Wir haben die Leistung der neuen Nvidia GeForce RTX 5080 analysiert und bewerten das Preis-Leistungs-Verhältnis der 1169-Euro-Grafikkarte.
DLSS und Strombedarf
Mit Nvidia DLSS berechnet die Grafikkarte das Bild in einer geringeren Auflösung. KI sorgt dann dafür, dass das Bild auf die Ziel-Auflösung hochgerechnet wird. Da die KI nur wenig Leistung benötigt, hat man am Ende mit DLSS deutlich mehr FPS als ohne DLSS. Die neuen Blackwell-GPUs unterstützen dabei DLSS4, das zusätzlich MFG (Multi Frame Generation) bietet.
Dabei werden weitere Zwischenbilder per DLSS statt über die GPU berechnet, was zu insgesamt noch mehr FPS führt. Ohne MFG sind die Vorteile von DLSS4 ähnlich denen von DLSS3. Da AMDs FSR3 wiederum nahe an DLSS3 herankommt, ist DLSS kein klarer Pluspunkt für eine Nvidia RTX-Grafikkarte.
Bald wird außerdem AMDs FSR4 starten, wobei erstmals echte KI-Unterstützung mit im Boot sein wird, sodass die Unterschiede zu DLSS mutmaßlich weiter schrumpfen. Mit FSR kann AMD, wie schon zuvor gesagt, die krassen Leistungseinbrüche bei Raytracing-Effekten zudem ein Stück weit ausgleichen.
Sowohl FSR als auch DLSS müssen allerdings vom Spiel auch angeboten werden, und am Ende hat DLSS vor allem in der Version 4 die Nase noch ein wenig vorn.
Was den Strombedarf der neuen Nvidia GeForce RTX 5080 angeht, so zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der RTX 5090: Durch das Plus an Bauteilen im Chiplet und die nicht vorhandene Effizienzsteigerung durch Blackwell steigt der Strombedarf etwas an. Die GeForce RTX 4080 Super benötigt im Schnitt etwa 270 Watt beim Spielen, die GeForce RTX 5080 hingegen eher 290 Watt.
Leistungsplus und Mehrbedarf halten sich beim Vergleich der RTX 4080 Super und RTX 5080 in etwa die Waage. Bei Spitzenlast können es auch mal 340 Watt sein, sodass je nach verwendeter CPU ein Markennetzteil ab 600 Watt ratsam ist. Custom-Modelle der Partnerhersteller, vor allem wenn sie ab Werk einen höheren Takt als den Referenztakt bieten, können auch 20 bis 30 Watt mehr verbrauchen.
Preis-Leistung und Fazit
Die Preis-Leistungs-Analyse fällt heute kurz aus - schließlich ist die Nvidia GeForce RTX 5080 ja derzeit vergriffen. Setzen wir aber die Preisempfehlung von 1169 Euro an - und zu diesem Preis listen einige Shops auch die günstigsten Modelle, nur eben derzeit nicht lieferbar - dann ergibt sich folgender Vergleich, wobei kleinere PL-Werte (Preis-Leistungs-Werte) besser sind, da die Werte aus dem Quotienten von Preis und Leistungs-Wert entstehen und es somit eine Art "Euro pro FPS"-Wert ist:
Quelle: Antonio Funes
Preis-Leistung RTX 5080
Die Nvidia GeForce RTX 4090 haben wir nicht in die Grafik aufgenommen, da sie nicht mehr produziert wird und nur über Marktplätze für schlappe 2850 Euro oder mehr zu haben ist. Beachtet auch, dass die x-Achse erst bei 60 startet, sodass die Relationen ein wenig überbetont werden.
Eines wird deutlich: Die neue GeForce RTX 5080 ist nicht gerade günstig, ist aber im Vergleich zur GeForce RTX 4080 Super (und auch zur noch teureren RTX 4080) die eindeutig viel bessere Wahl.
Zumindest wenn sich denn die Preise bei der Preisempfehlung von Nvidia in Höhe von 1169 Euro einpendeln, sobald sie wieder verfügbar ist. AMDs Radeon RX 7900 XTX steht aber beim PL-Wert noch besser da - nur wer wirklich sehr viel Wert auf eine starke, native Raytracing-Leistung legt, kann zur zweitstärksten Blackwell-GPU greifen.
Für preisbewusste Gamer ist wiederum die AMD Radeon RX 7900 XT derzeit die beste Wahl im oberen Leistungsbereich. Allerdings raten wir euch, wenn der Grafikkartenkauf bei euch nicht dringend ist, noch auf die neue AMD Radeon RX 9070 und 9070 XT zu warten, die vermutlich im März auf den Markt kommen. Es wäre denkbar, dass zumindest die XT-Variante an die RTX 5080 herankommt. Für Nvidia-Fans mit etwas kleinerem Geldbeutel werden zudem noch die Nvidia GeForce RTX 5070 und RTX 5070 Ti im Februar erwartet.
