Bling, Rechenknecht, Blingelingeling: Kolumne zu LEDs bei Gamingprodukten
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LEDs sind seit ein paar Jahren in unserem Alltag immer mehr vertreten. Für Gamer gibt es vor allem im PC-Bereich besonders viele Produkte mit LEDs, gerne auch mir RGB-LEDs, bei denen man die Farben frei wählen kann. In unserer Kolumne beschreiben und bewerten wir diese Entwicklung.
LEDs in PCs: Hop oder Top?
Seit einigen Jahren gibt es bei Hardware- und Zubehör-Produkten, die mit dem Label "Gaming" beworben werden, praktisch (fast) nichts mehr, was ohne LEDs auskommt. Wie es zu diesem Trend kam und was ich persönlich davon halte, schildere ich in dieser Kolumne. Denn eines ist klar: nicht jeder kann damit etwas anfangen, wenn der PC optisch stark hervorgehoben wird.
In diesem Artikel
Der Trend zu LEDs
Vor allem bei Produkten, die sich an Gamer richten, sind LEDs kaum mehr wegzudenken. Selbst Mauspads gibt es inzwischen mit LED-Beleuchtung.
Quelle: Phantek (Pressemitteilung)
Einen RGB-Lüfter kann man mit den passenden MItteln vielseitig ansteuern - hier ein SKD-D-Fan von Phantek.
Die Idee dahinter: Wer sich als "Gamer" sieht, der soll seinen PC optisch von einem Office-PC abgrenzen können, und wo früher beim Gehäuse oder auch bei Grafikkarten eine aggressive oder futuristische Optik das einzige Mittel der Wahl war, sind es nun mehr und mehr LEDs. Die große Verbreitung von Produkten mit LEDs hat zwei Ursachen. Zum einen werden solche Dinge, seit die Hersteller sie anbieten, vor allem von Gamern gut angenommen. Es gibt also eine mehr als ausreichend große Nachfrage für LED-Produkte aus dem Gaming-Bereich, sodass ein Massenmarkt entstanden ist. Dazu gehören vor allem Grafikkarten, Mainboards, Tastaturen, Mäuse und Lüfter respektive CPU-Kühler mit beigefügtem LED-Lüfter. Durch die Nachfrage lohnt es sich, LEDs in die Produkte einzubauen, und zwar selbst dann, wenn der Käufer dieses Feature später gar nicht nutzt. Hier kommt die zweite Ursache ins Spiel: Die Herstellung und Einbindung von lichtstarken LEDs, die mehr als nur ein Status-Licht abstrahlen, ist enorm günstig geworden. Produkte mit LEDs sind vom Nischen-Dasein schon längst in den Massenmarkt gerückt. Es macht daher überhaupt keinen Sinn, ein ansonsten identisches Produkt in zwei Varianten (mit oder ohne LEDs) anzubieten, da der Preisunterschied bei der Herstellung gering ist - zwei Produkte parallel zu vermarkten hingegen ist teuer, auch da man schwerer abschätzen kann, wie viele der Käufer die LED-Version mit einem möglichen kleinen Aufpreis bevorzugen.
Quelle: Roccat
Mäuse gehörten zu den ersten Produkten mit LED-Spielereien - hier im Bild eine aktuelle Maus, die Roccat Kain, bei der das Logo und der Bereich unter dem Mausrad LED-beleuchtet werden kann.
Zum Verständnis: LEDs sind - sehr vereinfacht gesagt - kleine Glühlampen, die im Vergleich zu klassischen Glühlampen enorm wenig Strom verbrauchen. Um ein größeres Licht zu erzeugen, zum Beispiel bei Deckenlampen, nutzt man dabei nicht eine große, sondern viele kleine LEDs. Neben einfarbigen LEDs gibt es auch LEDs, bei denen man durch eine Mischung aus unterschiedlich stark leuchtendem rotem, grünen und blauen Licht 16,8 Millionen verschiedene Farben erzeugen kann - wegen der drei Farben spricht man auch von RGB. Entsprechende LEDs heißen daher auch RGB-LEDs. Die Lichtfarben bei Produkten mit solchen RGB-LEDs lassen sich meistens vom Nutzer anpassen. Er kann über eine Fernbedienung oder - sofern sein Mainboard kompatibel ist - über ein Tool die Farbtöne und Helligkeitsstufen wählen. Auch Effekte sind möglich - zum Beispiel ein pulsierendes Licht in einer Wunschfarbe, oder auch ein stetiger Farbwechsel zwischen zwei oder auch mehreren Farbenl. Es ist sogar möglich, eine Art Farb-Wellenbewegung zu erzeugen, die im PC beginnt und über Maus und Tastatur wandert, und wem es etwas bringt, der kann auch einige Games mit der LED-Ansteuerung koppeln und Beispielsweise bei sinkender Lebensenergie des Charakters die LEDs in rot anstatt in grün leuchten lassen.
