Evan Rachel Wood nimmt in dieser schwarzen Komödie ihren Lehrer ins Visier, nur um endlich ein Fernseh-Star zu werden
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Vier Jahre lang trug der 1969 geborene New Yorker Marcos Siega die Idee mit sich herum, bevor er vom Regisseur für Werbespots, TV-Serien und Musikvideos von Bands wie z.B. Blink 182 ins Spielfilmfach wechselte. Das seinem Debüt zugrunde liegende Script stammt aus der Feder von Drehbuchautor und Koproduzent Skander Halim. Er hatte in seiner Heimatstadt Ottawa einmal eine Geschichte über eine intrigante Schülerin gehört, die einen Lehrer fälschlicherweise des sexuellen Missbrauchs bezichtigte.
Keine Teenie-Komödie!
Antisemit: Kimberlys Vater (James Woods)
Wenn man sich die 15-jährige Kimberly Joyce (Evan Rachel Wood, "The Missing") so ansieht, würde man sie eigentlich für eine brave High School-Schülerin halten. Doch in Wirklichkeit ist die verwöhnte und stets auf ihren Vorteil bedachte Tochter eines wohlhabenden Unternehmers (James Woods, "Be Cool") berechnend und extrem gerissen. Das frühreife Luder kennt keine Skrupel, wenn es darum geht, seine Ziele zu erreichen und weiß auch schon genau, was es werden will: Schauspielerin. Als Kimberly bei einem Casting für eine TV-Soap durchfällt, beschließt sie, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Ron Livingston und Danny Comden
Mit den von ihr unterdrückten Freundinnen Brittany (Elisabeth Harnois) und Randa (Adi Schnall), einer erst kürzlich in die USA emigrierten Araberin, fasst sie einen eiskalten Plan, um Fernsehruhm zu erlangen: Der junge Englischlehrer Percy Anderson (Ron Livingston, "Band of Brothers") soll der sexuellen Nötigung beschuldigt werden. Tatsächlich hat der zurückhaltende Erzieher seinen Schülerinnen durchaus das eine oder andere Mal auf die Beine geschielt, aber niemals mehr gewagt.
Als die Mädchen vor Gericht aussagen, er habe sie belästigt und unzüchtig berührt, ist das Medieninteresse groß. Nicht nur dank der übereifrigen Lokalreporterin Emily Klein (Jane Krakowski, "Ally McBeal") kommt eine Lawine ins Rutschen, die nicht mehr aufzuhalten ist ...
Mogelpackung?
Das süße Engelsgesicht täuscht
Neben dem Film gibt es auf Disc 1 des Doppeldeckers als Extra den Original-Kinotrailer. Auf der zweiten Scheibe der Special Edition finden sich auf den ersten Blick überraschend wenig Extras. Das sechsteilige Making of fällt dann aber mit einer Laufzeit von über 50 Minuten sehr ausführlich aus und zeigt viele Interviews mit den an der Produktion Beteiligten. Ein Audiokommentar zu diesem nur streckenweise gelungenen Versuch, die Widersprüche unter der glatten Oberfläche vermögender US-Gesellschaftsschichten aufzuzeigen, ist nicht mit an Bord.
