Intel Arc B570: Eine neue Grafikkarte als Option von 250 bis 300 Euro für Einsteiger-PCs
Special
Mit einem Preis von knapp 280 Euro ist die neue Intel Arc B570 eine neue Option im Preisbereich bis 300 Euro, wie unsere Preis-Leistungs-Betrachtung zeigt.
Nach dem Ende der CES in Las Vegas - wir hatten ja die für Spieler wichtigsten PC-Hardware-Neuheiten in einem Special zusammengefasst - ist klar, dass Ende Januar Nvidias zwei Top-Grafikkarten GeForce RTX 5080 und RTX 5090 auf den Markt kommen werden, und von AMD könnten die Radeon RX 9070 und RX 9070 XT eventuell bereits eine Woche vorher erscheinen.
Doch den Startschuss in das Grafikkartenjahr 2025 erfolgt von Intel, und zwar im Einsteigersegment. Intel hat nämlich nach die Arc B570 aus der Battlemage-Familie veröffentlicht - bereits im letzten Dezember war die erste Battlemage-Grafikkarte in Form der Intel Arc B580 auf den Markt gekommen (hier unsere Analyse von damals).
Wir verbinden unsere Leistungsanalyse der Intel Arc B570 mit einer kurzen Grafikkarten-Kaufberatung bis zur 500-Euro-Grenze. Höher wollen wir heute nicht gehen, da sicher diejenigen, die mehr als 500 Euro ausgeben können, ohnehin auf die Tests zu den neuen RTX- oder Radeon-Grafikkarten warten.
Intel Arc B570: Technik und Modelle
Von der neuen Intel Arc B570 erwarten wir die Leistung einer Einsteigergrafikkarte auf dem Level einer AMD Radeon RX 7600 oder auch der etwas stärkeren Nvidia GeForce RTX 4060 - dies lässt zumindest ihr Preis von 270 bis 280 Euro zum Start vermuten.
Deutlich stärker wird sie wiederum nicht sein, da sie ja der Arc B580 untergeordnet ist, die wiederum ein wenig schneller als die AMD Radeon RX 7600 und Nvidia GeForce RTX 4060 ist. Zur Leistung kommen wir später noch und blicken zuerst auf die Technik. Ein Ass im Ärmel könnte die RAM-Menge sein.
Denn hier bietet die Intel Arc B570 die eher ungewöhnliche Menge von 10 GB GDDR6-RAM - das sind zwar 2 GB Video-RAM weniger als die Intel Arc B580 bietet, aber auch 2 GB mehr als die AMD Radeon RX 7600 oder Nvidia GeForce RTX 4060. Der Referenz-Boosttakt der Intel Arc B570 liegt bei 2500 MHz und somit unterhalb der B580.
Das ist nicht selbstverständlich, denn häufig sind die langsameren Geschwister bei Grafikkarten höher getaktet, dafür aber an anderen Stellen so stark beschnitten, dass sie trotzdem langsamer bleiben. Dies sind die Technikdaten der beiden ersten Battlemage-Grafikkarten im Vergleich:
| Name | Intel Arc B580 | Intel Arc B570 |
|---|---|---|
| Mikroarchitektur | Xe2 | Xe2 |
| Familienname | Battlemage | Battlemage |
| Fertigung | TSMC N5 | TSMC N5 |
| X-Cores | 20 | 18 |
| Renderslices | 5 | 5 |
| Raytracing-Einheiten | 20 | 18 |
| Boosttakt (Referenz) | 2670 MHz | 2500 MHz |
| Video-RAM | 12GB GDDR6 | 10GB GDDR6 |
| RAM-Anbindung | 192 Bit | 160 Bit |
| RAM-Bandbreite | 456 GB/s | 380 GB/s |
| RAM-Geschwindigkeit | 19 GBps | 19 GBps |
| Stromstecker | 2x PCIe 8-Pin | 1x PCIe 8-Pin |
| Total Board Power | 190 Watt | 150 Watt |
| Preis | ab 320 Euro | ab 270 Euro |
Drei Modelle aktuell verfügbar
Stand Freitag, 17: Januar um 11 Uhr, sind drei Modellvarianten der Intel Arc B570 in Deutschland verfügbar. Wir haben die drei Modelle hier für euch gelistet und auch zu jeweils günstigsten Shop verlinkt:
- Sparkle Arc B570 Guardian OC, 2600 MHz Boosttakt, 24,2 cm Länge, bei Proshop für 269,90 Euro
- Acer Nitro Arc B570 OC, 2690 MHZ, 26,8 cm Länge, bei Notebooksbilliger für 279 Euro
- ASRock B570 Challenger 10 GB OC, 2600 MHz, 24,9 cm, bei Mindfactory für 279 Euro
Quelle: Sparkle
Mit der eher ungewöhnlichen Farbe Blau ist die Sparkle Arc B570 GUARDIAN OC für knapp 270 Euro im Handel verfügbar.
Intel gibt für die TGP (Total Graphics Power), was im ungefähren dem maximalen Stromverbrauch gleichkommt, 150 Watt an. Sparkle nennt bei seinem Modell Guardian einen Wert von 170 Watt, was wohl an der Übertaktung der GPU um 160 MHz liegt.
Doch nicht jeder Hersteller passt die TGP-Angabe an: Für die noch stärker übertaktete Acer Arc Nitro B570 OC gibt es keine abweichende Angabe seitens Acer. Allerdings muss man schon ein enorm grenzwertiges Netzteil verwenden, um wegen möglicher 20 Watt Zusatzbedarf in die Bredouille zu geraten.
Bei den Preisen kann sich freilich noch einiges bewegen, wobei man nicht zu viel erwarten sollte. Denn die Modelle der Schwester-Grafikkarte Intel Arc B580 schwanken bei ihren Preisen, sind aber nicht unter das Level vom Release Anfang Dezember gefallen. Auch in unseren aktuellen Grafikkarten-Kaufempfehlungen der letzten Wochen gibt es immer wieder ein oder zwei Modelle für 300 bis 310 Euro, der Rest kostet aber eher ab 330 Euro aufwärts.
