Die ersten Prozessoren der Ivy Bridge-Familie sind endlich zu haben - doch sind sie ihren Preis auch wert? Für Spieler besonders spannend: Hat Intel mit Ivy Bridge eine integrierte Grafiklösung im Angebot, die auch mit anspruchsvollen Spielen Spaß macht? Unser Special gibt Antworten, Technik-Tipps und vergleicht Ivy Bridge mit Sandy Bridge.
Im Grunde genommen hatten wir aber auch nicht viel mehr erwartet, denn nachdem schon ab dem i7-2600k kein nennenswerter Vorteil im Vergleich zum i5-2500k zu sehen war, wäre ein deutlicherer Vorteil der neuen Ivy Bridge-CPU für uns auch eher eine Überraschung gewesen. Die neuen CPUs für Intels Sockel 1155 sind also für Spieler nicht wirklich eine große Verbesserung, was die Gaming-Performance angeht. Mit einem Preis von aktuell ab 300 Euro ist der neue Intel i7-3770 beziehungsweise i7-3770k daher für preisbewusste Spieler nicht zu empfehlen - was aber auch auf den i7-2600k zutrifft, dessen Aufpreis ebensfalls aus Spielersicht zu hoch ist. Leider sind noch keine zuverlässigen Tests der günstigeren Ivy Bridge-Prozessoren zu finden, jedoch erwarten wir bei einem gleichen Takt im Vergleich zu einem Modell der Sandy Bridge-Reihe auch eine mindestens gleiche Leistung - in einem Test zeigte sich der i5-3550 um fünf Prozent besser als der i5-2500k.
Das heißt, dass der Intel i5-3550 im Vergleich zum i5-2500k mit seinem aktuellen Preis von 205 Euro vielleicht noch einen Tick zu teuer ist, dabei aber etwas weniger Strom verbraucht. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob der Aufpreis angemessen ist - ein Nachteil ist hierbei für manch einen aber sicher, dass der i5-3550 keine "k"-CPUs ist, also mangels frei wählbaren Multiplikators nicht zum Übertakten geeignet ist. Für abermals 30 Euro mehr bietet sich hier dann der i5-3570k an, welcher mit 3,4 Gigahertz pro Kern um 0,1 Gigahertz höher getaktet ist als der i5-3550 und der i5-2500k. Zum Preis von ab 235 Euro finden wir den Aufpreis zum Intel core i5-2500k allerdings noch zu hoch, zumal der Sandy Bridge-Prozessor in Sachen Übertaktung als sehr übertaktungsfreudig gilt - das kann beim i5-3570k anders aussehen, zuverlässige Übertaktungsergebnisse müssen wir noch abwarten.
Fazit
In Sachen Preis-Leistung verteidigen der Intel core i5-2400 und der i5-2500k derzeit noch immer das Siegerpodest für ambitionierte Spiele-PCs. Die neuen Ivy Bridge-Prozessoren i5-3450, i5-3550, i5-3570k und i7-3770(k) bieten für Spieler noch keinen für ihren Preis wirklich nennenswerten Vorteil, genau wie es auch schon zuvor im Vergleich zwischen dem i5-2500k und i7-2600k der Fall war. Wer auf die kleine Stromersparnis Wert legt, kann selbstverständlich trotzdem zuschlagen. Unsere Empfehlung ist, noch ein wenig abzuwarten: wenn die Preise für ein Modell wie den Intel core i5-3570k auf oder gar unterhalb das Niveaus eines i5-2500k sinken, spricht natürlich alles für einen Kauf einer Ivy Bridge-CPU. Die neuen Intel-CPUs für Sockel 1155 sehen wir langfristig als gute und solide Ergänzung zum Intel-Sortiment, also: kein großer Wurf, aber auch keine Enttäuschung - außer vielleicht für diejenigen, die bewusst sehr lange auf Ivy Bridge gewartet haben in der Hoffnung auf einen ähnlichen Hammer wie beim Release der ersten Sandy Bridge-Prozessoren, als der Intel core i5-2500k selbst drei bis vier Mal so teure Prozessoren bei der Spieleleistung überholte.
In diesem Artikel
- Seite 1 Ivy Bridge-Special: Einleitung, Spieleanforderungen von CPUs, AMD für Sparer
- Seite 2 Ivy Bridge-Special: k-Prozessoren, technische Details und fünf neue Ivy Bridge-CPUs
- Seite 3 Ivy Bridge-Special: Strombedarf, PCIe3.0 und Spieleleistung Ivy vs Sandy Bridge
- Seite 4 Ivy Bridge-Special: Spieleleistung Ivy vs Sandy Bridge (Teil 2) und Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Bildergalerie
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- Seite 3 Ivy Bridge-Special: Strombedarf, PCIe3.0 und Spieleleistung Ivy vs Sandy Bridge
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