RTX 3060 Ti vs. 4070: Prozent-Unterschiede, Raytracing und DLSS
Special
Wir haben eine Nvidia GeForce RTX 3060 Ti in einem PC mit einem Ryzen 7 5800X3D durch eine RTX 4070 ersetzt und anhand von 10 Games getestet. Lohnt es sich?
Prozentuale Unterschiede
Um den Leistungsvorteil der GeForce RTX 4070 im Vergleich zur GeForce RTX 3060 Ti für unser Test-System aufzuzeigen, sind die relativen Unterschiede natürlich wichtiger als pure FPS-Werte. Denn ein Plus von zum Beispiel 20 FPS wäre bei einem Spiel, welches die GeForce RTX 3060 Ti mit 200 FPS darstellen kann, nur ein kleiner Bonus von 10 Prozent. Bei einem Spiel, in dem die RTX 3060 Ti nur 40 FPS liefert, sind 20 zusätzliche FPS hingegen ein Sprung von 50 Prozent.
Die prozentualen Vorteile der RTX 4070 im Vergleich zur RTX 3060 Ti habt ja bereits auf der vorigen Seite gesehen. Wir werden die Grafik hier direkt zu Beginn gleich erneut platzieren, damit ihr die Werte noch einmal vor Augen habt. Hinzu kommt dann noch eine zweite Grafik, die euch ausschließlich die prozentualen Durchschnitts-Vorteile aller 11 Spiele aufzeigen wird. Da wir, wie auf der vorigen Seite geschildert, Anno 1800 und The Last of Us Part 1 bei 4K als Ausreißer einstufen, fehlen die beiden Spiele natürlich in der Berechnung für die durchschnittlichen Vorteile der GeForce RTX 4070 bei 4K - bei 11 Testgames würden zwei Ausreißer ansonsten das Ergebnis zu sehr verzerren.
Hier nun erneut die Prozent-Vorteil-Übersicht mit allen Games, danach folgt die Übersicht mit den Durchschnittswerten aller 11 Games, die wir übersichtlich nach Full-HD, WQHD und 4K gestaffelt haben:
Quelle: AntonioFunes
Prozentvorteil im Detail
Quelle: AntonioFunes
Durchschnittlicher Vorteil
Die letzte Grafik zeigt gut, dass die GeForce RTX 4070 zusammen mit dem Ryzen 7 5800X3D im Durchschnitt 42 bis 55 Prozent mehr leistet, zumindest bezogen auf unsere Spieleauswahl. Dabei ist der Vorteil bei WQHD und 4K etwas höher als bei Full-HD.
Leistung mit Raytracing und DLSS
Mit DLSS oder auch AMDs Alternative FSR 2.0 berechnet die Grafikkarte eine deutlich geringere Auflösung und bringt somit mehr FPS - die für die Zielauflösung fehlenden Daten genieren DLSS respektive FSR 2.0 über KI. In 5 unserer Test-Games, die DLSS oder FSR 2.0 bieten, punkten die Techniken erwartungsgemäß bei hohen Details und Auflösungen.
Die Vorteile sind in unseren Tests für beide Grafikkarten ähnlich: Bei Full-HD haben wir mit den KI-Techniken in der Einstellung "ausgewogen" etwa 20 bis 23 Prozent mehr FPS. Bei WQHD sind es 40 bis 42 Prozent. In 4K sind es 69 Prozent für die RTX 4070 und 59 Prozent für die RTX 3060 Ti (alle Werte mit maximalen Details, aber ohne Raytracing):
Quelle: AntonioFunes
Leistungsplus durch DLSS
Für Raytracing haben wir uns Cyberpunk 2077 vorgenommen - die GeForce RTX 4070 schafft dort in der Einstellung Raytracing-Ultra in 4K nur noch 19 FPS (bei Full-HD und WQHD sind es 65 respektive 40 FPS) - aktiviert man DLSS, sind es gute 45 FPS.
Die RTX 3060 Ti kann in Full-HD bei Raytracing-Ultra noch gut 40 FPS bieten, bei WQHD aber nur noch 25 FPS, in 4K unter 10 FPS.
Selbst mit DLSS sind es in 4K nur 29 FPS - in WQHD und Full-HD aber sind es mit DLSS trotz Raytracing 57 sowie 84 FPS. Die folgende Grafik zeigt die Ergebnisse bei Cyberpunk 2077 mit maximalen Details sowie Ultra-Raytracing-Details ohne und mit aktiviertem DLSS, außerdem seht ihr rechts, wie viel Leistung euch Raytracing-Ultra kostet und wie viel Prozent Steigerung das Zuschalten von DLSS in dem Fall bringt (auf 4K verzichten wir, da die RTX 3060 Ti trotz DLSS nicht hinterherkommt):
Quelle: AntonioFunes
Cyberpunk 2077 - Raytrcing und DLSS
Erstes Zwischenfazit
Wir ziehen nun ein erstes Fazit unserer Aufrüstaktion: Die GeForce RTX 4070 sorgt durchaus für einen ordentlichen Schub von etwa 50 Prozent im Vergleich zur GeForce RTX 3060 Ti und ermöglicht 4K-Gaming.
Ob einem dies aber ab etwa 600 Euro wert ist (oder beim Griff zur gleichstarken, aber stromfressenden AMD Radeon RX 6800 XT ab 550 Euro), muss jeder für sich entscheiden. Durch den Verkauf der alten Grafikkarte wird die ganze Aktion derzeit etwa 200 bis 250 Euro günstiger. Ein Schlussfazit werden wir in unserem nächsten Special ziehen, in dem wir auf den CPU-Wechsel eingehen werden.
