Headsets und Kopfhörer für Gamer: Anschlussarten: USB oder Klinkenstecker?

Special Antonio Funes

In unserem Special findet ihr Kauftipps zu Headsets und Kopfhörern sowie einige allgemeine Tipps und Erklärungen, zum Beispiel zum Thema Surround per Kopfhörer. Wir geben euch Tipps für den Kauf und haben euch eine Liste von empfehlenswerten Headsets für unterschiedliche Ansprüche und Preisklassen zusammengestellt.

USB oder Klinkenstecker?

Die älteste Art, Kopfhörer anzuschließen, ist ein Klinkenstecker - diesen kennt ihr auch von MP3-Playern oder Handys, die die gleiche Buchse wie eine normale PC-Soundkarte haben. Eine andere Möglichkeit ist USB. Bei Headsets mit USB ist eine kleine Soundkarte integriert, die oftmals auch schon unter 50 Euro eine Surroundsimulation (wie auf Seite 1 unseres Specials beschrieben) beherrschen. Auch wer oft zwischen Boxen und Kopfhörern wechselt, hat es mit einem USB-Headset im Zweifel einfacher: steckt ihr das Headset ein, dann deaktiviert sich die normale Soundkarte und somit auch die PC-Boxen. Steckt ihr das Headset wieder ab, wird die normale Soundkarte wieder aktiv und zur "Hauptsoundkarte" für Windows.

Bei vielen Gehäusen könnt ihr zwar auch Headsets oder Kopfhörer und ein separates Mikrofon mit normalen Klinkensteckern an die Front anschließen - allerdings gibt es hier manchmal Probleme mit der Funktion, die bei An-/Abstecken des Headsets die hinteren Ausgänge der Soundkarte, an denen die Boxen angeschlossen sind, automatisch aus-/einschaltet. Bei manchen Soundkarten können die Frontanschlüsse von Gehäusen ohnehin nicht genutzt werden. Bei USB-Headsets ist oft auch eine Software dabei, mit der ihr ein Soundschema für das Headset kreieren könnt, ohne die Einstellungen für eure Boxen dabei zu verändern.

Sennheiser PC 151 Quelle: PC Games Hardware Sennheiser PC 151 Doch USB hat auch Nachteile. Zunächst einmal ist ein USB-Headset wie gesagt gleichzeitig eine eigene Soundkarte - es kann also in Sachen Treibern und Ansteuerung seitens Windows eher mal ein Problem geben, als wenn man eine normale Soundkarte "sauber" in sein System integriert hat und dort ein Headset mit Klinkensteckern anschließt. Denn ein Headset mit Klinkensteckern ist aus Sicht des PCs keine eigene "Hardware" und benötigt keine Treiber, nicht einmal eine softwareseitig Erkennung oder Umstellung ist nötig. Auch kann es per USB passieren, dass die ein oder andere Anwendung trotzdem die "normale" Soundkarte sozusagen erwartet und stumm bleibt - hier muss man dann etwas umständlich das USB-Headset als Soundkarte neu auswählen, eventuell sogar die Anwendung neu starten. Ein anderer Grund, der gegen ein USB-Headset spricht, ist, wenn ihr bereits eine gute Soundkarte besitzt. Denn da ein USB-Headset ja eine eigene Soundkarte integriert hat, nutzt euch eure gute Soundkarte gar nichts. Für eine gute Soundkarte solltet ihr also auch passende gute Headsets/Kopfhörer mit Klinkensteckern wählen. Ein letzter Nachteil von USB als Anschluss-Art: natürlich bezahlt ihr die eingebaute Soundkarte auch mit. Das sind zwar nur wenige Euro, aber man sollte sich dessen bewusst sein.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Headsets und Kopfhörer für Gamer: Surround auf Stereokopfhörern
  2. Seite 2 Headsets und Kopfhörer für Gamer: Lieber Headset oder Kopfhörer?
  3. Seite 3 Headsets und Kopfhörer für Gamer: Anschlussarten: USB oder Klinkenstecker?
  4. Seite 4 Headsets und Kopfhörer für Gamer: 19 Headsets mit USB
  5. Seite 5 Headsets und Kopfhörer für Gamer: Tipps für Kopfhörer und Mikrofon sowie 18 Headsets mit Klinkenstecker
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