Grafikkarten-Kaufberatung: Raytracing und DLSS, aktuelle Grafikkarten-Empfehlungen
Special
In unserem Special geht es um einige allgemeine Grafikkartenthemen sowie die Leistung und Preis-Leistung aktueller AMD- und Nvidia-Grafikkarten (30.8.2024).
Raytracing und DLSS
Vor dem Preis-Leitungs-Vergleich zwischen AMD und Nvidia gehen wir auf Raytracing, DLSS und FSR ein. Immer mehr Spiele bieten Raytracing-Effekte, die Licht, Schatten und Reflexionen physikalisch korrekt berechnen, aber viel Leistung fressen. Je nach Game wird aber nur einer der drei Aspekte erfasst, und in nicht wenigen Fällen sieht die Grafik mit Raytracing anders, aber nicht zwingend besser aus.
Trotzdem gilt, dass Nvidia RTX-Grafikkarten deutlich weniger stark bei aktiviertem Raytracing einbrechen als die AMD Radeon-Modelle. Sind letztere ohne Raytracing gleich schnell oder auch ein Stück weit schneller als ihre Nvidia-Konkurrenz, landen sie bei aktiviertem Raytracing klar hinter ihren Nvidia-Duellanten.
Raytracing-Fans könnten also eher zu Nvidia tendieren, selbst wenn die entsprechenden Grafikkarten zuerst eher als Verlierer dastehen. Allerdings gibt es mit AMDs FSR einen kleinen Gamechanger. FSR ist, genau wie Nvidias DLSS, eine Upscaling-Technik auf Basis von KI-Algorithmen. Sowohl DLSS als auch FSR müssen vom Spieleentwickler ins Spiel eingebaut werden.
Die Grafikkarte rechnet mit DLSS oder FSR in einer geringeren Auflösung als der, die der Monitor anzeigen soll, und bringt daher deutlich mehr FPS zustande. Die fehlenden Bildinformationen erledigen die KI-Berechnungen, die so wenig Rechenpower benötigen, dass der nutzbare FPS-Wert deutlich höher ist als bei einer Berechnung der Zielauflösung durch den PC ohne KI-Support. Dank FSR können AMD-Grafikkarten beim Raytracing den Rückstand zu Nvidia weitestgehend aufholen.
Aktuelle Preis-Leistungs-Lage mit AMD und Nvidia-Grafikkarten
Ein kurzes Wort zu Intel-Grafikkarten: Die Intel ARC 580 kann, wenn ihr sie für maximal 180 bis 190 Euro findet, einer Alternative zur ein klein wenig schnelleren AMD Radeon RX 6600 sein. Es gibt aber derzeit nur jeweils ein ARC 580-Modell von ASRock und Sparkle im Handel. Die ARC 750 und 770 sind zwar etwas schneller, aber für ihre Leistung zu teuer.
Für den Vergleich zwischen AMD und Nvidia haben wir nicht alle Modellreihen von der AMD Radeon RX 6600 bis zur Nvidia GeForce RTX 4090 in eine Grafik aufgenommen. Wir filtern vielmehr neben der fernab von Gut und Böse stehenden RTX 4090 auch noch die Reihen heraus, die in ihrer Preisklasse schwach dastehen - somit ergibt sich folgende Übersicht mit 14 Grafikkartenreihen mit AMD-Modellen in Rot und Nvidia-Boliden in Grün:
Quelle: Antonio Funes
Preis-Leistung Grafikkarten 30-8-2024
Unsere Grafikkartenempfehlungen
Anhand der Preis-Leistungs-Grafik könnt ihr eure Favoriten unter den Grafikkartenreihen natürlich selbst heraussuchen. Unsere Einschätzung ist aber - und der Einfachheit halber verzichten wir ab hier jeweils auf das "AMD Radeon" und "Nvidia GeForce" - dass die RX 6600 für Budget-PCs noch in Ordnung ist, sofern ihr nicht mehr als 220 bis 240 Euro ausgeben könnt.
Bis 400 Euro empfehlen wir entweder nur eine RX 7600 oder RTX 4060 unter 300 Euro, oder aber ihr spart noch ein wenig und geht direkt auf eine RX 7700 XT für 410 Euro. Von 500 bis 600 Euro stehen die RX 7800 XT und RTX 4070 Super sehr gut da. Die RTX 4070 und RX 7900 GRE sind aber in Lauerstellung. Über 600 Euro sind eigentlich nur noch die RX 7900 XT und RX 7900 XTX zu empfehlen. Wer unbedingt auf Nvidia setzen will, nimmt stattdessen eine RTX 4070 Ti Super oder RTX 4080 Super.
Die normalen Varianten dieser beiden Nvidia-Reihen sind bis auf Sonderangebote nicht mehr attraktiv und laufen aus. Durch unsere Einordnung bei Preis und Leistung könnt ihr euch nun eine passende Grafikkarte heraussuchen.
Beachtet, dass sich unsere Preise auf die eher günstigeren Varianten jeder Grafikkartenreihe beziehen. Immer dienstags und freitags bieten wir übrigens jeweils eine News mit guten Grafikkartenangeboten unserer Partner-Shops, seit einigen Wochen mit mehr als 80 Links von etwa 200 bis 1050 Euro - durch einen Klick auf den Namen unseres Autors oben im Artikel findet ihr die neueste Angebots-News am einfachsten.
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