Zu den in letzter Zeit immer beliebter werdenden mechanischen Tastaturen findet ihr in unserem Specials Wissenswertes zur Technik sowie eine Marktübersicht. Wenn ihr noch gar nicht wisst, warum immer mehr Spieler sich mechanische Tastaturen zulegen, dann solltet ihr erst Recht unseren Artikel lesen?
Unter den zahlreichen Tastaturen auf dem Markt stechen mechanische Tastaturen besonders hervor, denn diese sind in der Regel erst ab etwa 70 Euro zu haben, also teurer als viele ausgewiesene "Gaming"-Keyboards. Was aber sind mechanische Tastaturen, und lohnt sich der Kauf vor allem für Gamer? Wir klären auf inklusive einer Marktübersicht.
Mechanische Tastaturen waren vor vielen Jahren weit verbreitet, doch durch die Rubberdome-Technik wurden sie weitestgehend verdrängt, da Rubberdome in der Produktion günstiger ist. Was genau steckt aber dahinter, was ist Rubberdome? Dazu erklären wir erst, wie eine mechanische Tastatur funktioniert: bei einer mechanischen Tastatur ist unter jeder Taste ein Schalter bestehend aus einer kleinen Plastik-Konstruktion mit einer Metallfeder. Drückt ihr eine Taste, so geht sie nach unten, bis sie den Kontakt auslöst, der den zur Taste passenden Befehl sendet. Die Metallfeder sorgt dabei dafür, dass die Taste nach dem Druck wieder in ihre Ausgangsposition zurückgeht. Rubberdomes wiederum verbilligten die Produktion und somit auch die Tastaturen, denn statt einer mechanischen Konstruktion mit einem Schalter übernimmt ein Gummi- oder Silikonteil diese Funktion, nämlich eben das so genannte "Rubberdome".
Dies ist vereinfacht gesagt ein weiches Teil mit einer kleinen Kuppel, welches unter der Taste einer Tastatur sitzt. Durch das Drücken der Taste drückt ihr die kleine Kuppel nach unten, diese löst dann den Kontakt für den Tastaturbefehl aus. Die Beschaffenheit des Rubberdomes sorgt nun dafür, dass die Kuppel sich von alleine wieder aufrichtet und auch die Taste wieder hochdrückt, nachdem euer Finger die Taste verlassen hat. Zudem gibt in dem Moment, in dem die Kuppel quasi nachgibt, es klares Feedback der Taste, ihr wisst also genau, ob eine Taste ordnungsgemäß gedrückt wurde.
Die Rubberdomes können also massenhaft sehr günstig hergestellt werden, da sie jeweils nur aus einem einzigen Stück bestehen und sehr leicht aus Gummi oder Plastik geformt werden können. Zudem können sie auch für ein besonders leises Tippverhalten sorgen. Bei
Quelle: Cooler Master
CM Storm Quickfire
einer mechanischen Tastatur muss man hingehen einige filigrane Einzelteile erst zusammensetzen, dazu kommt die kleine Metallfeder. Daher konnten Tastaturen mit Rubberdome die mechanische Tastaturen stark zurückdrängen - bis vor etwa zwei bis drei Jahren. Denn mechanische Modelle sind wieder im Kommen. Doch warum ist dies so, obwohl sie teurer sind? Viele Spieler, aber auch viele Durchschnitts-Anwender schwören auf die ältere Technik im neuen Gewand mit der Begründung, das "Feeling" sei deutlich besser. Aber auch die Haltbarkeit ist eindeutig höher als bei den Rubberdome-Tastaturen, deren Gummis naturgemäß irgendwann spröder werden und ausleiern. Hersteller geben etwa 5 Millionen Tastendruck-Aktionen für Rubberdomes als Haltbarkeit an, wobei das Druckgefühl schon deutlich früher nachlässt. Dies geschieht natürlich schleichend und nicht von einen Tag auf den anderen. Mechanischen Tastaturen sollen hingegen bis zu 50 Millionen Tastendrucke erreichen können. Doch auch dann ist die Frage: lohnt sich eine mechanische Tastatur? Wir erklären dazu zunächst einmal genauer, welche Arten von Tasten bei mechanischen Tastaturen es gibt. Später haben wir auch eine Übersicht mit aktuellen mechanischen Tastaturen für euch.
