In unserem Special erfahrt ihr , was es an Möglichkeiten für Surround-Sound am PC gibt - dazu gibt es auch einige PC-Surround-Boxensets als Kauftipps. Außerdem zeigen wir euch, für welche Spiele sich Rundum-Sound überhaupt lohnt und welche es gut umsetzen.
Möglichkeit 3: AV-Surround-Receiver
AV-Surround-Receiver, die wir ab jetzt mit AVR abkürzen wollen, sind Verstärker mit meist sechs (5.1) bis acht (7.1) Kanälen für Surroundsound, für die ihr (für 5.1-Sound) fünf separate passive Boxen und einen geeigneten aktiven Subwoofer kaufen müsst. Die Vorteile eines AVRs neben dem meist guten Klang: es gibt bei den Lautsprechern eine riesige Auswahl, weiterhin bietet ein AVR etliche Anschlussmöglichkeiten: moderne Modelle ab etwa 200-250 Euro bieten meist mindestens drei HDMI-Eingänge, zwei digitale (Sound optisch und koaxial) und drei analoge Eingänge (zum Beispiel für einen CD-Player oder einen MP3-Player, den man über dessen Kopfhöreranschluss mit einem Adapterkabel am AVR anschließt).
Über den HDMI-Ausgang des AVRs kann man wiederum auf einem LCD-TV oder Monitor tiefergehendere Einstellungsoptionen des AVRs bedienen. Natürlich kann man auch zum Beispiel den PC, eine Spielekonsole und einen Bluray-Player jeweils per HDMI-Kabel an den AVR anschließen, welcher dann den Surroundton über seine Lautsprecher ausgibt und das Bild wiederum über seinen HDMI-Ausgang an den LCD-TV oder Monitor weitergeben kann. Wer will, kann auch nur den Ton digital zu einem AVR senden, egal ob PC, Konsole, MediaPlayer oder TV-Receiver: wichtig ist nur ein passender digitaler Soundausgang.
Quelle: Onkyo
Onkyo TX-NR509
Doch das Ganze ist - wenn man das Preisgefüge typischer PC-Boxensysteme gewohnt ist - nicht gerade billig: einen empfehlenswerten Einstieg für AVR, fünf Boxen und Subwoofer findet ihr ab etwa 600, mit einem Einsteiger-Komplettset auch ab etwa 500 Euro - näheres dazu später. Dafür behält man ein Surround-System mit einem AVR und passenden Boxen über viele Jahre, vor allem halbwegs brauchbare passive Lautsprecher sind zeitlos und können bei normaler Handhabung über Jahrzehnte genutzt werden. Speziell für den PC gilt: der Anschluss in Surround auf analogem Wege, also mit drei Kabeln von der Soundkarte zum AVR, ist so gut wie nie möglich, da bei moderneren AVR-Modellen auf diese Anschlussart verzichtet wird. Dies ist aber nicht schlimm, denn da moderne Grafikkarten (AMD seit der Radeon 3000er-Serie, Nvidia seit der GeForce 400er-Serie) inzwischen einen eigenen Audiochip haben, kann der Sound per HDMI zum AVR übertragen werden, und zwar auch bei Spielen in Surround. Ihr könnt den Sound aber natürlich auch per Soundkarte digital übertragen. HDMI ist also keine Pflicht. Allerdings ist dann - wie oben auch für digitale Boxenset erwähnt - Dolby Digital Live oder DTS-Connect als Feature der Soundkarte nötig.
Vorteile: sehr flexibel; viele Anschlussmöglichkeiten; bei Bedarf auch sehr hohe Leistung für große Räume möglich
Nachteile: für viele Normaluser recht hoher Einstiegspreis; PC nicht analog in Surround nutzbar; Platzbedarf
In diesem Artikel
- Seite 1 Surroundsound am PC: Einleitung und Möglichkeit 1: Kopfhörer
- Seite 2 Surroundsound am PC: Möglichkeit 2a und 2b: aktive analoge und digitale PC-Boxensets
- Seite 3 Surroundsound am PC: Möglichkeit 3: AV-Surround-Receiver
- Seite 4 Surroundsound am PC: Möglichkeit 4: Heimkinosysteme
- Seite 5 Surroundsound am PC: allgemeine Kauftipps
- Seite 6 Surroundsound am PC: Empfehlenswerte PC-Surroundboxensets
- Seite 7 Bildergalerie
Bildergalerie
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