Grafikkarten-Kaufberatung: Netzteil-Stärke und Treiberinstallation

Special Antonio Funes

In unserem Special findet ihr in dieser Woche empfehlenswerte Grafikkarten aus allen Preisklassen ab 90 Euro sowie einige Tipps rund um Grafikkarten. Wir beleuchten die Bedeutung des Netzteils für die Grafikkarte und helfen euch bei der Treiber-Installation.

Netzteil: wie stark muss es sein?

Die Hersteller legen seit einer Weile immer mehr Wert auf die Effizienz von Grafikkarten. Daher sind die Zeiten, in denen man für Gamer-PCs vorsichtshalber auch gerne mal ein 700 Watt-Netzteil empfohlen hat, vorbei. Selbst sehr starke Grafikkarten der neuesten Generationen (bei AMD die Radeon HD 7000er, bei Nvidia die GeForce 600er-Generation) kommen mit Markennetzteilen aus, die 500 Watt als Nennwert haben. Wer sicher gehen will, greift zu 550, maximal 600 Watt. Bei älteren Karten wie der Nvidia GTX 580 müsst ihr allerdings ein wenig mehr aufpassen. Der Gesamtverbrauch eines modernen PCs selbst mit einer HighEnd-Karte liegt aber ansonsten weit unter 400 Watt - einen gewissen Puffer als Leistung muss man aber einplanen, da die Watt eines Netzteils auf drei Hauptleitungen (3.3, 5 und 12 Volt) verteilt sind. Wenn ein PC also zum Beispiel 380 Watt benötigt, wird ein Netzteil mit genau 380 Watt wohl nicht ausreichen, auch 400 Watt werden knapp, da hierfür die Watt wirklich genau passend verteilt sein müssten. Zum Beispiel kann sich die maximale Leistung eines 400 Watt-Netzteils durch jeweils 130-140 Watt bei den drei Leitungen ergeben. Wenn nun aber bei 12 Volt 150 Watt benötigt werden, was für eine Mittelklasse-Grafikkarte typisch ist, reicht das Netzteil mit 400 Watt nicht aus, obwohl der PC theoretisch insgesamt nur 380W benötigt. Auf der sicheren Seite seid ihr, wenn ihr User-Erfahrungen zu Netzteilen sucht oder in unserer Community nachfragt.

Treiber installieren

Wahlfelder zum Treiberdownload bei Nvidia (oben) und AMD (unten) Quelle: Antonio Funes Wahlfelder zum Treiberdownload bei Nvidia (oben) und AMD (unten) Nach dem Einbau der Karte solltet ihr die aktuellsten Treiber für die Grafikkarte bei AMD oder Nvidia (je nach dem, was für einen Grafikchip die Karte besitzt) herunterladen und installieren. Wer es komplett "sauber" bewerkstelligen will, kann noch vor dem Ausbau der alten Grafikkarte den alten Treiber deinstallieren oder mit einem Tool wie Driver Cleaner löschen. Wer sowieso Windows neu installiert, da er nicht nur die Grafikkarte ersetzt oder einen komplett neuen PC vor sich hat, installiert die neuesten Treiber am besten, nachdem er alle sonstigen Treiber (Mainboard-Chipsatz, Sound, eventuell auch USB und LAN) und alle vorgeschlagenen wichtigen WindowsUpdates installiert hat. Treiber für Nvidia-Grafikkarten findet ihr im Treiberbereich auf nvidia.de - beim Produkttyp ist "GeForce" die richtige Wahl, danach wählt ihr als Produktserie zum Beispiel die 500 Series für eine GTX 570 habt. Achtung: Serien mit einem "M" sind Grafikchips für Notebooks! Bei der 600 Series kommt zusätzlich noch ein Popup-Feld für die "Produktfamilie" zur Wahl der genauen Karte. Als letztes wählt ihr noch euer Betriebssystem und die Sprache. Auf der Website von AMD läuft es für Radeon-Grafikkarten ähnlich: bei "Component Category" wählt ihr Desktopgrafiklösungen, bei "Product Line" die Radeon HD Serie, bei "Product Model" reicht die Generation aus, also 6xxx Series für eine AMD 6870 - die letzte Aktion ist dann die Wahl des "Operating Systems", also des Betriebssystems.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Grafikkarten-Kaufberatung: Einleitung
  2. Seite 2 Grafikkarten-Kaufberatung: Netzteil-Stärke und Treiberinstallation
  3. Seite 3 Grafikkarten-Kaufberatung: Hinweise zu Kauftipps und Grafikkarten von 80 bis 150 Euro
  4. Seite 4 Grafikkarten-Kaufberatung: Grafikkarten von 150 bis 300 Euro
  5. Seite 5 Grafikkarten-Kaufberatung: Grafikkarten über 300 Euro und Übersichtstabelle
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