Wir erklären die Vor- und Nachteile von Mechanischen Tastaturen und bieten eine Marktübersicht. Außerdem geht es um die möglichen Eigenschaften von Switches.
Mechanische Tastaturen: Switches erklärt
Bei mechanischen Tastaturen hat, wie schon anfangs erwähnt, jede Taste eine eigene mechanische Konstruktion in sich. Man unterteilt die Taste dabei in den Tastendeckel, auf dem auch die Beschriftung der Taste zu finden ist, und dem eigentlichen Taster, auch Switch genannt.
Letzterer enthält die besagte mechanische Konstruktion. Dabei gibt es eine Metallfeder, die den Switch nach dem Drücken wieder in die Ausgangsposition zurückversetzt.
Außerdem ist im Switch eine weitere Konstruktion aus Metall integriert, die einen Schaltkreis ermöglicht und gleichzeitig der Taste eine bestimmte Eigenschaft beim Tippgefühl geben kann. Durch das Drücken oder Taste öffnet oder schließt sich der Stromkreis, sodass der Tastendruck registriert werden kann.
Entscheidend bei der Frage, ob die Taste als gedrückt erkannt wird, ist der Auslöseweg, also die Strecke, um die man die Taste nach unten drücken muss, bis der Druck durch das Erreichen des Auslösepunktes registriert wurde. Wichtig zu wissen ist dabei, dass der Auslösepunkt nicht erst dann erreicht ist, wenn ihr die Taste komplett bis zum Anschlag drückt, sondern bereits vorher.
Quelle: Cherry MX
Aufbau eines mechanischen Switches am Beispiel eines Cherry MX-Clear
Die Form der Metallkonstruktion in Switch bestimmt dabei, ob die Taste beim Erreichen des Auslösepunktes laut klickt oder nicht. Switches, die beim Auslösen der Taste ein deutliches Klicken von sich geben, nennt man auch "clicky". Bei nicht-klickenden Switches kann man des Weiteren durch die Konstruktion bestimmen, ob der Nutzer trotzdem ein Feedback erhält, in dem bei Erreichen des Auslöseweges ein kleiner Widerstand zu spüren ist.
So einen Switch nennt man "taktil" oder auch auf Englisch "tactile". Gibt es weder ein Klicken noch ein Feedback, spricht man von "linear". Viele Spieler schwören auf lineare Switches, da sie das Gefühl eines Widerstandes und erst recht ein Klicken nicht mögen und die Tasten zudem potenziell einen Tick schneller gedrückt werden können.
Allerdings muss man mit solchen Switches trainieren, damit man wegen des fehlenden Feedbacks die Tasten nicht unnötig weit, also über den Auslösepunkt hinweg herunterdrückt, gleichzeitig die Taste aber auch weit genug herunterdrückt, damit keine Befehle verloren gehen. Wer gerne ein Feedback haben möchte, nimmt am besten eine Tastatur mit taktilen Switches.
Es handelt sich bei dem Feedback um einen leicht erhöhten Widerstand bei Erreichen des Auslösepunktes. Der Unterschied ist minimal und eher unbewusst spürbar - wir würden es so beschreiben, als würde man einen winzig kleinen Krümel unter der Taste zerdrücken müssen, bevor man die Taste weiterdrücken kann. Wem aber selbst das taktile Feedback nicht als Signal ausreicht, der kann auch eine Tastatur mit Clicky-Switches nehmen.
Spezial-Switches für Enthusiasten
Den Sonderfall optische Switches besprechen wir noch später. Für Gamer mit ganz besonderen Ansprüchen gibt es übrigens auch mechanische Switches mit feinen Unterschieden. So wünschen manche Nutzer einen deutlich härteren Basiswiderstand, wollen also, dass man für das in Bewegung setzen der Taste mehr Kraft aufwenden muss als bei einer Standardtastatur.
Oder sie wünschen einen kürzeren Auslöseweg bei gleichzeitig geringerem Basiswiderstand, was natürlich viel Übung bedeutet, damit man nicht allein durch das Ruhen lassen eines Fingers auf einer Taste aus Versehen bereits die Taste bis zum Auslösepunkt herunterdrückt. Bei einigen Tastaturen kann man bei Bedarf auch die Switches einzeln austauschen, um eigene gewünschte Eigenschaften zu erreichen. Um diese Eigenschaften genauer zu kommunizieren, vergeben die Hersteller in der Regel Farbcodes. Um diese kümmern wir uns auf der nächsten Seite.
