IP-Adressen, Zugangsdaten, Portfreigabe... hier findet ihr Tipps zur Einrichtung und Funktion von Routern sowie eine Marktübersicht. Egal, ob ihr Online spielen oder einfach nur surfen und Videos anschauen wollt, unsere Tipps helfen euch, den Internetzugang reibungslos einzurichten.
Ports öffnen und IP-Adressen
Ein Port ist nichts anderes als eine "Türe", nämlich eine Türe des Routers ins Internet. Bestimtme Ports sind immer offen, so dass zum Beispiel euer Internetbrowser online gehen kann. Allerdings sind viele dieser Ports standardmäßig geschlossen – manche Spiele benötigen aber genau manche der geschlossenen Ports, um Daten austauschen zu können. Bleiben diese Ports zu, so können Nachteile beim Spielen im Multiplayermodus die Folge sein, im Einzelfall funktioniert der Multiplayermodus eines Spieles eventuell überhaupt nicht. Die Port-Verwaltung ist von Router zu Router – wie so vieles – unterschiedlich. Generell findet ihr aber in Internetforen oder auch Support-Seiten des Spieleherstellers Informationen, welche Port-Adressen geöffnet werden sollen. Gerade dank Portalen wie YouTube gibt es teilweise sogar Tutorial-Videos, die das Öffnen der passenden Ports für ein bestimmtes Routermodell oder zumindest das typische Vorgehen bei Routern eines bestimmten Herstellers zeigen.
Ein Beispiel ist Call of Duty Black OPs 2: hier kann man zwar auch ohne Routerfreigaben spielen, hat dann jedoch häufig beim so genannten "Nat-Typ" ein "strikt", was zu Spielen mit schlechter Verbindung führen kann. Hier gilt es dann "Nat"-Regeln festzulegen – im passenden Menü erstellt man dann eine neue "Regel", in der man die nötigen Werte eingibt. Für unser Beispiel: als TCP-Wert 3074, für UPD 3074 und 3078. Je nach Router sind diese Dinge gemeinsam oder getrennt einzustellen. Vorsicht: teilweise gilt eine solche Regel nicht für alle Geräte aus dem Netzwerk, sondern nur für ein Gerät mit einer ganz bestimmten IP-Adresse. Euer PC muss dann also, wenn ihr die durch die neue Regel geöffneten Ports nutzen wollt, genau diese IP-Adresse haben.
Doch was ist diese IP-Adresse? Dies ist eine Art Hausnummer, an der alle im Netzwerk vorhandenen Geräte erkannt werden. In der
Quelle: AVM
Die FRITZBox-Modelle von AVM sind wegen ihrer vielen Menü-Optionen beliebt
Regel nummeriert ein Router die Geräte in einem Netzwerk durch, und zwar je nach dem, wann sie sich ins Netzwerk einloggen. Zum Beispiel bekommt das erste im Netzwerk registrierte Gerät bei einigen Routern die IP-Adresse 192.168.1.100, das nächste erhält als letzte Ziffer die 101, das dritte die 102 und so weiter. Wer will, kann seinen Geräten auch feste IP-Adressen geben. Dies ist für den eben genannten Fall der Port-Freigaben hilfreich, in dem eine Port-Freigabe nicht für alle Geräte aus dem Netzwerk gilt. Diese Netzwerk-IP-Adressen sollte man allerdings nicht mit den IP-Adressen für das Internet verwechseln. Aus Sicht des Internets hat euer PC eine ganz andere IP-Adresse, beziehungsweise genauer gesagt: euer Router ist mit dieser IP-Adresse im Internet zu finden. Diese Adresse wird dem Router in der Regel vom Provider immer wieder neu zugeteilt, wenn sich euer Router nach einer Pause wieder ins Internet einloggt. Für den Provider seid ihr dadurch dann natürlich auch zu identifizieren: wenn der "Computer" mit der IP-Adresse XY auf eine Internetseite zugreift, könnte der Provider rein technisch sehen, dass dies mit eurem Anschluss, also eurem Router geschah. Diese Adressen sind aber nötig, damit die von euch aufgerufenen Daten wie zum Beispiel der Inhalt einer Website auch zu euch zugestellt werden kann – genau wie für die Zustellung von Post ja ebenfalls eure Adresse bekannt sein muss.
In diesem Artikel
- Seite 1 Router: was macht ein Router?
- Seite 2 Router: mit Zugangsdaten Internet einrichten
- Seite 3 Router: WLAN einrichten, Firmware updaten und weitere Router-Funktionen
- Seite 4 Router: Portfreigaben erteilen und IP-Adressen
- Seite 5 Router: Marktübersicht WLAN-Router mit Modem
- Seite 6 Bildergalerie
