Mainboard Kaufberatung: wann lohnt ein Mainboard über 100 Euro?

Special Antonio Funes
Das Mainboard ist ein wichtiges Bauteil des PCs, muss aber auch für Gaming kein Vermögen kosten
Quelle: Asus

In unserem Special findet ihr Kauftipps und eine Markübersicht zu Mainboards für Intel Sockel 1150 (Haswell) und AMD AM3+, damit ihr das für euch ideale Mainboard findet. Zusätzlichen haben für euch 46 Mainboards in eine Übersicht gepackt.

Wann lohnt sich ein Mainboard über 100 Euro?

Der Durchschnitts-Nutzer wird mit einem Mainboard unter 100 Euro völlig problemlos zufrieden sein. Es gibt aber drei Fälle, in denen man mehr ausgeben sollte:

  • erstens natürlich dann, wenn ihr unter 100 Euro kein Modell findet, das alle für euch relevanten Ausstattungsmerkmale hat. Wer zum Beispiel unbedingt mindestens sechs externe USB-Anschlüsse mit dem 3.0-Standard benötigt und dabei keine der vorhandenen Onboard-Anschlüsse mit nutzen will, der wird nicht unter 100 Euro fündig. Oder wer gerne Bluetooth schon als vorhandenes Feature haben möchte, findet auch nur drei bis vier Modelle unter 100 Euro.
  • der zweite Fall, in dem ein Mainboard über 100 Euro sich lohnt: wer seinen Prozessor gerne übertakten will und dabei auch möglichst viel aus der CPU herausholen will, der sollte auch zu einem nicht all zu billigen Mainboard greifen. Übertakter-Mainboards bieten mehr Stellschrauben, mit denen man besonders detailliert die Einstellungen bezüglich Takt, Spannung und mehr vornehmen kann. Zudem laufen gute Übertakter-Mainboard oft auch stabiler, setzen auf hochwertige Bauteile, so dass in der Summe durchaus ein gutes Stück mehr an Übertaktung herauskommt, als wenn man nur ein Modell für 90 Euro nimmt.

ASRock Fatal1ty 990FX Quelle: Asrock ASRock Fatal1ty 990FX

  • Fall Nummer drei sind User, die gerne ein SLI oder Crossfire (Betrieb von zwei Grafikkarten im gleichen PC, deren Leistung dann gemeinsam genutzt wird) nutzen wollen und dabei möglichst keine oder nur eine geringe Einschränkung des PCIe-Speeds in Kauf nehmen wollen. Bei günstigeren Mainboards ist nämlich häufig nur PCIe im x4 oder x8-Speed möglich statt mit x16-Speed. Hier sollte man aber nicht panisch werden: der halbierte oder geviertelte PCIe-Speed heißt bei weitem nicht, dass die Grafikkarte auch nur noch halb so schnell beziehungsweise nur noch ein Viertel so schnell wie bei x16 arbeitet, sondern ein Einbuße ist sehr gering. Beim Intel Sockel 1150 sind Modelle, die auch x16-Speed im SLI/Crossfire bieten, besonders teuer. Trotzdem möchten einige User unbedingt x16- oder wenigstens x8-Speed nutzen - dies kostet meist über 100 Euro. Zudem ist ohnehin ein SLI oder Crossfire-Verbund nur selten die bessere Wahl im Vergleich zu einer einzelnen, stärkeren Grafikkarte. Denn neben dem sehr hohen Strombedarf und einem dazu nötigen teuren Netzteil gibt es immer noch ab und an Probleme bei manchen Spielen im SLI- oder Crossfire-Betrieb.

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über USB 3.0, SATA 3 und PCIe 3.0 sowie die Chipsätze für AMD Sockel AM3+ und Intel Sockel 1150. Der Chipsatz ist eine Art "Grundlage" für das Mainboard. Je nach Chipsatz hat ein Mainboard etwas andere Grundeigenschaften und eignet sich für den einen Nutzer eventuell mehr als für den anderen.

  1. Seite 1 Mainboard Kaufberatung: Einleitung; was kostet ein gutes Mainboard?
  2. Seite 2 Mainboard Kaufberatung: wann lohnt ein Mainboard über 100 Euro?
  3. Seite 3 Mainboard Kaufberatung: USB, SATA, PCIe und Chipsätze
  4. Seite 4 Mainboard Kaufberatung: Kauftipps Einleitung und 22 Modell für Sockel AMD AM3+
  5. Seite 5 Mainboard Kaufberatung: 24 Modelle für Intel Sockel 1150
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