SSDs und Festplatten: Unterschiede, Funktionsweisen, Vorteile und Marktübersicht

Special Antonio Funes
SSDs und Festplatten: Unterschiede, Funktionsweisen, Vorteile und Marktübersicht
Quelle: Western Digital

In unserem Special geht es um Speicherlaufwerke für euren PC, und zwar auch anlässlich der Angebote rund um die Black Friday-Angebote. Wir erklären die Funktionsweise von Festplatten und SSDs, zeigen Vor- und Nachteile auf und gehen auch darauf ein, ob man unbedingt auf eine M.2-SSD setzen sollte. Eine Marktübersicht mit Festplatten und 60 SSD-Modellreihen bietet unser Special ebenfalls.

In unserem heutigen Special geht es, auch anlässlich der Sonderangebote rund um den Black Friday, um interne Massenspeicher, die für euren PC als Laufwerke für Windows oder Daten dienen können: SSDs und Festplatten. Denn diese beiden Produkte schreien geradezu danach, bei einem Schnäppchen zuzuschlagen, da man sie sehr leicht bei einem PC nachrüsten kann. Zudem ist eine neue Festplatte mit Kapazitäten bis 4TB (TB = Terabyte) mit Preisen unter 100 Euro eine eher günstige Anschaffung. Bei SSDs bekommt man unter 100 Euro problemlos Größen bis 1TB. Wer 2TB sucht, kann vor allem bei Angeboten zumindest unter 150 Euro fündig werden.

Unser Special erklärt euch zuerst die Vorteile und Funktionsweise von Festplatten. Danach geht es uns um die Unterschiede zu SSDs und welche Vorteile sie mit sich bringen. Auch auf die Themen Haltbarkeit von SSDs und die Frage, ob sich besonders schnelle M.2-SSDs lohnen, gehen wir ein. Was natürlich in unserem Special nicht fehlen darf: Wir bieten eine Marktübersicht zu Festplatten sowie mit 60 SSD-Modellreihen. Doch nun starten wir mit den Vorteilen und der Funktionsweise von Festplatten.

Festplatten: Preisvorteil, Funktionsweise und Geschwindigkeit

Wer viel Speicherplatz sucht und keinen Goldesel zu Hause hat, wird bei den Preisen für 4TB-SSDs schlucken. Bauartbedingt kommt bei SSDs nach 2TB direkt die Kategorie mit 4TB, bei der es erst ab 290 Euro losgeht. Eine Festplatte mit 4TB Kapazität kostet hingegen ab 80 Euro, also 210 Euro weniger.

Pro Terabyte geht es bei Festplatten rein rechnerisch ab etwa 17 Euro los, wobei dies für Modelle mit sehr viel Speicherplatz gilt. Eine Festplatte mit 1TB Speicherplatz gibt es erst ab 35 Euro, da ein Teil des Preises unabhängig von der Kapazität zum Beispiel für die Steuerelektronik anzurechnen ist.

SSDs sind pro Terabyte aber trotzdem deutlich teurer als 35 Euro: Ab 50 Euro geht es los, wobei es sich dann auch wirklich um SSDs mit 1TB Speicherplatz handelt. Dieser Preisunterschied ist der klare Vorteil von Festplatten im Vergleich zu SSDs, und sachlich gesehen auch der einzige Vorteil.

WD Festplatte geöffnet Quelle: Western Digital Geöffnete Festplatte mit mehreren Scheiben - die Lesearm-Einheit ist sichtbar hoch, da mehrere Arm-Ebenen zwischen die Scheiben geschoben werden und hauchdünn über den Scheiben schweben.  An dieser Stelle wollen wir nun die Funktionsweise einer Festplatte erklären, und zwar als Grundlage, die für das Verständnis der Vorteile von SSDs wichtig ist, die wir dann auf der folgenden Seite erläutern werden. Festplatten, auf Englisch Hard Disk Drives (HDD), bestehen aus einem Gehäuse, in dem bei modernen Modellen mehrere magnetisierbare Scheiben sowie Schreib- und Lesearme und natürlich auch noch die nötige Steuerelektronik vorhanden sind. Die Scheiben drehen sich mit mehreren Tausend Umdrehungen pro Minute (UPM) im Gehäuse.

Die Lese- und Schreibarme bewegen sich, ähnlich wie bei einem Schallplattenspieler, über die Scheiben und fahren ihre Lese- und Schreibköpfe je nach Bedarf in eine Position weiter innen oder außen auf der entsprechenden Scheibe, um dort Daten zu laden oder zu schreiben.

Dabei ist der Abstand zwischen den Köpfen und der Scheibe hauchdünn, denn die Köpfe sollen nur das Magnetfeld der Scheibe "berühren" - eine echte Berührung der Scheibe würde zu schweren Schäden führen, weswegen Festplatten auch sehr empfindlich gegenüber Stößen im laufenden Betrieb sind.

Die beiden typischen Werte für die Umdrehungswerte sind 5400 UPM sowie 7200 UPM. Schnellere Werte sind wegen Stabilität, Wärmeentwicklung und Strombedarf schwer umsetzbar und teuer. Bei SATA-Modellen ist daher bei 10.000 UPM das Ende der Fahnenstange erreicht, wobei diese Modelle inzwischen mehr pro Terabyte kosten als SSDs und daher obsolet geworden sind.

Denn schneller als SSDs sind sie trotz der hohen UPM-Werte nicht: Festplatten mit 7200 UPM haben in der Regel ein Maximum von 130 bis 150 MB/s (Megabyte pro Sekunde) beim Datenfluss, die 10.000-UPM-Modelle kommen auf 180 bis 190 MB/s. Der SATA3-Standard bietet aber bis zu 600 MB/s. Zum Vergleich: Alle aktuell erhältlichen Modelle unter den SSDs mit SATA-Anschluss, die 480 Gigabyte oder mehr Speicherkapazität haben, kommen auf mehr als 500 MB/s.

  1. Seite 1 Festplatten: Funktionsweise, Vorteile und Geschwindigkeit
  2. Seite 2 SSDs: Funktionsweise, Vorteile und M.2-SSDs
  3. Seite 3 SSDs: Haltbarkeit und Marktübersicht
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