High on Life in der Vorschau: Rick & Morty wären stolz!
Special
Derber Humor, völlig bescheuertes Szenario und jede Menge hässliche Aliens: Wir haben High on Life angespielt, den Ego-Shooter von Justin Roiland, des Co-Autors von Rick and Morty. Lest in der Vorschau, warum neben den Gags auch das Gameplay überzeugt!
Kann man vom Leben allein high werden? High on Life, der Ego-Shooter von Squanch Games, des Studios von Rick-and-Morty-Co-Autor Justin Roiland, entführt euren Protagonisten auf einen fremden Planeten voller bizarrer Aliens. Hier müsst ihr euch als Kopfgeldjäger beweisen, wenn ihr wollt, dass Gene, der Außerirdische im Unterhemd, der irgendwie auf eurem Sofa gelandet ist, eure Familie wieder freilässt (und sein großes Geschäft nicht zwischen den Sitzpolstern verrichtet). Das erste Ziel: 9-Torg, die Chefin einer Alien-Ameisen-Bande. Unterwegs sollt ihr außerdem das sprechende Messer Knifey zurückholen, dessen Lieblingsbeschäftigung es ist, in den Eingeweiden seiner Feinde herumzuwühlen.
Seid ihr bei der Prämisse noch nicht rückwärts und kopfschüttelnd aus der Tür gelaufen, dann solltet ihr High on Life (jetzt kaufen 51,71 € ) im Auge behalten. Denn neben derben Gags am laufenden Band hat der Titel auch noch eine überraschend gelungene Optik und solides Shooter-Gameplay auf Lager. Wir haben High on Life auf der Gamescom eine halbe Stunde gespielt und waren gleichermaßen verstört wie angetan. In der Vorschau lest ihr, warum!
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Blutrünstige Quasselstrippen
Quelle: Squanch Games
Die bisher gezeigte Spielwelt ist zwar recht linear, aber sehr detailreich präsentiert.
Wer mit dem Namen Justin Roiland etwas anfangen kann, der weiß vermutlich auch, dass der gute Mann gerne als Synchronsprecher in seinen eigenen Werken auftritt - so geschehen etwa bei Rick and Morty, wo er beide Hauptfiguren spricht. Und auch bei High on Life gibt es jede Menge einzusprechen, immerhin hat hier jede Waffe ein Gesicht. Buchstäblich. Ihr startet mit einer stark nach Morty klingenden, organischen Pistole in der Hand in einem Alien-Slum.
Die erste Aufgabe:eEuch entscheiden, welchen der beiden sprechenden Türöffner ihr attraktiver findet, damit er euch passieren lässt. Den roten oder den blauen Alien-Blob? Wählt weise, denn der jeweils Andere wird euch, zutiefst gekränkt, ab sofort nie wieder durch seine Hälfte der Tür lassen.
Was tue ich hier eigentlich gerade?
Eigentlich belanglose, aber witzige Dialoge wie diesen bekommt ihr in High on Life am laufenden Band vorgesetzt. Kurz, nachdem ihr die Slums betreten habt, werdet ihr sofort von der nächsten Alien-Nervensäge aufgehalten: Der kleine, gelbe Zyklop fragt euch, ob ihr denn wirklich so viel Angst vor einem Kind habt, und schubst euch so lange zurück, bis ihr ihm mit eurer Glibber-Knarre eine Kugel verpasst.
Quelle: Squanch Games
Knifey bei seiner Lieblingsbeschätfigung!
Die guckt daraufhin ziemlich blöd aus der Wäsche, immerhin könne man in Videospielen ja eigentlich nie Kinder töten. Die Altersfreigabe für Teenager ist damit vermutlich vom Tisch. Und was Knifey, eure zutiefst sadistische Nahkampfwaffe, später noch so von sich gibt, haben wir weiter oben angedeutet. Wer den Humor von Rick and Morty mag, der kommt bei High on Life voll auf seine Kosten - und wer das nicht tut, der kann nach unserer Warnung vorhin spätestens jetzt zu lesen aufhören, denn beim Spielen werdet ihr dann vermutlich keine Minute genießen können.
Hübsche Kämpfe gegen hässliches Viehzeug
Als Shooter überzeugt High on Life aber auch abseits seines Humors. Mit der Morty-Pistole im Anschlag stellt ihr euch auf der Suche nach 9-Torg ihren ameisenartigen Gangstern entgegen. Neben Glibber-Patronen kann die Knarre auch Granaten verschießen, die ihr stylisch in Zeitlupe in Gegnergruppen feuert. Die daraufhin in der Luft schwebenden Feinde könnt ihr für Bonusschaden weiter beharken. Das Trefferfeedback dürfte gerne noch eine Spur direkter sein, Sounds und Handling machen aber bereits einen sehr guten Eindruck.
Habt ihr Knifey eingesammelt, könnt ihr euch mit seiner Sekundärfähigkeit an Ankerpunkte in der Luft ziehen. Das kommt vor allem beim chaotischen Bosskampf gegen 9-Torg zum Einsatz: Neben der stetig steigenden Giftsuppe unter euren Füßen müsst ihr verschiedenen Geschossen ausweichen, was dem Kampf eine angenehm anspruchsvolle Note verleiht.
Quelle: Squanch Games
Die Waffen sind liebevoll animiert und haben Charakter.
Die Granaten eurer Pistole benutzt ihr im linear aufgebauten Slum auch, um kleinere Umgebungsrätsel mit umklappbaren Plattformen zu lösen. Auch das spielt sich gut, und wir sind gespannt darauf, welche witzigen Waffen mit Sekundärfähigkeiten uns im Spielverlauf noch erwarten. Womit die Pistole eigentlich befüllt wird, wenn wir beim Nachladen ihren organischen Schaft zurückziehen, wollen wir dagegen lieber gar nicht wissen.
Ein Wort noch zur Optik: Grafisch gefällt High on Life vor allem mit seiner detaillierten Spielwelt und seinen vielen, kreativen Details. Der unverkennbare, optische Stil von Rick and Morty wurde sehr gelungen eingefangen - ist aber, wie vieles am Spiel, natürlich auch Geschmackssache.
Meinung
Trifft High on Life euren Geschmack, dann müsst ihr euch zum Glück nicht mehr lange gedulden, bis ihr selbst ran dürft: Das Spiel soll bereits am 13. Dezember 2022 für PC (Steam und Epic Games Store) sowie Xbox-One- und Xbox-Series-Konsolen in den Läden stehen. High on Life wird außerdem im Game Pass für Xbox und PC enthalten sein. PS4- und PS5-Versionen wird es nach aktuellem Stand nicht geben.
