Gaming-CPUs: Core Ultra, Kerne und Taktwerte

Special Antonio Funes
Gaming-CPUs: Core Ultra, Kerne und Taktwerte
Quelle: AMD

In unserem Special bieten wir euch Basiswissen zu CPUs rund um Sockel, Chipsätze, Kerne und mehr. Außerdem gibt es von uns CPU-Kaufempfehlungen ab 80 Euro.

Core Ultra und Sockel 1851 - für Spieler weiterhin uninteressant

Manch ein Intel-Fan hatte natürlich gehofft, dass der im Oktober 2024 veröffentlichte Sockel 1851 mit den Core Ultra-CPUs ein gutes Stück an Leistungspotenzial auf die bereits verfügbaren Sockel 1700-CPUs der Serien Core 12000, 13000 und 14000 aufschlagen könnte. Doch dies trat nicht ein - auch in puncto Preis-Leistungs ist der neue Sockel für Spieler trotz Nachbesserungsversuchen per Updates bisher kein guter Wurf. Ein zusätzlicher Grund für die Unattraktivität sind zudem die Mainboardpreise von nicht unter 125 Euro - für die Sockel AM4, AM5 und 1700 gibt es unter 100 Euro genügend Auswahl.

Für Spieler sind daher derzeit nur eben diese drei Sockel zu empfehlen. Auch Server-CPUs von AMD (Epyc-CPUs) und Intel (Xeon-Prozessoren) sind nur für spezielle Anwendungen, aber nicht für Spiele und den normalen Alltag interessant, zumal die meisten dieser CPUs auch noch einen speziellen Sockel haben, für den es nur sehr teure Mainboards gibt.

Kerne und Threads

CPUs bestehen aus mehreren Kernen, die jeweils separat verschiedene Aufgaben, auch Threads genannt erfüllen können. Je nach Architektur kann ein Kern auch zwei Threads bearbeiten - man spricht dabei von simultaneous Multithreading, kurz SMT. Aus einer Achtkern-CPU wird damit quasi eine 16-Kern-CPU. AMDs Ryzen-CPUs bieten bis auf ganz wenige Ausnahmen immer SMT. Intel setzt seit den 13000er-CPUs für den Sockel 1700, zumindest ab dem Core i5-13400 respektive Core i5-14000, auf zwei verschiedene Kern-Arten: p-Cores und e-Cores. Das p steht für Performance, das e für Efficiency. p-Cores haben dabei den höheren Takt, die e-Cores kommen nur bei Bedarf hinzu und takten niedriger.

Beim Sockel 1700 haben die p-Cores zudem SMT, die e-Cores hingegen nicht. Dies führt dazu, dass eine CPU wie der Core i5-14400F beispielweise 10 Kerne hat, aber nicht 10 und auch nicht 20, sondern 16 Threads verwalten kann. Denn er hat sechs p-Cores mit SMT, also 12 Threads, sowie vier e-Cores ohne SMT, so dass die Threadsumme 16 entsteht. Beim neueren Sockel 1851 verzichtet Intel komplett auf SMT. Für einen Spiele-PC reichen 12 Threads aus. Mit 16 Threads oder mehr geht ihr auf Nummer Sicher und habt auch Freiraum, falls ihr neben dem Gaming noch nebenbei andere Anwendungen offen habt.

Ryzen 9000 Quelle: AMD Ein AMD Ryzen 9000 mit X3D-Technik ohne Hülle

Taktwerte

Jeder Kern hat bei Prozessoren einen Standard- und einen Boosttakt. Allerdings bedeutet mehr Takt nicht automatisch mehr Leistung - ein Prozessor kann mit einer besseren Architektur schneller als eine andere sein, obwohl der Takt geringer ausfällt. Man sollte daher CPUs nicht anhand ihres Taktes miteinander vergleichen, außer es handelt sich um CPUs mit dem gleichen Sockel und aus der gleichen Generation. Aber selbst dann kann es sein, dass eine 8-Kern-CPU schneller als eine 6-Kern-CPU arbeitet, obwohl letztere den höheren Takt bietet. Insofern vertraut am besten auf unabhängige Test. Prozessoren könnt ihr zum Teil auch übertakten, also die Taktwerte höher als von AMD oder Intel vorgesehen einstellen. Wenn ihr den Prozessor übertakten wollt, könnt ihr dies bei vielen Ryzen-Modellen sowie allen Intel-K-CPUs tun - Beispiele für K-CPUs sind der Core i7-14700K oder Core i5-13600KF.

Intel-CPUs mit einem F- oder KF-Suffix haben übrigens keine IGP (interne Grafikeinheit) - da diese meist etwas günstiger sind und ihr ja für Gaming eine Grafikkarte nutzt, sind F- und KF-CPUs für Gamer attraktiv. Wichtig ist bei Intel zudem, dass das Mainboard einen Z-Chipsatz wie zum Beispiel Z690 haben muss, damit ihr sinnvoll übertakten könnt. Bei AMD muss es kein spezieller Chipsatz sein, aber ein etwas teureres Mainboard ab 150-160 Euro ist in der Regel besser geeignet als ein 80-100 Euro-Modell - auch für Intel-CPUs gilt innerhalb der Z-Mainboard-Modelle, dass teurere Varianten in der Regel mehr Übertakter-Optionen bieten.

  1. Seite 1 Gaming-CPUs: Sockel und Chipsätze
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  3. Seite 3 Gaming-CPUs: AMD X3D-CPUs und Kaufberatung
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