Gaming-PC-Test: Mainstream-Monster Captiva G19 18V1 mit GTX 1080 Ti und Core i7-8700K
Special
Mit dem Captiva G19 18V1 haben wir einen Komplett-PC für knappe 2000 Euro getestet, der im High-End-Bereich anzusiedeln und mit den stärksten aktuellen Mainstream-Komponenten ausgestattet ist. Mit an Bord des Gaming-Monsters ist eine Nvidia GTX 1080 Ti und ein Core i7-8700K, 16 Gigabyte DDR4-RAM, auch Windows 10 befindet sich im Lieferumfang.
Komplett-PC Captiva G19 18V1
Nicht jeder möchte seinen PC selber zusammenbauen. Daher schauen sich viele Gamer auch auf dem Markt der Komplett-PCs um. Nicht selten bezahlt man aber überhöhte Preise oder bekommt anstatt eines angeblichen High-End-PCs nur einen Computer, der von uns in einer Kaufberatung mit Mühe und Not das Label "Mittelklasse" erhalten würde.
In diesem Artikel
Wir haben uns nun einen Komplett-PC von Captiva genauer angesehen, den Captiva G19 18V1. Der aktuell für 1999 Euro - inklusive Windows 10 (64 Bit) - erhältliche Bolide stellt das Spitzenmodell von Captiva da und kann online über mehrere Händler, unter anderem Aerosoft, Nexoc, Amazon, Expert sowie seit kurzem auch über Saturn und MediaMarkt bezogen werden. Was die technischen Daten angeht, so steht ein waschechter High-End-Gaming PC vor uns. Denn sofern man nicht in den Bereich der absoluten Enthusiasten-Komponenten vordringt, hat Captiva dem G19 18V1 eine Top-Kombination aus CPU und Grafikkarte verpasst.
Hardwaredaten
Für die Grafikleistung sorgt eine Nvidia GeForce GTX 1080 Ti, die schnellste GeForce-Grafikkarte der aktuellen Pascal-Generation. Das im Captiva-PC verwendete Modell kommt von Palit und bietet mit 11 Gigabyte GDDR5-RAM somit mehr als genügend Speicher für eine 4K-Auflösung. Auch bei der CPU lässt sich Captiva nicht bitten: der Intel Core i7-8700K ist die derzeit stärkste Mainstream-CPU von Intel, arbeitet mit sechs Kernen und kann bis zu 12 Threads gleichzeitig verwalten. Der Prozessor taktet standardmäßig mit 3,7 Gigahertz, im Boost sind es bis zu 4,7 Gigahertz. Mit dem MSI Z370-A Pro als Mainboard steht der CPU zwar keine High-End-Übertakter-Platine zur Verfügung.
Quelle: Captiva
Captiva G19 18V1: Blick ins Innere bei Betrieb
Wer übertakten möchte, kann dies mit dem Mainboard aber problemlos tun, auch wenn die Taktgrenzen etwas niedriger liegen dürften als bei einem rassigen Edel-Mainboard. 16 Gigabyte DDR4-RAM, verteilt auf zwei Riegel, runden das Leistungspaket ab. Als Festspeicher bilden eine SSD von Crucial mit 250 Gigabyte sowie eine Festplatte mit 1000 Gigabyte Kapazität ein gutes Duo. Auf der SSD befindet sich das vorinstallierte Windows 10, es bleiben also knapp 200 Gigabyte für die Spiele übrig, bei denen Euch schnelle Ladezeiten wichtig sind.
Gehäuse und Lüfter
Das Gehäuse stammt von LC Power und lässt durch ein Seitenfenster aus Acryl jederzeit ein Blick auf das Innere des PCs zu. Ein großer Teil der Front besteht ebenfalls aus Acrylglas, in das auch ein Captiva-Schriftzug eingraviert ist. Power- und Resetschalter liegen links und rechts im oberen Drittel der Front und können leicht miteinander verwechselt werden.
Quelle: Captiva
Captiva G19 18V1: oberer Frontbereich mit Schaltern und Audio- sowie USB-Ports
Oben mittig im Frontbereich sind zwei USB3.0-Ports sowie Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon platziert. Captiva hat insgesamt fünf Gehäuselüfter verbaut, die allesamt eine schicke ringförmige LED Beleuchtung besitzen. Vorne sind es drei Lüfter, hinzu kommen je einer hinten und oben. Die Lüfter sind miteinander gekoppelt und können per mitgelieferter Fernbedienung angesteuert werden. Zum einen lässt sich deren Geschwindigkeit ändern, zum anderen könnt ihr aber auch die LED-Farbe bestimmen sowie zahlreiche Effekte wie Farbwechsel oder pulsierende Lichteffekte aktiveren. Für die CPU ist ein Xilence M704-RGB-Kühler verbaut, der für extreme Übertaktungsexperimente ein wenig zu schwach ist, seinen Dienst aber ansonsten zuverlässig erledigt. Die Palit GTX 1080 Ti wird von zwei Lüftern versorgt, zudem leuchtet ein Palit-LED-Logo durch das Seitenfenster hindurch. Da das Gehäuse keinen Schacht für ein CD-Laufwerk hat, liefert Captiva einen externen DVD-Brenner mit.
Verarbeitung und Lautstärke
Der PC wurde sorgsam und sauber zusammengebaut - Netzteil, Festplatte und einige Kabel verbergen sich unter einer Abdeckung, die in etwa das untere Viertel des Gehäuseinneren einnimmt.
Quelle: Captiva
Captiva G19 18V1: Ansicht bei entferntem Seitenteil
Was die Lautstärke des PCs angeht: wählt man die langsamste Lüftergeschwindigkeit, so ist der PC sehr leise. Bei anspruchsvollen Spielen drehen die Lüfter der Grafikkarte und der CPU ihre Lüfter mit einem relativ hohen Ton auf, was aber im annehmbaren Rahmen bleibt. Trotzdem kann es gut sein, dass Euch die Art des Geräusches so sehr stört, dass ihr die Gehäuselüfter lieber auf eine schnellere Stufe umstellt, da deren etwas tieferes Laufgeräusch euch möglicherweise eher zusagt. Insgesamt dürfte aber ein normaler Gamessound die Lüfter ohnehin in den Hintergrund rücken lassen, erst Recht falls ihr per Headset spielt. Ein echter Silent-PC ist der Captiva G19 18V1 also nicht, er wird aber auch nicht als solcher beworben. Kommen wir aber nun zum Wichtigsten: wie sieht die Leistung aus?
