Hidden Agenda: Test & Video zum Playlink-Krimi für PS4
Test
Taugen interaktive Filme auch als Partyspiele? Das neue Krimi-Adventure Hidden Agenda lässt sich dank Playlink mit bis zu sechs Spielern spielen und ist so wie geschaffen für einen gemütlichen Couchabend mit Freunden. Wie es aber um den Wiederspielwert, die Handlung und die Smartphone-Steuerung steht, verraten wir in unserem Test.
Wer kennt das nicht? Man schaut sich einen spannenden Krimi im Fernsehen an und gerät so richtig in Rage, weil sich der Kommissar stets für den falschen Lösungsweg entscheidet. Mit Hidden Agenda (jetzt kaufen 16,48 € ) wollen die Until Dawn-Macher von Supermassive Games euch - oder besser gesagt euch und bis zu fünf eurer Freunde - nun selbst entscheiden lassen, wie man einen Serienmörder hinter schwedische Gardinen bringt. Das Besondere neben der PS4-exklusiven Playlink-Steuerung ist, dass die britischen Entwickler uns wieder einmal zahlreiche unterschiedliche Wendungen und Enden auftischen, die davon abhängen, wie wir im Spiel selbst vorgehen.
Hidden Agenda im Test: Entdecke die Möglichkeit
Für einen hohen Wiederspielwert ist mit der Entscheidungsvielfalt auf jeden Fall gesorgt, zumal man während einer etwa zweistündigen Partie nicht einmal unbedingt in Erfahrung bringt, wer denn jetzt tatsächlich der gesuchte Serienkiller des Spiels ist.
Quelle: PC Games
Die Polizistin Becky Marney ist die Protagonistin von Hidden Agenda. Im Spiel müssen wir uns in den Dialogen gemeinsam mit unseren Freunden für eine Option entscheiden.
Doch wie verhält es sich mit der Handlung von Hidden Agenda? Hier müssen wir sagen, dass diese sich zwar mitunter wegen hölzerner Dialoge auf B-Movie-Niveau befindet, aber dank der unterschiedlichen Enden dann doch so sehr fasziniert, dass man gerne das Spiel auch mehrmals durchspielt. Die Story führt uns in eine nicht näher benannte Stadt in den USA. Dort treibt ein "Trapper" genannter Serienkiller sein Unwesen und hat bereits das Leben von drei Menschen auf dem Gewissen. Wir schlüpfen in die Haut der Polizistin Becky Marney, die den vermeintlichen Täter namens Jonathan Finn gleich in den ersten Spielminuten mit ihrem Kollegen fasst. Doch obwohl Finn rechtskräftig verurteilt wird, bleiben einige Zweifel, ob er wirklich der Täter ist. Die richtige Handlung des Spiels setzt dann fünf Jahre nach dem Gerichtsprozess an und entwickelt sich - je nachdem, wie wir uns in den vielen Dialogen entscheiden - zu einem Martyrium für die Polizistin Becky. Wir wollen an dieser Stelle lieber nichts weiter ausführen, aber sagen so viel, dass wir zumindest nicht mit den Ausmaßen des Falls gerechnet hätten und ebenso erst beim zweiten Anlauf herausfanden, wer der Mörder ist. Damit erfüllt die Krimi-Geschichte auf jeden Fall ihren Zweck und wir würden sie sogar ähnlich gut bewerten wie die eines typischen Telltale-Abenteuers. Zudem muss man sagen, dass unsere Entscheidungen deutlich gravierendere Konsequenzen haben als etwa in The Walking Dead oder The Wolf Among Us.
Hidden Agenda im Test: Interaktiv, aber kein echtes Spiel
Spielerisch sollte man hingegen nicht allzu viel von The Hidden Agenda erwarten. Das Spiel ist auf das einfache Steuern mittels Smartphone ausgelegt und bietet entsprechend nicht viel mehr als eher langweilige Quick-Time-Events sowie eben die Dialoge, in denen wir als Gruppe eine Entscheidung fällen müssen. Wer mag, kann die Story auch in einem Wettkampfmodus erleben. Hier bekommen zufällig ausgeloste Spieler immer wieder Geheimaufträge, für deren Erfüllung es Punkte gibt. Die Missionen löst man erfolgreich, indem man die anderen Mitspieler von einer bestimmten Dialogoption überzeugt. Technisch ist Hidden Agenda ebenfalls keine Augenweide, aber unserer Meinung nach grundsolide. Die Mimik der Charaktere ist detailliert und auch die deutschen Sprecher gehen in Ordnung. Wer also mit seinen Freunden einen spannenden interaktiven Film erleben möchte, ist mit Hidden Agenda gut beraten. (Hidden Agenda in der Wikipedia.)
