Hidden Deep in der Vorschau: Alien-Horror unter dem Meer, Seite 2

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Hidden Deep in der Vorschau: Alien-Horror unter dem Meer, Seite 2
Quelle: Daedalic Entertainment

Hidden Deep soll eine Hommage an die alten Half-Life-Spiele sein. Wie gut es seinem Vorbild gerecht wird, zeigen wir euch in unserem Test des Early-Access.

Also wird wieder zum guten, alten Greifhaken gegriffen, mit dem ihr auch in der Lage seid, über Schluchten zu schwingen. Zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis machen euch oftmals die Inkompetenz des Charakters sowie die Physik einen Strich durch die Rechnung.

Beim Schwingen ist es nämlich kaum möglich, das Momentum zu nutzen, um möglichst weit zu springen. Meistens fliegt ihr einfach nur etwas nach oben, und wenn ihr dann hinabstürzt, geht ihr auch schon wieder drauf.

Auch beim Bedienen von Fahrzeugen fallen Probleme auf. Wenn man den Charakter wechselt, während man beispielweise in einem Kran sitzt, ist es danach nicht mehr möglich, zurückzuwechseln. Falls man den Kran oder die Person darin noch brauchen sollte, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Mission neu zu starten.

Das Frustpotenzial ist in solchen Momenten sehr hoch und flüssiges Gameplay dadurch nicht möglich.

Expedition auf Leben und Tod

Was Hidden Deep allerdings gut macht, ist das Erschaffen einer bedrückenden Atmosphäre. Man muss sich immer genau überlegen, wo man hingeht und was man als nächstes tut, ansonsten landet man schnell zwischen den Tentakeln eines Tiefsee-Aliens.

Wirklich gruselig ist das Spiel nicht, solange man nicht gerade Angst vor Spinnen hat oder Klaustrophobiker ist. Aber man fühlt sich permanent unter Druck gesetzt, sei es durch die Dringlichkeit der Missionen oder durch die Kämpfe.

Die Kreaturen in der Tiefe sind alles andere als erfreut, euch zu sehen. Quelle: PC Games Die Kreaturen in der Tiefe sind alles andere als erfreut, euch zu sehen. Diese verlieren allerdings ziemlich schnell ihren Reiz, da Gegnervielfalt quasi nicht vorhanden ist. Im Laufe unseres Spieldurchgangs trafen wir auf gerade einmal vier verschiedenen Gegnertypen. Die stellten nach kurzer Zeit auch keine wirkliche Herausforderung mehr dar. Etwaiger Anspruch wurde bald nur noch durch Gegner-Spam erzeugt.

Allerdings: Noch ist das Spiel freilich im Early Access und wird ständig erweitert und verändert. Die Trailer des Spiels zeigen zudem schon deutlich mehr Inhalt und Gegnervielfalt. Es bleibt also zu hoffen, dass die finale Version die genannten Schwächen ausbügelt.

Gemeinsam ist man stark

Auch der Co-op-Modus soll noch erweitert werden. Derzeit gibt es unterschiedliche Co-op-Modi, aber nur abseits der Story. Hier geht man per lokalem Co-op im Splitscreen oder wahlweise über Steam Remote Play mit Freunden auf Forschungstouren.

Der Co-op-Modus im Splitscreen kann ziemlich nervig sein. Quelle: PC Games Der Co-op-Modus im Splitscreen kann ziemlich nervig sein. Dabei erwarten euch Missionen in zufällig generierten Levels. Somit hat man theoretisch einen endlosen Nachschub an Herausforderungen. In der Praxis lädt der Titel aber nicht zu endlosen Spiele-Sessions ein.

Schon gar nicht im Splitscreen, da man hier ein ziemlich begrenztes Sichtfeld hat. Auch deswegen, weil ein Teilnehmer immer mit dem Controller spielen muss, mit dem die Kameramöglichkeiten deutlich begrenzter sind als beim Spielen mit Maus und Tastatur.

Insgesamt macht das gemeinsame Erkunden der Höhlen aber durchaus Spaß. Gerade im geplanten Online-Multiplayer könnten einen hier einige spaßige Stunden erwarten.

Solides Grundgerüst, aber Luft nach oben

Mit dem ersten Half-Life als Atmosphäre-Vorlage hat Hidden Deep auf jeden Fall auf ein gutes Pferd gesetzt. Klar, das Ding spielt sich ganz anders und wird wohl auch niemals den Kultstatus des Vorbilds erlangen, aber das ist wohl auch nicht der Anspruch der Entwickler an sich selbst.

Unabhängig davon gibt es im Moment noch einige Schwächen, an denen dringend gewerkelt werden muss. Auch die Grafik ist ausbaufähig, aber der erste Eindruck ist zumindest nicht unterirdisch - oder eben doch. Versteht ihr, weil Hidden Deep in einer Höhle spielt? Wir hören ja schon auf.

Wir hoffen jedenfalls, dass die angekündigten Verbesserungen den Titel zu dem atmosphärischen und spielerisch abwechslungsreichen Abenteuer machen, das es im Early Access noch nicht vollumfänglich ist, aber entsprechenden Einsatz vorausgesetzt definitiv werden kann.

Hidden Deep startet am 24. Januar am PC in den Early Access. Portierungen für die Nintendo Switch und die Xbox sind geplant.

Meinung

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