PC reinigen: Katzenwäsche und Tipps für die Zukunft

Special Antonio Funes
PC reinigen: Katzenwäsche und Tipps für die Zukunft
Quelle: Antonio Funes

Da die Zeit für den Frühjahrsputz in vielen Haushalten so langsam aufkommt, wollen wir uns speziell um das Saubermachen eurer PCs kümmern und erklären euch, wie und womit ihr eure Hardware am besten säubert. Auch wer keine besonders intensive Reinigung im Sinn hat, wird einige Tipps von uns bekommen, wie man den gröbsten Staub loswird.

Variante: Katzenwäsche

Nicht immer muss es sein, dass man den PC intensiv bis ins letzte Teil reinigt. Denn nicht jeder hat die Muße, einzelne Komponenten aus dem PC auszubauen, nur um eine besonders gründliche Reinigung durchzuführen. Manch einer traut sich vielleicht auch einfach nur nicht, einzelne Teile aus- und wieder einzubauen. Und wieder andere führen zwar gerne auch in bestimmten Abständen eine besonders gründliche Reinigung durch, wollen aber den PC aber auch ab und an zwischenreinigen. Für diese Fälle wollen wir ein paar Tipps geben, die man durchführen kann, um den PC ohne einen Ausbau von Komponenten zu reinigen.

Um ein Öffnen der Gehäuseseite kommt man dabei freilich nicht herum. Durch die geöffnete Seite hindurch werdet ihr schnell sehen, an welche Stellen ihr gut herankommt und wo ein wenig Sauberkeit guttun könnte - im Grunde genommen gilt natürlich das Gleiche wie schon zuvor gesagt.

Verstaubte Kühlrippen eines CPU-Kühlers Quelle: Antonio Funes Verstaubte Kühlrippen eines CPU-Kühlers Da ihr die Bauteile aber im PC lasst, fangt mit dem Saubermachen des Innenraums am besten eher oben an, denn macht ihr es umgekehrt, dann könnte Staub von oben in den bereits gereinigten untern Bereich gelangen. Für Neulinge: Sofern ihr kein exotisches Gehäuse habt, ist im oberen Bereich eher links der CPU-Kühler, relativ mittig kommt die Grafikkarte, und unten links ist das Netzteil. Rechts sind die Käfige für Festplatten und SSDs - die Streben können je nach Gehäuse von der Decke bis zum Boden reichen. Wer will, der kann analog zu unseren vorigen Tipps ebenfalls zuerst mit einem passenden Staubsaugeraufsatz (weiche Bürste) vorsichtig die Bauteile grob entstauben, an die man gut herankommt.

Danach schaut ihr euch zuerst die Decke des Gehäuses an - oftmals kann man dort Lüfter montieren, so dass viele Löcher in der Decke sind. Mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier könnt ihr den Staub aufnehmen, der sich dort gesammelt hat. Achtet darauf, ob dort vielleicht auch ein Staubfilter angebracht ist, den man abnehmen und reinigen kann. Falls oben Lüfter montiert sind, dann reinigt ihr natürlich die Lüfter, vor allem deren Lüfterblätter wie schon oben beschrieben. Mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier geht es nun auch weiter - reinigt von oben nach unten alle frei zugänglichen Stellen und beachtet dabei die Hinweise, die wir schon ganz zu Anfang nannte, was freiliegende Platinen-Bauteile angeht. Den Boden des Gehäuses könnt ihr am Ende noch feucht abwischen, ebenso das Netzteil-Gehäuse. Genau wie im Deckenbereich, können auch hinten, vorne und am Boden Stellen sein, in denen Lüftungslöcher, Lüfter oder Staubfilter vorhanden sind. Diese reinigt ihr genau wie den Deckenbereich.

Tipps für die Zukunft

Nun, da euer PC mehr oder weniger sauber und staubfrei ist, könnt ihr euch noch Gedanken darüber machen, wie ihr in der Zukunft den PC leichter sauber halten könnt.

Moderne Gehäuse haben meist Staubfilter. Das Corsair iCue 465X zum Beispiel hat unten einen zum Herausschieben und oben eine magnetische Filter-Matte. Quelle: PC Games Hardware Moderne Gehäuse haben meist Staubfilter. Das Corsair iCue 465X zum Beispiel hat unten einen zum Herausschieben und oben eine magnetische Filter-Matte. Zum einen könnt ihr nachträglich Staubfilter einbauen oder euch auch welche basteln beziehungsweise Standard-Filter neben- und untereinander platzieren, um den PC gegen Staub etwas dichter zu machen. Zum Beispiel könntet ihr ein solches Set aus 10 Filtern, die genau vor einen 120mm-Millimeter passen, nutzen, um nicht nur die vorhandenen 120mm-Lüfter zu bestücken, sondern sie auch an Stellen des Gehäuses zu fixieren, an denen es Lüftungslöcher, aber keinen Lüfter gibt. In der Summe wird dadurch zwar die Luftzufuhr ein wenig erschwert, aber sofern ihr keine sehr schwachen sowie auch genügend Lüfter habt, ist dies kein Problem. Auch mit 140mm-Seitenmaß oder anderen Maßen gibt es solche Sets. Zur Not kann man sich auch mit einem Material, das eigentlich als Fliegengitter gedacht ist, passende Filter zurechtschneiden. Ein anderer Tipp ist der Standort des PCs. Je näher am Boden er steht, desto eher kann natürlich vom Boden aufgewirbelter Staub ins Gehäuse gelangen. Auch wenn der PC an einer Stelle im Raum steht, an dem relativ oft Luft durchzieht, kann es staubiger enden. Nahe an Fenstern wiederum ist die Gefahr von Pollen oder in Städten auch Feinstaub und anderen Partikeln höher. Natürlich kann auch der Kauf eines neuen Gehäuses irgendwann mal eine gute Idee sein. Moderne Gehäuse sind auch in Sachen Staubschutz oftmals gut ausgestattet.

  1. Seite 1 PC reinigen: Hilfsmittel und Vorbereitung, Vorsicht bei Lüftern
  2. Seite 2 PC reinigen: Gehäuse, Lüfter und Kühler
  3. Seite 3 PC reinigen: Grafikkarte und Weiteres
  4. Seite 4 PC reinigen: Katzenwäsche und Tipps für die Zukunft
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