Gaming-PC: Frühjahrsputz, leisere Kühlung und Martkübersicht mit CPU-Kühlern

Special Antonio Funes
Gaming-PC: Frühjahrsputz, leisere Kühlung und Martkübersicht mit CPU-Kühlern
Quelle: Antonio Funes

Wenn der PC bei Hitze lauter wird als früher, könnte Staub der Grund sein. Wir schildern euch daher eine effektive PC-Reinigung. Es geht aber auch um andere Maßnahmen, um den PC leiser zu machen, ohne eine neue Kühlung zu kaufen. Wer letzteres trotzdem vorhat, findet bei uns noch eine Marktübersicht mit Luft- und AiO-Wasserkühlern für den Prozessor.

Nachdem es im Laufe der Woche in Deutschland immer wärmer wurde und zur Wochenmitte sogar in vielen Teilen Deutschland das Knacken der 30-Grad-Marke gelang, dürfte wohl auch der ein oder andere Gaming-PC unserer Leser ins Schwitzen geraten sein - neben der frühsommerlichen Hitze lag dies beim ein oder anderen PC sicherlich auch daran, dass die Komponenten des PCs im Laufe der Zeit zu viel Staub abbekommen haben und mal wieder eine gründliche Reinigung nötig hätten.

In unserem Special geben wir euch daher Tipps dazu, wie ihr euren PC einem Frühjahrsputz unterzieht. Zuerst gibt es einige allgemeine Tipps, wie ihr die Kühlung des PCs leiser gestalten und ihn vor unnötiger Wärmeentwicklung schützen könnt - denn auch bei klinisch sauberen Bauteilen gibt es Dinge, die die Kühlung eines PCs erschweren. Da es zudem kein Geheimnis ist, dass ein guter CPU-Kühler den Prozessor effektiv und leise kühlen kann, haben wir auch noch eine Marktübersicht mit 30 aktuellen CPU-Kühlern klassischer Bauart sowie All-In-One-Wasserkühlungen samt Radiator, auch AiO-Wasserkühlung genannt, vorbereitet.

PC leiser machen: Basis-Tipps

Im Sommer ist es im Zimmer und somit auch im Inneren eines PCs schon im ausgeschalteten Zustand wärmer als im Winter. Im Betrieb ist zudem die von den Lüftern herangesaugte Frischluft ist wärmer als im Winter. Dies führt dazu, dass die Kühler von CPU und Grafikkarte im Sommer schneller warm werden.

Bei einer sehr guten Kühlung kann es gut sein, dass die Lüfter trotzdem nicht schneller drehen müssen als zu Winterzeiten, da die Kühlleistung immer noch gut genug ist, um die Temperaturen von CPU und Grafikkarten-Chip im Zaum zu halten. Allerdings gibt es drei Dinge, die dazu führen können, dass die Lüfter bei höheren Außentemperaturen dann doch deutlich mehr Gas geben müssen und den PC daher lauter machen:

  • Eine zu sehr auf niedrige Temperaturen abgestimmte Lüfteransteuerung, sowohl vom Mainboard aus als auch was das BIOS der Grafikkarte angeht - hier kann es auch bei moderaten Außentemperaturen schon früh laut werden.
  • Eine eher schwache Kühlung allgemein, zum Beispiel wegen eines (zu) kleinen Kühlers, eines zu engen Gehäuses sein oder wegen schlechten Lüftern, die erst bei hoher Drehzahl einen ausreichenden Luftstrom erzeugen. Auch ein Standort an einem vergleichsweise warmen Ort hat einen Einfluss.
  • Verstaubte Kühler- und Lüfter-Flächen, die für einen Wärmestau sorgen.

Wir werden auf allen drei Themen etwas genauer eingehen. Und starten mit der Lüftereinstellung für die CPU.

CPU- und Gehäuse-Lüfter

Der wichtigste Lüfter ist der, der zum CPU-Kühler gehört und mit dem Mainboard-Anschluss CPU-FAN verbunden ist. Aber auch weitere Gehäuselüfter lassen sich häufig am Mainboard anschließen und somit ansteuern.

Mit einem Tool kann man, wie hier mit Fan XPert von Asus, bei vielen Mainboards die Lüfterkurven einstellen und auch erkennen lassen, wie hoch die Drehzahl eines Lüfters je nach angesteuertem Strom-Prozentwert ist. Quelle: Screenshot Asus Fan Xpert Mit einem Tool kann man, wie hier mit Fan XPert von Asus, bei vielen Mainboards die Lüfterkurven einstellen und auch erkennen lassen, wie hoch die Drehzahl eines Lüfters je nach angesteuertem Strom-Prozentwert ist. Manchmal sind die Voreinstellungen des Mainboardsa für die Lüfteransteuerung aber zu streng auf niedrige Temperaturen ausgelegt - es macht wenig Sinn, schon bei 50 Grad CPU-Temperatur alle Lüfter auf 100 Prozent drehen zu lassen. Informiert euch, ab welchem Temperaturwert es wirklich kritisch werden kann. Stellt die Lüfter dann so ein, dass sie lange Zeit eher langsam drehen und erst bei Dauerlast dann schneller werden.

Hier gibt es leider keine pauschalen Werte - bei einer guten Kühlung kann es sein, dass ihr die Lüfter für einen Zielwert von maximal 70 Grad bei nur 40 Prozent drehen lassen könnt und sie nur extrem selten schneller drehen müssen, da die 70 Grad bei 40 Prozent Drehzahl kaum überschritten werden.

Es kann aber mit einer eher schwachen Kühlung wiederum passieren, dass selbst 80 Prozent Drehzahl nicht reichen, um die CPU länger als fünf Minuten bei unter 80 Grad zu halten. Ganz allgemein könnt ihr aber alle Lüfter, die nicht direkt zum CPU-Kühler gehören, relativ langsam drehen lassen, vor allem die vorne platzierten Lüfter. Lüfter, die ihr direkt am Netzteil angeschlossen habt, könnt ihr per Adapter statt mit 12 Volt nur mit 7 Volt oder, wenn der Lüfter dazu geeignet ist, sogar nur 5 Volt laufen lassen.

  1. Seite 1 PC-Frühjahrsputz: Basis-Tipps zur Lautstärke und CPU-Lüftern
  2. Seite 2 PC-Frühjahrsputz: Grafikkarten-Lüfter, Gehäuse, Kühler und Standort
  3. Seite 3 PC-Frühjahrsputz: PC-Inneres Entstauben und Reinigen
  4. Seite 4 PC-Frühjahrsputz: AiO-Wasserkühler und Marktübersicht
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk