Nvidia GeForce RTX 5060: Technik, Leistung und Fazit

Special Antonio Funes
Nvidia GeForce RTX 5060: Technik, Leistung und Fazit
Quelle: Gigabyte

Wir ordnen die Leistung der neuen Nvidia GeForce RTX 5060 ein und thematisieren auch den großen Ärger, den es rund um Bedingungen für Rlease-Tests gab.

Technik der GeForce RTX 5060

Nachdem wir nun die Querelen rund um den Release der neuen Nvidia-Grafikkarte erläutert haben, kommen wir nun zur Technik und danach zur Leistungseinschätzung der GeForce RTX 5060. Bemängelt wurde schon im Vorfeld, unter anderem auch von unseren Kollegen der PC Games Hardware, die Speichermenge von 8 GB Video-RAM.

Denn manche Spiele zeigen selbst bei den Grafik-Einstellungen, die für eine Einsteigergrafikkarte üblich sind, klare Leistungsnachteile bei einer solchen RAM-Menge, sodass von mancher Stimme bereits im Vorfeld von einer Art Totgeburt die Rede war. Doch dazu später mehr.

Als GPU verwendet Nvidia die GB206, die auch in der RTX 5060 Ti zum Einsatz kommt. Natürlich kommt die GPU bei der RTX 5060 nicht im Vollausbau zur Geltung, sondern es sind bei den FP32-ALUs (Shader-Einheiten) und weiteren Recheneinheits-Typen gut 26 Prozent weniger, bei den Shader-Einheiten zum Beispiel 3840 statt 4608. Im Vergleich zur GeForce RTX 4060 (3072 Shader-Einheiten) hat die GeForce RTX 5060 aber 768 zusätzliche Shader-Einheiten, also 25 Prozent mehr. Auch bei weiteren Einheiten wie den Raytracing-Kernen sind es jeweils 25 Prozent zusätzlich.

Ein großer Vorteil im Vergleich zur RTX 4060 kann auch das RAM sein - natürlich nicht die Menge von 8 GB, die identisch bleibt, sondern die Tatsache, dass GDDR7- statt GDDR6-RAM zum Einsatz kommt. Der Speicherdurchsatz steigt somit von 272 auf 448 Gigabyte pro Sekunde, ein Plus von knapp 65 Prozent. Die folgende Tabelle zeigt die technischen Eckdaten der GeForce RTX 4060 und 4060 Ti sowie GeForce RTX 5060 und 5060 Ti:

Grafikkarte GeForce RTX 4060 GeForce RTX 5060 GeForce RTX 4060 Ti GeForce RTX 5060 Ti
GPU-Name AD107 GB206 AD106 GB206
Chipfläche 159 mm² 181 mm² 188 mm² 181 mm²
Fertigung 4nm TSMC 4nm TSMC 4nm TSMC 4nm TSMC
Transistoren 18,9 Mrd 21,9 Mrd 22,9 Mrd 21,9 Mrd
Streamprozessoren 24 30 34 36
FP32-ALUs (Shadereinheiten) 3072 3840 4352 4608
Raytracing-Kerne 24 30 32 36
KI-Kerne (Tensor-Kerne) 96 120 136 144
Boost-Takt (Referenz) 2670 MHz 2720 MHz 2535 MHz 2572 MHz
Video-RAM 8GB / 16GB GDDR6 8GB / 16GB GDDR7 8GB / 16GB GDDR6 8GB / 16GB GDDR7
Bandbreite RAM 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Bandbreite RAM 288 GB/s 448 GB/s 288 GB/s 448 GB/s
Total Graphics Power 115 Watt 145 Watt 160 Watt 180 Watt
Preis ab etwa 295 Euro 315 Euro 410€ (8GB) / 465€ (16GB) 380€ (8GB) / 450€ (16GB)

Leistungsanalyse

Wir haben mehrere veröffentlichte Tests - und zwar nur solche mit normalen Benchmark-Werten ohne KI-Support - analysiert und die Durchschnittsleistung der GeForce RTX 5060 ermittelt, die es aktuell ab 315 Euro im Handel gibt. Wir konzentrieren uns auf die Leistung bei Full-HD (1920x1080 Pixel) und WQHD (2560x1440 Pixel).

Dabei ergibt sich, dass die neue Grafikkarte gut 25 Prozent schneller als ihr derzeit nur 20 Euro günstigerer Vorgänger ist, was ein gutes Ergebnis darstellt. Sie kommt beinahe an die GeForce RTX 4060 Ti heran, die ab knapp 400 Euro zu haben ist.

Interessant ist der Vergleich zur Intel Arc B580: Bei Full-HD ist die RTX 5060 etwa 15 Prozent schneller, bei WQHD liegen beide gleichauf - dies zeigt gut den Effekt des RAMs, von dem die Intel-GPU 12 GB und nicht nur 8 GB zu bieten hat.

AMDs Radeon RX 7600 XT wird von der neuen GeForce RTX 5060 geschlagen, und zwar trotz der 16 GB der AMD-Grafikkarte auch bei WQHD (plus 10 Prozent). Die folgende Grafik ordnet die Leistung von Grafikkarten bis zur GeForce RTX 5060 Ti ein - die AMD Radeon RX 7900 XTX ist dabei mit einem Leistungs-Index von 100 unsere Basis, auf die wir uns beziehen:

Leistungsindex RTX 5060 Quelle: Antonio Funes Leistungsindex RTX 5060

Fazit: Scheinbar gut, aber zu wenig RAM

Das Fazit scheint auf den ersten Blick klar zu sein: Für ihren Preis bietet die neue GeForce RTX 5060 derzeit die beste Leistung im Durchschnitt. Außerdem arbeitet sie sehr effizient und verbraucht vergleichsweise wenig Strom.

Auf den zweiten Blick kommt aber das RAM ins Spiel. Hier kann es passieren, dass die neue Nvidia-GPU in manchen Spielen unter Einbrüchen leidet, und auch die Tatsache, dass Konkurrenzgrafikkarten mit 12 GB oder 16 GB Video-RAM bei WQHD im Vergleich zu Full-HD jeweils klar besser dastehen, verstärkt den Eindruck.

Wer vorhat, nur in Full-HD zu spielen, und gut 300 Euro ausgeben kann, könnte also mit der GeForce RTX 5060 durchaus glücklich werden - aber auch bei Full-HD gibt es Titel, die bei nur 8GB Video-RAM unter Ruckeln leiden können. Wir raten daher für ein Budget von um 300 Euro eher zur Intel Arc B580 mit ihren 12GB RAM (ab 280 Euro) oder aber zur AMD Radeon RX 7600 XT (ab 330 Euro), die zwar im Schnitt langsamer ist, dafür aber dank 16GB Video-RAM gegen Einbrüche gewappnet ist.

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