Router: Begriffserklärung und Praxistipps sowie Marktübersicht zu Routern
Special
Wir erklären viele Begriffe rund um Router und geben auch Tipps zur Praxis. Themen sind dabei WLAN, Ping, Telefonie, Standort, Verkabelung, Switches und auch die Frage, was es mit dem bei Games häufig zu findenden Begriff NAT-Type auf sich hat - und wie man ihn gegebenenfalls ändern kann. Ebenso bieten wir eine Marktübersicht zu aktuellen WLAN-Routern.
In unserem Special kümmern wir uns in dieser Woche um Router. Dabei behandeln wir Themen und Begriffe wie Netzwerk, WLAN, Modem, Telefonie und natürlich auch den bei Gamern gefürchteten Ping-Wert, zu dem wir vor wenigen Tagen ja bereits einen Tipp-Artikel veröffentlicht hatten. Ebenso klären wir, was der NAT-Type ist und wie man ihn gegebenenfalls ändern kann. Zum Abschluss findet ihr zudem noch eine Marktübersicht mit 15 aktuellen WLAN-Routern, die auch ein Modem eingebaut haben und für Festnetztelefonie geeignet sind.
In diesem Artikel
Router - was tut er?
Ein Router verwaltet ein lokales Netzwerk, bei euch zu Hause also ein Heimnetzwerk. Die in Privathaushalten verwendeten Router nehmen meistens in etwa die Fläche eines DIN A5-Blattes ein und sind einige Zentimeter hoch. Ein Router verfügt über mehrere (in der Regel vier) LAN-Ports und sorgt dafür, dass PCs, Laptops und andere Geräte mit einem LAN-Anschluss, die mit dem Router per Kabel verbunden und somit im gleichen Netzwerk zu finden sind, untereinander kommunizieren können.
Quelle: AntonioFunes
Schematische Darstellung eines Netzwerkes. Das Modem kann auch im Router eingebaut sein.
Router mit WLAN stellen den Netzwerkzugang zudem auch kabellos zur Verfügung, so dass auch Geräte, die optional oder ausschließlich WLAN für eine Netzwerkverbindung bieten, sich im Netzwerk anmelden können - zum Beispiel Smartphones oder Smart-TVs. Sofern der Router Zugang zum Internet hat, sorgt er zudem auch dafür, dass die Netzwerk-Geräte ebenfalls mit dem Internet kommunizieren können. Dabei gilt es zu beachten: Router gibt es mit und ohne eingebautes Modem - sofern man einen Router ohne Modem verwendet, muss man ihn für einen Internetzugang an ein Modem oder an einen zweiten Router, der ein Modem eingebaut hat, anschließen. Router mit integriertem Modem werden ab und an auch zusammengefasst als "Modem-Router" bezeichnet, um deren Einsatzzweck auf eine etwas kürzere Art und Weise zusammenzufassen. Korrekter ist aber die Bezeichnung "Modem mit Router". Je nach dem, welche Art eines Internetanschlusses man hat, muss das Modem des Routers eine andere Kompatibilität haben - zum Beispiel für normales DSL, VSDL, Internet per TV-Kabel oder Glasfaser.
DLNA-Standard
Router, die auch DNLA unterstützen, sind für bestimmte Endgeräte nötig, die per DLNA Medien zur Verfügung stellen. DLNA wurde ursprünglich von Intel und Sony initiiert und ist eine Allianz von Unternehmen zwecks eines einheitlichen Standards zum Übertragen von Mediendaten. Aber auch der Standard selbst wird als DLNA bezeichnet. Wenn ein Router also DLNA beherrscht, kann er selbst als DLNA-Server Mediendaten zur Verfügung stellen, beispielsweise über eine per USB am Router angeschlossene externe Festplatte. Einer Übertragung von Daten zu DLNA-fähigen Geräten wie Mediaplayern, AV-Receivern oder Smart-TVs steht dann nichts mehr im Wege. Übrigens: Damit im zwei Netzwerk vorhandene DLNA-Geräte per DLNA untereinander Mediendaten austauschen, muss der Router selbst nicht DLNA-fähig sein. Ein PC lässt sich zum Beispiel als DLNA-Server konfigurieren, so dass ihr wiederum über den Mediaplayer eines im gleichen Netzwerk verfügbaren Smart-TVs Videos vom PC per DLNA abspielen könnt.
.
Telefonieren über den Router
Da heutzutage viele Internetverträge einen Festnetz-Telefonanschluss beinhalten, der technisch gesehen als Voice-over-IP, also Internettelefonie funktioniert, muss ein Router neben einem zum Anschlusstyp passenden Modem auch Telefonie-Features bieten - außer ihr benötigt keine Telefonie.
Quelle: AVM
FRITZFon C5 für dien FRITZ!Boxen von AVM
Bei Routern, die direkt vom Provider gestellt werden, ist dafür bereits gesorgt. Ansonsten muss man selbst darauf achten, dass der Wunsch-Router auch Telefonie unterstützt. Bei vielen Routern lassen sich Telefone zu diesem Zweck über TAE-Stecker anschließen, viele Router bieten aber auch DECT, so dass man das Handset eines schnurlosen DECT-Telefons auch ohne Kabelverbindung zum Router verwenden kann, indem man es direkt am Router anmeldet. Der Router ersetzt die Basis-Station des schnurlosen Telefons. Zudem gibt es auch zum Beispiel von AVM, dem Hersteller der bekannten FritzBoxen, eigene Mobilteile passend zu den AVM-Routern - das Modell C5 seht ihr links auf dem Bild. Ebenso bieten manche Hersteller eine App für den Router an, der euer Smartphone mit Hilfe des Router-WLANs zum Festnetzgerät macht. Wichtig ist bei der ganzen Sache aber, dass ihr die nötigen Daten vom Provider erhaltet, um die Telefonie einzurichten. Je nach Anbieter reicht es aus, die vom Provider erhaltenen Rufnummern einzutragen. Im Router lässt sich dann auch einstellen, welcher der Telefonanschlüsse am Router auf welche der Nummern reagieren soll. Wer beispielsweise noch ein Fax-Gerät nutzt, kann dafür sorgen, dass eine als Fax-Nummer ausgewählte Telefonnumer nur den Anschluss anspricht, an dem das Fax-Gerät angeschlossen ist.
