Grafikkarten: Leistung, Preis-Leistung, CPU-Einfluss und Kaufberatung mit 22 Modellen

Special Antonio Funes
Grafikkarten: Leistung, Preis-Leistung, CPU-Einfluss und Kaufberatung mit 22 Modellen
Quelle: PC Games Hardware

In unserer Grafikkarten-Kaufberatung für den Monat März 2023 geht es im Kern natürlich um eine Einordnung der aktuellen Preis-Leistungs-Situation für Gaming-Grafikkarten. Wir geben aber auch Tipps zu Themen wie der Frage, ob eine neue starke Grafikkarte für einen alten PC vielleicht sinnlos ist. Wir haben zum Ende auch noch 22 Modelle als Kaufempfehlungen herausgesucht und gehen auch auf die Intel-Grafikkarten ein.

Eine neue Grafikkarte ist in vielen Fällen, in denen der PC nicht viel älter als fünf bis sechs Jahre ist, eine sehr gute Option, um den Rechenknecht wieder für aktuelle Games fit zu machen. Und wer stets maximale Details in neuen Games wünscht, muss ohnehin in aller Regel alle etwa zwei bis vier Jahre nachrüsten. In beiden Fällen hilft unsere aktuelle Kaufberatung sicher dem ein oder anderen Gamer weiter. Für Full-HD-Gaming geht es dabei ab etwa 230 Euro mit der AMD Radeon RX 6600 los, für sehr kleine Budgets mit Ach und Krach auch mit der ab 160 Euro verfügbaren AMD Radeon RX 6500 XT.

Wir geben euch einige allgemeine Tipps rund um die Auswahl einer neuen Grafikkarte und haben zudem die aktuellen Grafikkarten-Reihen für euch bezüglich ihrer Leistung eingeordnet. Dabei geht es bei AMD um die AMD Radeon RX 6500 XT bis 6950 XT sowie die RX 7900 XT und RX 7900 XTX, bei Nvidia um die GeForce RTX 3060 bis RTX 3090 Ti sowie die RTX 4070 Ti, 4080 und 4090. Wir haben zusätzlich auch berechnet, welche Grafikkarten-Reihen pro Leistungsklasse in Sachen Preis-Leistung derzeit empfehlenswert sind, und 22 Beispiel-Modelle herausgesucht - und auch auf die Intel Arc-Grafikkarten gehen wir ganz am Ende kurz ein.

Neue GPU: Welche Leistungssteigerung ist drin?

Auch wer einen PC hat, dessen CPU nicht mehr die allerneueste ist, profitiert meist stark von einem Grafikkarten-Upgrade. In unserem Aufrüst-Special aus der Vorwoche haben wir hierzu auch einige Hinweise zusammengefasst. Zwar wird man mit einer älteren CPU nicht die FPS-Werte haben, die in Tests von Magazinen mit den neuen Grafikkarten in Verbindung mit modernen Top-CPUs erreicht werden.

Die prozentuale Leistungssteigerung der neuen Grafikarte bleibt aber meist erhalten. Nehmen wir als Beispiel eine AMD RX 6750 XT, die über 55 Prozent schneller als eine AMD RX 5700 XT oder Nvidia RTX 2060 Super ist. Ihr dürft auch mit einer etwas älteren oder Einsteiger- bis Mittelklasse-CPU diese etwa 55 Prozent mehr FPS im Durchschnitt erwarten - das FPS-Endergebnis wird nur entsprechend kleiner sein als bei den Tests der Grafikkarte mit aktuellen Top-CPUs.

CPU als mögliche Bremse

Der Leistungssprung kann allerdings dann, wenn eure CPU bestimmte FPS-Werte verhindert, auch prozentual niedriger ausfallen als das, was Tests ergeben haben. Stricken wir unser Beispiel weiter: Nehmen wir an, eure CPU schafft in einem Spiel maximal 90 FPS, und eure alte RTX 2060 Super bringt bei Full-HD 70 FPS.

MSI GeForce RTX 4080 Gaming X Trio Quelle: MSI Wer eine RTX 4080, hier von MSI, für einen mehr als 6 alten PC kaufen will, sollte dies lieber nochmal überdenken. Nun baut ihr die AMD RX 6750 XT ein, die ja 55 Prozent mehr leisten kann. Wegen der CPU erreicht der PC dann aber nur 90 FPS und somit ein Plus von nur knapp 29 Prozent. Trotzdem kann sich der Kauf lohnen, wenn ihr zeitgleich auch in einer höheren Auflösung als früher spielt und sich dort das Leistungsplus voll entfalten kann.

Auch hierzu eine Rechnung: Die CPU schafft, wie gehabt, 90 FPS als Maximum. Bei WQHD bringt die alte RTX 2060 Super aber nur 55 FPS. Die RX 6750 XT mit einem Leistungsplus von 55 Prozent schafft nun somit rechnerisch 85 FPS - die 90 FPS-Grenze der CPU stört also nicht, ihr bekommt das volle 55-Prozent-Plus.

Als Faustregel kann man sagen, dass bei besonders starken Grafikkarten das Risiko, dass sich der Kauf im Vergleich zu einer schwächeren Grafikkarte nicht lohnt, steigt, je schwächer die CPU ist. In unserem Special aus der Vorwoche seht ihr, dass ihr für 400 bis 500 Euro schon sehr starke Sets aus CPU, Mainboard und RAM bekommt.

Der Kauf eines solchen Sets plus einer Grafikkarte wie die AMD Radeon RX 6700 XT oder Nvidia GeForce RTX 3060 Ti für zusammen 900 Euro kann dann für mehr FPS sorgen, als wenn ihr euch eine etwa doppelt so schnelle RTX 4070 Ti oder AMD RX 7900 XT für 900 Euro kauft und eure alte CPU sie ausbremst. Ganz nebenbei ist das neue System dann auch wieder für viele Jahre eine gute Basis, um bei Bedarf eine neue Grafikkarte nachzurüsten.

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  2. Seite 2 Grafikkarten: Leistung und Preis-Leistung aktueller Grafikkarten
  3. Seite 3 Grafikkarten: Preisunterschiede beachten; 30 Modellempfehlungen
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