Mainboards für Sockel 1155: Prozessorwahl und Chipsätze

Special Antonio Funes

Braucht man als Spieler ein Mainboard für Intels Ivy Bridge oder Sandy Bridge? In unserem Special haben wir 25 Mainboards für Intels Sockel 1155 herausgesucht und acht davon als Kauftipp näher für euch vorgestellt.

Prozessoren: Sandy oder Ivy?

Die Intel Sandy Bridge-Prozessoren für den Sockel 1155 waren - nein: sind ein großer Erfolg - inzwischen gibt es zusätzlich auch die Prozessoren der Ivy Bridge-Familie im Handel, die ihr an den 3000er-Namen erkennt (Sandy Bridge: 2000er-Namen). Für den Nutzer ist hierbei der wichtigste Unterschied zu Sandy Bridge, dass durch die Bauweise bedingt der Strombedarf etwas niedriger ist bei ansonsten gleicher Leistung. Dafür sind die neuen Ivy Bridge-CPUs allerdings auch ein kleines bisschen teurer. Unser Kauftipp ist in Sachen Preis-Leistung daher immer noch der Intel i5-2500k. Wer auf Übertakten aber keinen Wert legt, kann auch zu den neueren Intel i5-3450 oder i5-3550 greifen. Wer übertakten und zudem auf die neuere Ivy-Bridge-Generation setzen will, nimmt den i5-3750k. Teurere Prozessoren lohnen sich derzeit für Gamer noch nicht, da selbst mit High-End-Grafikkarten keine oder nur sehr geringe Leistungsvorteile bei Spielen zu finden sind. Wer für andere Anwendungen wie zum Beispiel Videobearbeitung auf mehr Leistung Wert legt, kann sich freilich auch im Bereich der i7-Prozessoren umschauen.

Welcher Chipsatz für Sockel 1155?

Für den Sockel 1155 gibt es inzwischen über 10 verschiedene Mainboard-Chipsätze. Der Chipsatz gibt wichtige Eigenschaften eines Mainboards vor, die es auch ohne Zusatzchips eines Fremdherstellers bietet. Zudem sind auch einige Optionen vom Chipsatz abhängig, die man nutzen kann - das wichtigste ist beim Sockel 1155 hierbei die Übertaktbarkeit. Wenn ihr ohne Probleme übertakten wollt, dann benötigt ihr einen Chipsatz mit einem P oder Z im Namen, zum Beispiel P67 oder Z77, zudem noch einen Prozessor mit einem "k" als Anhang in der Modellnummer wie den i5-2500k. Die meisten Mainboards tragen den Chipsatz auch in irgendeiner Form im Namen. Mit der passenden Kombination aus Board und CPU könnt ihr dann auch sehr leicht übertakten. Intel hat dies sogar so vorgesehen, so dass das BIOS der entsprechenden Mainboards in der Regel zum Übertakten optimiert ist - der Multiplikator, aus dem sich der Gesamttakt ergibt (höherer Multiplikator ergibt höheren Takt), ist bei den k-CPUs frei wählbar. Für Ivy Bridge-CPUs optimiert ist zum Beispiel der neuere Z77-Chipsatz, der zudem im Gegensatz zu älteren Chipsätzen auch stets einen PCIe3.0-x16-Steckplatz für Grafikkarten bietet.

MSI Z77A-GD65 Quelle: MSI MSI Z77A-GD65
Jedoch findet ihr PCI3.0 auch auf einigen älteren Mainboards - Achtung: selbst mit einem passenden Mainboard ist PCIe3.0 nur mit einer Ivy Bridge-CPU nutzbar - mit einer Sandy Bridge-CPU bleibt euch dann natürlich trotzdem die Nutzung des 2.0-Standards, der derzeit auch noch keine Leistungsnachteile verursacht. Was die CPUs angeht, könnt ihr auch mit den älteren Sockel 1155-Chipsätzen wie dem P67 die neuen Ivy Bridge-Prozessoren betreiben - eventuell ist zur absolut einwandfreien Nutzung aber ein BIOS-Update nötig. Informationen dazu findet ihr auf der Website der Mainboardhersteller zum jeweiligen Modell.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Mainboards für Sockel 1155: Einleitung und Arbeitsspeicher
  2. Seite 2 Mainboards für Sockel 1155: Prozessorwahl und Chipsätze
  3. Seite 3 Mainboards für Sockel 1155: 25 empfehlenswerte Mainboards in der Übersicht
  4. Seite 4 Mainboards für Sockel 1155: vier Mainboards bis 120 Euro
  5. Seite 5 Mainboards für Sockel 1155: vier Mainboards von 120 bis 170 Euro
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk