Gelungene Nvidia GeForce RTX 4070? Technik, Leistungsbewertung und Modellübersicht

Special Antonio Funes
Gelungene Nvidia GeForce RTX 4070? Technik, Leistungsbewertung und Modellübersicht
Quelle: Asus

Nachdem die neue Nvidia GeForce RTX 4070 seit Donnerstag im Handel ist, bieten wir für euch ein großes Special zum neuen Nvidia-Boliden. Wir haben Tests analysiert, um zu einer Leistungseinschätzung zu kommen, betrachten die Technik, den Strombedarf und vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis der GeForce RTX 4070. Zudem haben wir eine Übersicht mit über 25 Modellvarianten erstellt.

Nvidia hat die neue Grafikkarte GeForce RTX 4070 veröffentlicht - und zwar für eine Preisempfehlung von 659 Euro. Rein vom Namen her wäre eine auf die Ziffern 70 endende Grafikkarte in der GTX-Ära eher ein Fall für etwa 300 bis 500 Euro gewesen. Doch seit der RTX-Serie liegen die Einstiegspreise höher, wobei die neue RTX 4000-Reihe potenziell auch enorm viel Leistung bietet: Die RTX 4090 ist satte 50 Prozent schneller als das alte Flaggschiff RTX 3090 Ti. Welche Leistung die neue RTX 4070 in Spielen an den Tag legt, werden wir euch heute auf Basis einer großen Analyse von bereits veröffentlichten Tests anderer Redaktionen aufzeigen, die wir statistisch zusammengefasst haben.

Später geht es dann auch um den Strombedarf und das Preis-Leistungs-Verhältnis der in einigen Onlineshops ab 639 Euro erhältlichen neuen Nvidia GeForce RTX 4070. Welche Grafikkarten sind aber eine Konkurrenz für die RTX 4070? Die RTX 3070 Ti gibt es ab 600 Euro, die RTX 3080 wiederum erst ab 750 Euro. Preislich unter der RTX 4070 liegt bei AMD die RX 6800 XT (ab 570 Euro), darüber kommt die RX 6900 XT ab 700 Euro.

Wie die RTX 4070 im Vergleich abschneidet, klären wir im Laufe unseres Specials. Wir bieten zudem auch eine Marktübersicht mit 28 bereits in Shops gelisteten RTX 4070-Modellen.

Vorab-Leaks können täuschen

Laut Leaks, die schon über eine Woche vor Release erschienen, sollte die RTX 4070 Ti etwa 20 Prozent vor der neuen RTX 4070 liegen.

Palit GeForce RTX 4070 GamingPro Quelle: Palit Palit GeForce RTX 4070 GamingPro Allerdings können ganz allgemein gesprochen die Ergebnisse noch kurz vor Release einer neuen Grafikkarte durch angepasste Treiber oder auch einen Patch für die Benchmark deutlich rosiger aussehen.

Zudem zeigt die Erfahrung, dass manch eine synthetische Benchmark generell die durchschnittliche Gaming-Leistung nicht zuverlässig widerspiegelt.

Deswegen sind Tests einer Grafikkarte zum oder nach ihrem Release viel eher der Maßstab, an dem man sich orientieren sollte. Wir haben genau dies getan, also Tests begutachtet, und werden die Ergebnisse auch in einer aktuellen Grafikkarten-Kaufberatung verwenden - doch zuerst aber werfen wir einen Blick auf die Technik.

GeForce RTX 4070: Technik

Die GeForce RTX 4070 ist im Desktopsektor die vierte RTX 4000-Grafikkarte von Nvidia und arbeitet mit einer AD104 als GPU. Dies ist die gleiche GPU wie bei der GeForce RTX 4070 Ti, allerdings handelt es sich um eine angepasste Variante. Dies hört sich zuerst unspektakulär an - die folgende Tabelle zeigt aber, dass die Einschnitte alles andere als gering sind:

Eigenschaft RTX 3070 RTX 4070 RTX 4070 Ti RTX 4080
GPU GA104 AD104 AD104 AD103
Fläche 393 qmm 295 qmm 295 qmm 379 qmm
Transistoren 17,4 Mrd 35,8 Mrd 35,8 Mrd 45,9 Mrd
FP32-ALUs (Shadereinheiten) 5888 5888 7680 9728
Raytracing-Kerne 46 46 60 76
Tensor-Kerne 184 184 240 304
Basistakt 1500 MHz 1920 MHz 2310 MHz 2210 MHz
Boosttakt 1725 MHz 2475 MHz 2610 MHz 2510 MHz
Grafikspeicher 8GB GDDR6 12GB GDDR6X 12GB GDDR6X 16GB GDDR6X
RAM-Anbindung 256 Bit 192 Bit 192 Bit 256 Bit
Bandbreite 448 GB/s 504 GB/s 504 GB/s 717 GB/s
TDP 220 Watt 200 Watt 285 Watt 320 Watt
Preis aktuell etwa 500 Euro ab 630 Euro ab 880 Euro ab 1240 Euro

Bei den FP32-ALUs (früher auch als CUDA-Cores oder Shadereinheiten bezeichnet) sowie den Raytracing- und Tensor-Kernen bietet die RTX 4070 Ti deutlich mehr, nämlich jeweils 30 Prozent.

Aus Sicht der RTX 4070 ausgedrückt sind dies also etwa 23 Prozent weniger als bei der RTX 4070 Ti. Beim Boosttakt liegt die Differenz hingegen bei nur 5,5 Prozent.

Der Standardtakt der RTX 4070 ist aber um fast 400 MHz geringer, ein Minus von etwa 20 Prozent. Interessant ist der Vergleich zur RTX 3070, denn hier ist die Anzahl an FP32-ALUs sowie Tensor- und Raytracing-Kernen identisch zur RTX 4070, wobei die Kerne der RTX 3070 freilich aus der Vorgängergeneration stammen.

In Sachen RAM arbeitet die RTX 4070 genau wie die RTX 4070 Ti mit 12GB GDDR6X-RAM bei 192 Bit-Anbindung und einer effektiven Bandbreite von 504 GB pro Sekunde.

Ein Vorteil für die neue RTX 4070 ist wiederum der Strombedarf, denn der TDP-Unterschied von über 80 Watt lässt auch auf einen ähnlich hohen Unterschied beim maximalen Strombedarf schließen.

Dies sorgt auch dafür, sie leichter zu kühlen ist als die RTX 4070 Ti, was sich zum Release bereits bewahrheitet hat: Das kürzeste Modell der RTX 4070 Ti-Serie misst knapp 30 Zentimeter, von der RTX 4070 geht es schon unter 23 Zentimeter los. Wir bieten übrigens später in unserem Special hierzu auch eine Übersicht zu 28 Modellvarianten der Partnerhersteller.

  1. Seite 1 Nvidia RTX 4070: Problematische Leaks; RTX 4070-Technik
  2. Seite 2 Nvidia RTX 4070: Leistungsanalyse, Raytracing
  3. Seite 3 Nvidia RTX 4070: Stromkostenduell, Preis-Leistungs-Übersicht
  4. Seite 4 Nvidia RTX 4070: Fazit, Kaufberatung und Marktübersicht
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