Wir geben euch eine Kaufberatung rund um Gaming-Notebooks inklusive 20 Beispielmodellen und Tipps zur Leistung von mobilen Grafikkarten und mehr.
Gaming-Leistung: Grafikkarte
Entscheidend für die Spieleleistung ist ganz klar die Grafikkarte. Wir haben zuvor schon die Nvidia GeForce RTX 4060 genannt - gemeint ist damit eine mobile Variante der GPU, die einerseits vor allem aus Gründen der Wärmeentwicklung ein wenig schwächer als die Desktop-Variante ist, andererseits auch aus Platzgründen.
Denn natürlich hat eine der typischen Desktop-Grafikkarten mit Längen von ab 20 bis hin zu 35 Zentimetern bei einer Dicke von 2 bis 3 Einbauslots keinen Platz in einem Notebook. Es handelt sich in Notebooks daher um speziell angepasste GPUs, für die dann wiederum der Notebook-Hersteller ein im Gehäuse integriertes Kühl- und Lüftungskonzept entwickelt. Für moderne Spiele empfehlen wir Notebooks ab einer mobilen Nvidia GeForce RTX 4060.
Die schwächere mobile Nvidia GeForce RTX 4050 schafft zwar selbst Spiele wie Alan Wake 2, Senua's Sage: Hellblade 2 oder Dragon's Dogma 2 auf mittleren Details noch in Full-HD mit über 40 FPS. Aber ob ihr in ein bis zwei Jahren die dann neu erscheinenden Games noch gut spielen könnt, ist eher ungewiss.
Zur Einschätzung der Grafikkarten-Leistung legen wir euch den Notebook-Spieleperformance-Vergleich sowie die Laptop-GPU-Rangliste der Website Notebookcheck ans Herz. Die folgende Tabelle zeigt euch die derzeit relevanten, spielefähigen dedizierten GPUs für Laptops sowie die vergleichbaren GPUs der Vorgeneration und Desktop-Varianten:
| Mobile Grafikkarte | Vergleichbare Vorgeneration | Vergleichbare Desktop-Grafikkarten |
|---|---|---|
| Nvidia GeForce RTX 4050 | Nvidia GeForce RTX 3060 | AMD RX 6600, Nvidia RTX 3060 |
| Nvidia GeForce RTX 4060 | Nvidia GeForce RTX 3070, 3070 Ti | AMD RX 7600, Nvidia RTX 3060 Ti, RTX 4060 |
| Nvidia GeForce RTX 4070 | Nvidia GeForce RTX 3080, 3080 Ti | Nvidia RTX 3070, RTX 4060 Ti |
| Nvidia GeForce RTX 4080 | keine | AMD RX 7700 XT, Nvidia RTX 3080, RTX 4070 |
| Nvidia GeForce RTX 4090 | keine | AMD RX 7900 GRE, Nvidia RTX 3080 Ti, RTX 4070 Super |
Super- oder Ti-Versionen gibt es bei den mobilen RTX 4000er-Modellen nicht. Die neueren RTX 4000er-GPUs solltet ihr bei einem Kauf den 3000er-Serien vorziehen, aber es gibt ab und an noch Schnäppchen, die noch eine der älteren RTX 3000er-GPUs bieten. Wie ihr seht, fehlen AMD-GPUs in der Tabelle aber komplett.
Dies liegt daran, dass sage und schreibe nur neun lieferbare Notebookmodelle eine dedizierte AMD-GPU bieten. Zudem sind diese GPUs nicht sonderlich stark und für Gaming zu teuer: Die einzige Radeon 7000-GPU ist die AMD Radeon RX 7600S, die es in nur drei lieferbaren Notebook-Modellen ab 1300 Euro gibt und die gleichzeitig deutlich schwächer als die Nvidia GeForce RTX 4060 ist.
Letztere findet ihr ja schon in Notebooks ab 850 Euro. Die stärkste 6000er-GPU ist die 6700M, die aber auch nur ein klein wenig stärker als die RX 7600S und schwächer als die RTX 4060 ist. Das einzige aktuell lieferbare AMD RX 6700M-Notebook kostet satte 2250 Euro. Wir denken, dass diese Fakten verdeutlichen, warum wir keine AMD-GPUs in der Tabelle vermerkt haben.
CPU und RAM-Menge
Bei den Prozessoren ist eine Rangliste nicht so entscheidend wie bei Grafikkarten. Notebooks, die eine RTX 4070 oder höher bieten, haben ohnehin eine Top-CPU als Partner, und die Modelle mit einer GeForce RTX 4050 oder 4060 können zwar auch mal nur einen Prozessor haben, der eher zur Einstiegsklasse gehört, aber in modernen Games auf keinen Fall die Grafikkarte ausbremst.
Intel ist zwar bei Gaming-Notebooks der Platzhirsch. Von den etwa 900 Modellen mit mindestens einer Nvidia GeForce RTX 4050 sind aber immerhin gut 230 mit AMD-CPUs bestückt, was gut ein Viertel ist. Die Wahl der genauen CPU solltet ihr vom Gesamtpaket und dessen Preis abhängig machen.
Zur Wahl stehen Intel-Modelle der Reihen Core Ultra sowie Core-i (12., 13. Und 14. Generation) und AMD Ryzen 7000er und 9000er-CPUs. Soweit wir es recherchieren konnten, können die CPUs in allen betreffenden Gaming-Notebooks ohnehin mindestens 12 Threads verwalten, sodass hier keine Schwachpunkte vorhanden sind.
Zur Sicherheit empfehlen wir Modelle ab 16 Threads - aber aufgepasst: Eine CPU mit nur 12 Threads kann durchaus für Spiele schneller sein als eine CPU derselben Reihe mit 16 Threads, die dafür einen geringeren Boost-Takt hat. Beim RAM reichen 16 GB aus - 32 GB sind natürlich besser, aber der Aufpreis sollte angemessen sein.
