Hitman erscheint im März im Episodenformat. Wir haben den ersten Teil bereits gespielt, kurz bevor die Beta für PS4 und PC startet. Wie macht sich Agent 47 im neuen Teil der erfolgreiche Reihe?
Hitman in der Vorschau: In unserem maßgeschneiderten Anzug fallen wir auf der Pariser Fashion-Gala inmitten eines ausgesprochen schick gekleideten Publikums nicht sonderlich auf. Das ist gut so, denn wir sind beruflich hier. Gestatten: Agent 47, Ausnahmetalent in Sachen professioneller Personenbeseitigung und Aushängeschild der sogenannten Agency. Das war jedoch nicht immer so. Bei unserer Spiel-Session mit Hitman erfahren wir, dass auch ein Meuchelmörder erst einmal seine Eignung durch das Bestehen einer Aufnahmeprüfung beweisen muss, bevor er zum Assassinen-Azubi wird. Wir greifen dem glatzköpfigen Jungspund gerne unter die Arme.
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Hitman-Vorschau: Lehrjahre, keine Herrenjahre
Irgendwo im hohen Norden unterhält die Agency eine Ausbildungseinrichtung, die sich, unterirdisch in einem Gebirgsmassiv versteckt, auch gut in einem Bond-Film machen würde. Unsere Aufnahmeprüfung findet in einer aufwendig inszenierten Kulisse statt. Auf einem Hausboot steigt eine Party, und Gastgeber und Meisterdieb Kalvin Ritter ist unser Ziel. Im Falle des Prologs ist die Aufgabe noch Spiel und kein Ernst, alle Personen sind Schauspieler und viele Objekte (etwa der Fluchthubschrauber) bestehen aus Pappe. Innerhalb der simplen Einstiegsmission machen wir uns mit den Fertigkeiten des Hitman und den Neuerungen vertraut. Mit Schlössern versperrte Türen oder Tore kann man auf die elegante Tour mit einem Dietrich öffnen, oder man bricht sie mit Hilfe eines Schraubenschlüssels auf. Letzteres ist lauter und verdächtiger, geht aber schneller. Sowohl Dietriche als auch Schraubenschlüssel muss man erstmal in den Besitz bringen, denn den Load-Out vor Start der Missionen können wir (noch) nicht bestimmen.
Hitman-Vorschau: Der Instinkt des Assassinen
Beim Aufstöbern von nützlichen Objekten, Verkleidungen und Zielpersonen hilft abermals der Instinkt-Modus. Auch durch Wände hindurch erkennen wir auf Knopfdruck, was in unserem Umfeld vor sich geht. Das Verkleidungssystem und die Gegner-KI wurden im Vergleich zu Absolution verbessert. Kaum haben wir den Kittel einer Reinigungskraft übergezogen, aktivieren wir den Instinkt-Modus. Sofort wird eine Putzkraft ein paar Meter weiter mit einem Punkt markiert. Bei diesen NPCs handelt es sich entweder um Teamchefs, die ihre Mitarbeiter kennen oder um besonders aufmerksame Charaktere. Solchen Gesellen sollte man nicht zu nahe kommen, sonst werden sie misstrauisch und schlagen Alarm. Alle anderen Personen schöpfen zunächst keinen Verdacht. Selbst, wenn wir enttarnt werden, wissen nicht wie zuvor automatisch alle Wachen (selbst die in den entferntesten Winkeln eines Levels) Bescheid, wie Agent 47 aussieht.
Quelle: Square Enix
Bestanden: Der Hitman entfernt sich von dem Schauplatz der Abschlussprüfung. Bestnote mit Sternchen!
Eine weitere Neuerung ist das Opportunity-Feature. Das kann man - übrigens genau wie den Instinkt-Modus - auf Wunsch komplett deaktivieren, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Die Opportunities dienen als kleine Hilfestellung und Wegweiser in Richtung einzigartige Hits. Bewegt man sich in der Nähe von einer solchen Gelegenheit, weist das Spiel uns darauf hin, ohne zu viel zu verraten. Damit Entdeckerdrang und Experimentierfreude nicht eingeschränkt werden, kann man endlich wieder zu jedem Zeitpunkt das Spiel sichern, automatische Checkpoints gibt es natürlich auch.
Die Aufnahmeprüfung stellt kein Problem für 47 dar, genauso wenig die Abschlussprüfung, die wir als nächstes meistern. Wir wollen nicht zu viel verraten, denn ein großer Teil des Spaß ist schließlich, selbst herauszufinden, wie man eine Location infiltriert, den Mordauftrag ausführt, ihn im besten Fall als Unfall tarnt und dann wieder klammheimlich ohne Zeugen verschwindet. Ein paar Stichpunkte wollen wir euch dennoch nicht vorenthalten: Jet, Gurt, falscher Mechaniker, Schleudersitz.
Hitman-Vorschau: Spione, Blogger, Models
Die Abschlussprüfung ist gemeistert, wir befinden uns wieder im Modezirkus in Paris. Die erste richtige Mission im neuen Hitman heißt Showstopper und wir haben zwei Zielpersonen: Viktor Novikov und Dalia Margolis. Viktor gehört das Modelabel Sanguine, Dalia war mal ein Supermodel. Das Pärchen hat außer teuren Klamotten noch andere Hobbys, zum Beispiel die Mitgliedschaft in einem internationalen Spionagering und das Ausrichten von illegalen Versteigerungen von Staatsgeheimnissen. Das muss aufhören. Vielleicht geschieht auf der Modenschau ja ein Unglück - oder zwei?
Quelle: Square Enix
Helmut Kruger: Das erfolgreiche Männer-Model ist Agent 47 wie aus dem Gesicht geschnitten. Und wir wollten schon immer mal über den Laufsteg stolzieren!
Gelegenheit zur Manipulation gibt es viele. Im Keller finden wir Rattengift. Das würde sich doch gut in Viktors Lieblingscocktail machen? Oder wir greifen einer Bloggerin unter die Arme, die uns dafür beim Schmuggeln explosiver Fracht hilft. Wir können auch in die Rolle des markanten Männermodels Helmut Kruger schlüpfen und über den Catwalk stolzieren. Die Freiheit ist groß, das Level auch: ganze 300 vollsimulierte KI-Charaktere (jeder davon kann im Contracts-Modus als Ziel ausgewählt werden) teilen sich das Modenschau-Setting, das größer ist als jeder bislang in einem Hitman-Game vertretene Abschnitt, mit über 1000 teilsimulierten NPCs.
Der aus Absolution zurückkehrende Contracts-Mode ist eine Art Missions-Editor, bei dem normale NPCs zu Zielen werden und man Vorgaben für den Hit festlegt. Im Escalation-Modus spielt man Aufträge, die die Entwickler sorgfältig gestaltet haben - schließt man eine Escalation-Mission ab, erhöht sich deren Schwierigkeitsgrad, es gibt zum Beispiel mehr Wachen oder weniger Waffen im Level. Zu guter Letzt und vor allem gedacht für Hardcore-Fans und alle, die über eine hohe Frustresistenz verfügen, sind die elusive Targets. Diese Personen tauchen innerhalb gewisser Zeitfenster auf und verschwinden rasch wieder. Sogar suchen muss man diese geheimen NPCs zunächst. Und zum Eliminieren hat man nur einen einzigen Versuch.
Quelle: Square Enix
Offensichtlich: Nur Sicherheitsleute können Waffen offen am Körper tragen, ohne dass Umstehende NPCs Panik schieben.
Durch diese Zusatzmodi soll für Langzeitmotivation gesorgt werden. Keine schlechte Idee, denn nüchtern betrachtet ist der erste Teil der Hitman-Episoden mit dem Prolog und der Paris-Mission nicht allzu umfangreich. Monat für Monat sollen weitere Schauplätze dazukommen. Und eine übergeordnete Story gibt es auch, IO Interactive betrachtet das neue Hitman als die erste Staffel einer ganzen Serie. Ob das beim Publikum ankommt und ob die Story interessant genug ist, um auf Dauer zu unterhalten, wird sich zeigen. Noch wirkten die Dialoge in Zwischensequenzen bemüht und etwas albern. Der schwarze Humor hingegen ist nach wie vor Markenzeichen und Stärke der Serie und kommt auf keinen Fall zu kurz.
Die Freiheit und Fokus auf größere Level mit flexibleren Möglichkeiten passen wie maßgeschneidert zum ikonischen Meuchelmörder Agent 47. Auf jeden Fall macht dieses Zwirn eine bessere Figur am Agenten als das enge Schlauchlevel-Korsett, das ihn in Absolution einengte. Ab dem 19. Februar können sich PC-Besitzer selbst von der Passgenauigkeit der neuen Features überzeugen, denn dann startet die Beta, die unter anderem die Paris-Mission erhält. PS4-Besitzer dürfen sogar schon am 12. Februar zur Anprobe antreten.
