sehr auf Letzteres. Denn auch nach so vielen Jahren lässt mich die Magie rund um Hogwarts einfach nicht los - und das wird vermutlich auch immer so bleiben.

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