Multiplayer-Gaming: Cloudgaming

Special Antonio Funes
Multiplayer-Gaming: Cloudgaming
Quelle: PC Games Hardware

Wir erklären, was der Ping bei Multiplayer- und Cloudgaming bedeutet und wie man ihn verbessern kann. Zudem nennen wir einige Beispiele für Cloudgaming.

Cloudgaming

Google Stadia ist ein Beispiel für ein gescheitertes Cloudgaming-Projekt - nach dem Start im Jahr 2019 kam es nie richtig in Schwung und wurde Anfang 2023 eingestellt. Ein Grund dafür war vermutlich auch das für viele Nutzer unklare und uneindeutige Konzept, was die Rechte an Spielen angeht. Dabei kann Cloudgaming durchaus eine gute Sache sein und einige Vorteile bieten. Der wichtigste Vorteil ist dabei, dass ihr kein leistungsfähiges Endgerät benötigt. Die Grafik wird von Computern des Cloudgaming-Anbieters berechnet, ihr sendet lediglich Befehle zum Server und empfangt Bild und Ton.

Gesteuert wird das Spiel wie gewohnt, also am PC per Maus und Tastatur oder Controller, bei einer Spielekonsole mit ihrem jeweiligen Controller, und bei Smart TVs zum Beispiel per Bluetooth-Controller. Die Steuerung und Übertragung des Spiels sowie der Log-In erfolgen per App. Welche Games ihr spielen könnt, hängt wiederum vom Anbieter ab. Es gibt zwei denkbare Extreme: Entweder ihr mietet quasi einfach nur einen über Internet steuerbaren PC inklusive Windows, und was ihr auf diesem PC installiert, bleibt euch überlassen. Dieses Konzept bedient zum Beispiel Shadow PC. Oder aber ihr bezahlt dafür, eine Auswahl von Spielen per Cloud spielen zu können, wobei die Spieleauswahl komplett vom Anbieter abhängt. Vorteil: Die Spiele sind schon auf den Servern vorinstalliert.

Ein Zwischending aus beidem ist Nvidia GeForce Now. Hier "mietet" ihr mit einem Abo Hardwarepower für Cloudgaming sowie eine gewisse Anzahl an Stunden pro Spielesitzung bei Nvidia. Die Spiele müsst ihr (bis auf einige FreeToPlay-Titel) kaufen - allerdings nicht als reine Cloudversion und nicht bei Nvidia. Vielmehr arbeitet Nvidia mit vielen Publishern sowie Plattformen wie Steam, Epic und Ubisoft Connect zusammen und hat ein Portfolio an Spielen, die auf den Nvidia-Servern vorinstalliert sind. Euren Nvidia GeForce Now-Account könnt ihr dann mit beispielsweise Steam verknüpfen und alle Spiele via Cloud spielen, die gleichzeitig in eurer Steam-Bibliothek und im GeForce Now-Portfolio vorhanden sind. Inzwischen sind bereits über 1500 Games mit dabei, auch zahlreiche Blockbuster wie zum Beispiel auch Cyberpunk 2077 inklusive des neuen Add-Ons Phantom Liberty. Für knapp 20 Euro pro Monat oder knapp 100 Euro für 6 Monate bekommt ihr bei GeForce Now das Ultimate-Abo mit GeForce RTX 4080-Power, 8 Stunden Sessions-Dauer und bis zu 4K bei maximal 120 FPS. Ein Rechenbeispiel: 4 Jahre Abo kosten euch 800 Euro, eine RTX 4080 hingegen 1200 Euro, die etwas schnellere AMD RX 7900 XTX 1000 Euro.

Playstation Plus September-Games Quelle: Sony Bei Playstation Plus gibt es, wie beim Xbxo Game Pass, jeden Monat neue Games.

Game Pass, PS Plus und Steam

Der Game Pass Ultimate von Microsoft ist ein Abo, bei dem ihr für 14,99 Euro pro Monat auf mehr als 450 Games zurückgreifen könnt, die ihr auf der Xbox oder dem PC installieren könnt. Viele davon lassen sich auch per Cloud spielen, egal ob am PC, der Konsole oder via TV/Tablet/Smartphone-App. Einige reine Konsolen-Games lassen sich somit per Cloud am PC spielen. Allerdings sind reine PC-Spiele des Game Pass bisher nicht per Cloud spielbar. EA Play ist übrigens bei dem Abo inklusive. Auch für die Playstation gibt ein ähnliches Abo mit PC-Cloudgaming, und zwar Playstation Plus Premium. Dabei gibt es mehrere Hundert Spiele, darunter viele Playstation-exklusive Titel, die ihr für 16,99 Euro pro Monat oder 151,99 Euro pro Jahr auch am PC per Cloud spielen könnt. Kein Cloudgaming, aber Spielen via Streaming bietet unter anderem Steam. Ihr könnt auf einem Laptop, Tablet, Smartphone und vielen Smart-TVs Steam beziehungsweise Steam-Link installieren und von da aus ein Spiel spielen, dessen Grafik ein PC in eurem Netzwerk berechnet, auf dem gerade Steam mit demselben Account läuft. Die Steuerungsbefehle von eurem Laptop sendet die Steam-App an den PC. Da im hauseigenen Netzwerk der Ping meist sehr klein ist, sollte es diesbezüglich keinerlei Probleme geben.

  1. Seite 1 Multiplayer-Gaming: Was ist der Ping?
  2. Seite 2 Multiplayer-Gaming: Ping und Bandbreite, Faktor Internetanbieter
  3. Seite 3 Multiplayer-Gaming: Priorisierung, Ping bei Cloudgaming
  4. Seite 4 Multiplayer-Gaming: Cloudgaming
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