Gaming-Mäuse: dpi-Werte

Special Antonio Funes
Gaming-Mäuse: dpi-Werte
Quelle: Razer

Wir schildern die wichtigsten Features von Gaming-Mäusen und gehen auch auf Gamepads ein. Zu beiden Produktarten bieten wir zudem je eine Marktübersicht.

dpi-Wert - wichtig für die Empfindlichkeit

Ein besonders wichtiger Punkt für eine Gaming-Maus ist der dpi-Wert, der nicht zu niedrig sein sollte. Wir empfehlen Werte ab 5000 bis 6000 dpi, aber nicht aus dem Grund, weil hohe Werte stets besser sind, sondern damit ihr eine Wahl habt.

Der vom Hersteller genannte dpi-Wert ist dabei nur ein Maximalwert, wobei aktuelle Gamingmäuse meist fünfstellige dpi-Werte von bis zu 36.000 dpi bieten. In der Regel gibt es bei Gaming-Mäusen eine Sondertaste, bei der ihr zwischen mehreren Profilen umschalten könnt.

Diesen Profilen, meist sind es drei bis fünf, könnt ihr wiederum per Software jeweils einen dpi-Wert zuordnen und dabei als höchsten Wert durchaus auch viel tiefer greifen als das, was der Maximalwert bietet. Je nach aktiviertem dpi-Wert hat die Maus effektiv eine andere Empfindlichkeit, wobei ihr eventuell je nach Situation durchaus verschiedene Werte zur Hand haben möchtet.

Daher die Wahl aus mehreren Profilen. Doch was genau bedeuten die dpi-Werte? Das Kürzel dpi steht für "dots per inch" und beschreibt, wie viele einzelne Punkte (dots) der Maussensor erkennt, wenn man die Maus um einen Inch (etwa 2,34 Zentimeter) bewegt.

Ein Verringern des Wertes per Software macht aber nicht den Sensor ungenauer, sondern sorgt nur dafür, dass die resultierende Mauszeiger-Bewegung weniger stark ausfällt - statt zum Beispiel um 500 Pixel bewegt sich der Mauszeiger bei einer bestimmten Mausbewegung mit einem kleiner eingestellten Wert um nur beispielsweise 250 Pixel weiter.

Bei einem Ego-Shooter schwenkt ihr bei hohen dpi-Werten die virtuelle Kamera deutlich schneller als bei kleineren dpi-Werten. Ihr passt mit dem dpi-Wert also die Empfindlichkeit der Maus an.

ASUS ROG Keris Wireless AimPoint - Quelle: Asus ASUS ROG Keris Wireless AimPoint - mit 36.000 dpi ist sie zusammen mit einigen weiteren kabellosen Asus-Mäusen derzeit der Platzhirsch.

dpi: Mehr ist nicht besser

Eine schnelle Mauszeiger- oder Fadenkreuz-Bewegung kann zwar ein Vorteil ein, aber es gibt auch Nachteile. Zum einen müsst ihr die Mausbewegung sehr präzise abbrechen, damit ihr zum Beispiel ein Fadenkreuz nicht zu weit bewegt oder bei einem Strategie-Game nicht den Menüpunkt verpasst, den ihr eigentlich anklicken wolltet.

So machen es hohe dpi-Werte beispielsweise im Scharfschützenmodus schwer, exakt zu zielen. Nicht durchgesetzt hat sich dabei eine "Sniper-Taste", die ihr drückt, um den dpi-Wert temporär zu senken, wenn ihr im Spiel mit einem stark vergrößernden Fernrohr zielt. Aber über die schon genannte Sondertaste zum Abrufen von Profilen lässt sich durchaus eine solche Sniper-Taste ersetzen.

Für das Erstellen der Profile solltet ihr selbst testen, welche Werte als Maximum und als Minimum für euch am angenehmsten sind. Den weiteren freien Profil-Plätzen ordnet ihr dann Werte zwischen eurem maximalen und minimalen dpi-Wert zu. Die meisten Mäuse speichern die Profile intern, sodass ihr auch ohne aktive Software die Profile zur Verfügung habt.

Wer oft mit Fotobearbeitung und Co zu tun hat, wird sicher einen sehr kleinen dpi-Wert wählen, damit man den Mauszeiger auch Pixel für Pixel verschieben kann. Denn nehmt ihr zum Beispiel 6.000 dpi, dann würde der Mauszeiger schon bei minimalen Bewegungen gleich um mehrere Pixel weiterwandern und eine präzise Bildbearbeitung zur Qual machen.

Am Ende wird jeder Nutzer mit einem anderen dpi-Mix unterwegs sein. Auch eine Option ist das, was viele Enthusiasten unter den Spielern im Bereich von Ego-Shootern tun: Sie wählen einen dpi-Wert von unter 1.000 und stellen dafür die Maus-Empfindlichkeit innerhalb des Spiels hoch ein. Am besten ihr testet die ein oder andere Kombination aus, um euch über die passenden Einstellungen klar zu werden.

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