Sechs Gamer-PCs von 500 bis 1700 Euro
Special
Wollt ihr euch für die kommenden Hits wie Battlefield 1, Forza Motorsport oder Call of Duty: Infinite Warfare eine neue Kiste anschaffen? Wir haben für euch PCs ab 500 Euro zusammengestellt, die natürlich auch als Inspiration für eine Aufrüstung ohne kompletten PC-Neukauf dienen können
Unsere PC-Zusammenstellungen
Bevor wir beginnen, wollen wir noch einige allgemeine Hinweise zu unseren Zusammenstellungen geben. Wir haben vor allem für die ersten vier PCs Bauteile herausgepickt, die so günstig wie möglich, aber nicht zu billig sind. Alle Komponenten bieten eine ordentliche Qualität, die Netzteile sind auch bei den Einsteiger-PCs für deutlich stärkere Grafikkarten geeignet, falls ihr später nachrüsten wollt.
In diesem Artikel
Auf ein DVD-Laufwerk haben wir bei allen PCs verzichtet. Die Installation von Windows 7, 8 oder 10 ist bei modernen Mainboards problemlos auch per USB-Stick möglich. Wenn ihr trotzdem eines benötigt, dann findet ihr in vielen Hardwareshops auch unter 15 Euro gute DVD-Brenner mit SATA-Anschluss. Ebenso könnt ihr auch - wenn ihr nur ab und an ein DVD-Laufwerk nutzten wollt - zu einem externen Modell mit USB (etwa 20 bis 30 Euro) greifen. Ansonsten gelten unsere Zusammenstellungen als Beispiele, welche PCs ihr mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zum jeweiligen genannten Budget erwarten könnt.
Quelle: ASRock
ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K6
Natürlich könnt ihr die Komponenten der Beispiel-PCs auch mischen, solange RAM, CPU und Mainboard zusammenpassen, oder eigene Alternativen bei den Bauteilen wählen, zum Beispiel ein anderes Gehäuse oder eine größere SSD oder Festplatte, oder auch eine andere Grafikkarte in den PC einbauen. Die Preise der Bauteile basieren auf den aktuellen Angeboten günstiger Online-Hardwareshops, der Gesamtpreis versteht sich ohne Windows.
Einsteiger-PCs für 500 Euro
Für 500 Euro könnt ihr auf eine Acht-Kern-CPU von AMD oder einen Core i3 von Intel setzen. Letzterer hat zwar nur zwei Kerne, die aber vier Threads verwalten können, so dass er wie eine Vierkern-CPU arbeitet. Da die Technologie zudem insgesamt effizienter als bei AMD ist, liegt der Core i3 in den meisten Spielen auf einem ähnlichen Niveau wie ein AMD Achtkern-Prozessor, ist in vielen Spielen aber auch ein wenig schwächer. Der Vorteil der Intel-CPU ist aber der geringe Strombedarf sowie die Option, auch nach zwei bis drei Jahren eine deutlich stärkere CPU nachrüsten zu können, ohne das Mainboard zu wechseln. Die Grafikkarte ist beim AMD-PC eine AMD RX 460, für den Intel-PC könnt ihr die gleiche Grafikkarte nehmen, wer will kann aber auch die Nvidia GTX 950 wählen. Diese hat zwar nur zwei Gigabyte Grafik-Speicher und ist ein wenig teurer, bietet aber eine ähnliche Leistung wie die Vier-Gigabyte-Version der AMD RX 460. Beim Gehäuse benötigt ihr nur dann einen weiteren Gehäuselüfter, wenn lediglich ein einziger im Lieferumfang dabei ist. Wir kommen in der Summe bei beiden PCs auf 485 und 490 Euro - es sind also noch ein paar Euro Spielraum bis zur 500-Euro-Grenze.
Es bleibt dabei euch überlassen, ob ihr die Box-Lüfter der CPU verwendet oder einen leiseren separaten CPU-Kühler besorgt. Für etwa 15 Euro ist dies durchaus schon möglich, zum Beispiel mit einem SilenX Effizio EFZ-80HA3. Beide PC könnt ihr natürlich für 40 Euro Aufpreis mit einer SSD (120 bis 128 Gigabyte) ausstatten. Da wir aber für maximal 500 Euro die beste Spielepower zusammenstellen wollten inklusive qualitativ soliden Komponenten, haben wir auf eine SSD verzichtet. Beim Arbeitsspeicher schlagen wie einen Riegel mit acht Gigabyte Kapazität vor, so dass ihr bei Gelegenheit einen zweiten Riegel nachkaufen könnt. Wenn ihr aber längerfristig bei insgesamt nur acht Gigabyte bleiben wollt, empfehlen wir ein Set mit zwei RAM-Riegeln zu je vier Gigabyte.
| Bauteil | Einsteiger PC AMD 500 Euro | Preis ab | Einsteiger PC Intel 500 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | AMD FX-8300 (8x 3,3 bis 4,2 GHz) | 120 Euro | Intel Core i3-6100 (2x 3,7 GHz) | 115 Euro | |
| Mainboard | ASRock 970M Pro3 | 60 Euro | MSI H110M Pro-D | 50 Euro | |
| RAM | 1x8GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 | 35 Euro | 1x8GB Crucial DDR4-2133 CL15 | 35 Euro | |
| Grafikkarte | XFX RX 460 Double Dissipation 4GB | 140 Euro | Gigabyte GTX 950 WindForce 2X OC | 150 Euro | |
| Gehäuse | Antec GX200 | 35 Euro | AeroCool Cyclops Advance | 40 Euro | |
| Lüfter | Arctic F12 PWM 120mm 600-1350 U/Min | 5 Euro | keiner (im Gehäuse 2 vorhanden) | 0 Euro | |
| Netzteil | FSP Fortron/Source Hexa+ 500W | 45 Euro | be quiet! System Power 8 500W | 50 Euro | |
| Festplatte | Toshiba DT01ACA 1000GB | 45 Euro | Seagate Desktop HDD 1TB | 45 Euro | |
| Gesamtpreis | 485 Euro | Gesamtpreis | 490 Euro |
Mittelklasse für 750 Euro
Wir erhöhen das Budget der Einsteiger-PCs um 50 Prozent und landen somit bei 750 Euro. Da AMD leider keine CPUs bieten kann, die für Gaming an einen modernen Core i5 von Intel heranreichen, basieren beide PCs auf Intel-Sockeln. Zum einen ist es der Sockel 1150, der trotz seines Alters allerdings bei der Preisgestaltung interessant ist. Denn der Core i5-4460 ist kaum schwächer als der teurere Intel Core i5-6500 für den neueren Sockel 1151, der im zweiten PC-Vorschlag steckt. Bei der Grafikkarte empfehlen wir eine AMD RX 470 (4GB), in unserem Beispiel ein Modell von Asus. Die neue AMD-Karte ist deutlich stärker als eine kaum günstigere Nvidia GTX 960 mit vier Gigabyte Grafik-RAM, aber für Fans von Nvidia haben wir im zweiten PC trotzdem eine GTX 960 in die Konfiguration aufgenommen. Beide PCs bieten zudem eine SSD mit 120 Gigabyte Speicherplatz und einen recht soliden CPU-Kühler. Wer mehr SSD-Speicherplatz braucht, kann schon für 30 Euro Aufpreis die doppelte Größe bekommen. Beide PCs wären auch für absolute High-End-Grafikkarten bestens geeignet.
| Bauteil | Mittelklasse Intel Sockel 1150 | Preis ab | Mittelklasse Intel Sockel 1151 | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core i5-4460 (4x 3,2 GHz) | 175 Euro | Intel Core i5-6500 (4x 3,2 GHz) | 190 Euro | |
| Mainboard | ASRock H97 Anniversary | 70 Euro | Gigabyte GA-B150M-DS3H | 75 Euro | |
| RAM | 2x8GB G.Skill Value DDR3-1600 | 65 Euro | 2x8GB PNY Anarchy DDR4-2133 | 65 Euro | |
| Grafikkarte | Asus ROG Strix RX 470 OC 4GB | 215 Euro | Gigabyte GTX 960 WindForce 2X OC | 195 Euro | |
| Gehäuse | Sharkoon REX8 Value | 45 Euro | AeroCool Aero-800 | 50 Euro | |
| Netzteil | Corsair Vengeance 500 | 60 Euro | be quiet! Pure Power 9 500W | 60 Euro | |
| Festplatte | Western Digital Blue 1000GB | 50 Euro | Seagate Desktop HDD 1TB | 45 Euro | |
| SSD | Patriot Blast 120GB | 40 Euro | Transcend SSD220 120GB | 45 Euro | |
| CPU-Kühler | Arctic Freezer i30 | 25 Euro | Cooler Master Hyper 103 | 25 Euro | |
| Gesamtpreis | 745 Euro | Gesamtpreis | 750 Euro |
Oberklasse für 1000 Euro
Wir machen abermals einen Sprung von 250 Euro und haben zwei PCs für 1000 Euro zusammengestellt. Der erste PC nutzt den Intel Xeon E3-1231 v3. Dieser beherrscht Hyperthreading und kann mit seinen vier Kernen acht Threads verwalten, genau wie ein Core i7-4790 oder i7-6700. Lediglich eine eigene Grafikeinheit fehlt dem Xeon, zudem hat er einen geringeren Turbotakt als die beiden genannten Core i7-CPUs. Der Taktunterschied ist aber in einem Bereich, der in Spielen nicht zu merken ist. Der Vorteil des Xeons: er kostet nur 255 Euro und bietet - obwohl er auf dem alten Sockel 1150 basiert - beinah die gleiche Leistung wie der 50 Euro teurere Core i7-6700 für den Sockel 1151, der in der Konfiguration des zweiten PCs steckt. Bei der Grafikkarte habt ihr die Wahl zwischen einer AMD RX 480 und einer Nvidia GTX 1060. AMDs Grafikkarte hat acht Gigabyte Videospeicher, das Modell von Nvidia nur sechs Gigabyte, dafür aber einen etwas geringeren Strombedarf und ein paar Prozentpunkte mehr Leistung. Bei der Festplatten- und SSD-Kapazität haben wir den Speicherplatz im Vergleich zu den Mittelklasse-PCs jeweils verdoppelt. Kühler, Netzteil und Gehäuse sind ebenfalls ein wenig hochwertiger als bei den günstigeren PCs.
| Bauteil | Oberklasse Intel Sockel 1150 | Preis ab | Oberklasse Intel Sockel 1151 | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Xeon E3-1231 v3 (4x 3,4 GHz) | 255 Euro | Intel Core i7-6700 (4x 3,4 GHz) | 305 Euro | |
| Mainboard | Gigabyte GA-H97-HD3 | 75 Euro | MSI B150M Bazooka Plus | 80 Euro | |
| RAM | 2x8GB GeIL EVO Leggera DDR3-1600 | 70 Euro | 2x8GB Crucial Ballistix Sport LT DDR4-2400 | 65 Euro | |
| Grafikkarte | Sapphire Nitro+ RX 480 8G D5 | 300 Euro | Palit GTX 1060 6GB Dual | 275 Euro | |
| Gehäuse | Zalman Z11 Plus | 60 Euro | Corsair Carbide Series 200R | 55 Euro | |
| Netzteil | be quiet! Pure Power 9 CM 500W | 70 Euro | Chieftec A-80 CTG-550 C 550W | 60 Euro | |
| Festplatte | Seagate Desktop HDD 2TB | 70 Euro | Toshiba DT01ACA 2000GB | 65 Euro | |
| SSD | Samsung SSD 750 EVO 250GB | 70 Euro | ADATA Premier SP550 240GB | 65 Euro | |
| CPU-Kühler | EKL Alpenföhn Brocken ECO | 30 Euro | be quiet! Pure Rock | 30 Euro | |
| Gesamtpreis | 1000 Euro | Gesamtpreis | 1000 Euro |
Übertakter-PCs mit Top-Grafikkarten
Zum Abschluss haben wir noch zwei Übertakter-PCs zusammengestellt: der eine für 1300 Euro arbeitet mit einem Core i5-6600K, der andere PC für 1700 Euro nutzt den Core i7-6700K. Natürlich könnt ihr beide CPUs auch in einem der günstigeren PCs verwenden, sofern ein Sockel 1151-Mainboard und DDR4-RAM verwendet wird, oder beispielsweise auch den Core i7-6700K für die günstigere der beiden Übertakter-PC-Varianten verwenden.
Quelle: PC Games Hardware
Palit GTX 1070 Phoenix
Allerdings ist eine Übertaktung nur dann möglich, wenn ihr dazu auch ein Mainboard mit dem Z170-Chipsatz nehmt. Zudem lohnt es sich bei einem Z170-Mainboard durchaus, DDR4-RAM mit einem Takt von 2800 oder 3000 Megahertz zu verwenden, weswegen wir es auch für unsere beiden PCs vorschlagen. Der Kern der Spieleleistung sind aber die Grafikkarten: für die günstigere Variante ist es die Nvidia GTX 1070, die auf einem Level mit der ehemaligen High-End-Karte GTZX 980 Ti ist. Der teurere PC arbeitet mit einer Nvidia GTX 1080. Beide Grafikkarten könntet ihr auch in einem der zuvor von uns vorgeschlagenen PCs verwenden. Selbstverständlich könntet ihr auch CPU, Mainboard und RAM von einem der beiden Übertakter-PCs nehmen und mit dem Rest-PC eines der anderen von uns zusammengestellten PCs verbinden. Ihr spart dann dadurch, dass ihr bei Komponenten wie Gehäuse, Netzteil oder Laufwerken die günstigeren Varianten nehmt. Allein wenn euch bei unseren Übertakter-PCs eine SSD mit 240 Gigabyte und eine Festplatte mit 1000 Gigabyte Speicherplatz anstelle von 480 respektive 3000 Gigabyte ausreichen, sind bereits 90 Euro gespart.
| Bauteil | Übertakter-PC Intel Core i5 | Preis ab | Übertakter-PC Intel Core i7 | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core i5-6600K (4x 3,5 GHz) | 235 Euro | Intel Core i7-6700K (4x 4,0 GHz) | 335 Euro | |
| Mainboard | ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K4 | 120 Euro | Asus Z170-A | 140 Euro | |
| RAM | 2x8GB G.Skill Ripjaws 4 DDR4-3000 | 80 Euro | 2x8GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3000 | 80 Euro | |
| Grafikkarte | Gainward GTX 1070 Phoenix GS | 455 Euro | Zotac GTX 1080 AMP! | 700 Euro | |
| Gehäuse | Nanoxia Deep Silence 3 | 70 Euro | Fractal Design Define S | 80 Euro | |
| Netzteil | Antec TruePower Classic 550W | 80 Euro | be quiet! Pure Power 10-CM 500W | 95 Euro | |
| Festplatte | Toshiba P300 HighPerformance 3TB | 90 Euro | Seagate BarraCuda 3TB | 100 Euro | |
| SSD | SanDisk Ultra II 480GB | 120 Euro | Crucial BX200 480GB | 120 Euro | |
| CPU-Kühler | Scythe Mugen 4 | 40 Euro | Thermalright Macho HR-02 | 45 Euro | |
| Gesamtpreis | 1290 Euro | Gesamtpreis | 1695 Euro |
