Grafikkarten-Kaufberatung: Taktwerte, Rechenleistung, Länge
Special
Wir bieten Wissenstipps und eine Kaufberatung zu Grafikkarten von AMD und Nvidia, die für Call of Duty: Modern Warfare 3 und andere Games geeignet sind.
Grafikkarten: Taktwerte und Rechenleistung
Wie wir schon vorher erklärt haben, bedeuten beispielsweise 2 Prozent mehr Takt auch bis zu 2 Prozent mehr Leistung. Dies gilt allerdings nur innerhalb derselben Grafikkarten-Reihe, also bei identischer GPU und - zumindest was die Technik abseits der Kühlung angeht - identischen weiteren Bauteilen der Grafikkarte. Man kann aber nicht von den Taktwerten zweiter unterschiedlicher GPUs auf die Leistung schließen. Für eine Leistungseinschätzung ist es zwingend nötig, dass ihr euch Tests zu Grafikkarten heraussucht oder auch auf zusammenfassende Artikel setzt, wie wir es immer wieder, so wie auch heute, als Special anbieten.
Ein Beispiel macht klar, dass der Takt nicht viel aussagt: Die AMD-Reihen Radeon RX 7600, 7700 XT und 7800 XT haben als Standard-Referenztakt Werte von etwa 2400 bis 2650 MHz. Dabei hat aber entgegen dessen, was man als Laie möglicherweise denken könnte, die schwächste Grafikkarte, die RX 7600, den höchsten Taktwert und die schnellste Grafikkarte, die RX 7800 XT, den niedrigsten Taktwert. Es sind nämlich noch andere Dinge bei der Architektur einer GPU wichtig, die die Leistung bestimmen. Dazu gehört neben dem Aufbau der GPU auch die Frage, welches RAM verwendet wird und wie schnell dieses an die GPU angebunden ist.
Nun könnte man auf die Idee kommen, dass die Rechenleistung, die bei den technischen Daten von Grafikkarten zu finden ist und in TFLOPS angegeben wird, einen Rückschluss auf die Leistung zulässt.
Aber auch dies reicht nicht aus - zwar gibt die Rechenleistung oftmals eine grobe Einordnung an. Aber es kommt immer wieder vor, dass die Grafikkarte mit der höheren Rechenleistung dann doch in Spielen langsamer als die mit weniger Rechenleistung ist, oder aber dass der Leistungsvorsprung kleiner ist als das Plus an Rechenleistung: Die Nvidia GeForce RTX 4070 kommt auf 29 TFLOPS, die schnellere AMD Radeon RX 7800 XT auf etwa 37 TFLOPS bei der wichtigen FP2-Rechenleistung.
Das Plus beträgt gut 27 Prozent - in Spielen ist die AMD-Grafikkarte aber nur unter 5 Prozent schneller. Zusammenfassend gesagt: Weder Takt noch Rechenleistung sind Daten, durch die ihr zwei verschiedene Grafikkarten-Reihen bezüglich ihrer Spieleleistung miteinander vergleichen könnt - nur Testergebnisse helfen wirklich weiter.
Quelle: Asus
Asus ROG Strix GeForce RTX 4060 OC mit - für die Leistungsklasse eher ungewöhnlich - drei Lüftern
Grafikkarten-Länge
Vor allem starke Grafikkarten mit einer Übertaktung können gerne über 30 Zentimeter messen. Ebenso sind leise Grafikkarte häufig recht lang, da das Plus an Kühlermaterial die Wärme leichter abführen kann.
Bei eurer Modellwahl müsst ihr selbst überlegen, wie wichtig euch die Lautstärke der Kühlung ist. Spielt diese keine große Rolle, könnt ihr einfach ein vergleichsweise günstiges Modell nehmen - sofern euer PC-Gehäuse genug Platz bietet.
Wie lang eine Grafikkarte sein darf, damit sie ins Gehäuse passt, erfahrt ihr beim Gehäusehersteller. Dabei solltet ihr beachten, dass die mögliche Länge kürzer ausfallen kann, falls ihr vorn im Gehäuse Lüfter oder gar einen Radiator einbaut. Sowohl dann, wenn die Grafikkarte vergleichsweise kurz sein soll, als auch dann, wenn sie trotz Übertaktung leise sein soll, kann ein Grafikkarten-Modell deutlich teurer als die günstigeren Modelle der jeweiligen Grafikkarten-Reihe sein.
Eine Grafikkarte mit 3 Lüftern ist meistens leiser als eine mit 2 Lüftern, da die 3 Lüfter mit weniger Drehzahl ebenso viel Luft wegbewegen können wie 2 Lüfter mit höheren Drehzahlen. Es gibt aber auch kompakte Modelle mit 2 Lüftern, die dank eines sehr guten Kühlers und hochwertigen Lüftern leiser als Konkurrenzmodelle mit 3 Lüftern sind. Unser Tipp: Gebt euch zuerst einen Preisrahmen und schaut euch dann um, welcher Mix aus Länge und Lautheit für euch am besten passt.
