Gaming-Grafikkarten: Tipps zum Kauf und Taktwerten

Special Antonio Funes
Gaming-Grafikkarten: Tipps zum Kauf und Taktwerten
Quelle: PCGH

WIr bieten euch viele allgemeine Tipps rund um den Grafikkarten-Kauf sowie eine Preis-Leistungs-Analyse zu Gaming-Grafikkarten, Stand 4.November 2022.

Kaufberatung: Wichtige Faktoren für die Kaufentscheidung

Wer sich eine neue Grafikkarte kaufen will, sollte mehrere Dinge beachten. Wir haben insgesamt fünf Faktoren ausgemacht, die für die meisten unter euch die wohl wichtigste Rolle spielen dürften: Leistung, Preis, Länge, Lautstärke und GPU-Hersteller. Auf einzelne Dinge werden wir später noch genauer eingehen, fassen aber hier bereits das Wichtigste zu den fünf Features zusammen. Die Leistung spricht natürlich für sich selbst und kann aus Spieletests von Hardware- und Gaming-Magazinen zur Rate gezogen werden, und wer in WQHD oder gar 4K spielt, sollte im Zweifel zu einer Grafikkarten-Reihe mit mehr RAM greifen. Taktwerte oder auch die Spieleauswahl können hier aber Einfluss nehmen - dazu später mehr.

Auch die Maße der Grafikkarte sind wichtig, wobei Höhe und Breite nur in sehr seltenen Fällen bei äußerst engen Gehäusen eine Rolle spielen. Die Länge aber ist wichtig, wie ihr auch in unserem aktuellen Gehäuse-Special nachlesen könnt. Denn wenn im Gehäuse irgendein Bauteil im Weg ist, weil die neue Grafikkarte zu lang ist, schaut man dumm aus der Wäsche. Informiert euch also vor dem Kauf darüber, welche Grafikkarten-Länge euer PC-Gehäuse zulässt. Kommen wir zur Lautstärke: Prinzipiell gilt, dass ein größerer Kühler und am besten drei statt nur zwei oder gar ein Lüfter es dem Hersteller erleichtern, eine Grafikkarte leise zu kühlen.

Dies gilt aber nicht in jedem Fall - wir werden es in einem eigenen Abschnitt gleich etwas genauer erklären. Punkt vier ist der GPU-Hersteller, also AMD oder Nvidia. Hier hat Nvidia einen kleinen Vorteil mit den RTX-Grafikkarten, falls Raytracing für euch eine Rolle spielt.

Denn AMD-Modelle brechen bei aktiviertem Raytracing deutlicher ein als Nvidia-Modelle. Auch das KI-Upscaling DLSS bietet derzeit etwas bessere Ergebnisse und ist zudem aktuell in mehr wichtigen Games vertreten als AMDs FSR 2.0. Auch dazu später mehr.

Viele Hersteller wie XFX haben verschiedene Varianten derselben Grafikkarte-Reihe mit unterschiedlichen Designs, bei denen wiederum oftmals zwei Modelle mit verschiedenen Taktraten zu haben sind. Quelle: XFX Viele Hersteller wie XFX haben verschiedene Varianten derselben Grafikkarte-Reihe mit unterschiedlichen Designs, bei denen wiederum oftmals zwei Modelle mit verschiedenen Taktraten zu haben sind. Der Preis rundet die Sache am Ende dann ab. Ihr werdet ja vermutlich ein bestimmtes Budget haben und dann auf Basis der anderen Faktoren einige für eure Zwecke am besten passenden Grafikkarten-Modelle heraussuchen, die in den Budgetahmen passen.

Ihr müsst diesen Rahmen natürlich nicht ausschöpfen: Wenn ihr zwischen zwei Modellen schwankt und das 10 Prozent teurere Modell den einzigen Vorteil hat, 2 Prozent mehr Takt zu bieten, ist es mehr als fraglich, dass sich der Aufpreis lohnt. Wir gehen nun noch näher auf den Takt, die Kühlung und die Wahl des GPU-Herstellers ein.

Grafikkarten-Takt: Standard, Boost und Übertaktung

Jede Grafikkarten-Serie hat von AMD oder Nvidia festgelegte Referenzwerte für den Normal- und den Boosttakt. Die Partnerhersteller von AMD und Nvidia bringen allerdings viele Grafikkartenmodelle auf den Markt, bei denen die Standardwerte überschritten werden.

Die GPUs werden also übertaktet, was auch an einem OC (für Overclocking) in Namen zu erkennen sein kann. Dabei kann es sein, dass sowohl der Normal- als auch Boosttakt erhöht wird. Teils gibt es aber auch nur einen höheren Boosttakt. Der GPU selbst macht die Übertaktung nichts aus, da die Hersteller natürlich keine Garantiefälle riskieren wollen und nicht zu sportlich übertakten.

Durch den höheren Takt wird die Grafikkarte allerdings wärmer, weswegen übertaktete Modelle oftmals einen mächtigeren Kühler erhalten, zudem drehen die Lüfter natürlich schneller als für den Fall, dass auf die Übertaktung verzichtet wird.

Genau das, nämlich einen Verzicht auf eine Übertaktung, könnt ihr bei vielen OC-Grafikkarten tun, da die Hersteller für den OC-Modus meist einen Wahlschalter auf der Grafikkarte bieten oder der Modus über Software ein- und ausgeschaltet werden kann. Zudem könnt ihr viele Grafikkarten auch mit einem Tool wir dem MSI-Afterburner nach euren Wünschen übertakten sowie die Lüfterkurven anpassen - letzteres ist auch Bestandteil des nächsten Abschnitts zur Kühlung und Lüftung von Grafikkarten.

  1. Seite 1 Gaming-Grafikkarten: Begriffserklärung und aktuelle Leistungs-Einstufung
  2. Seite 2 Gaming-Grafikkarten: Tipps zum Kauf und Taktwerten
  3. Seite 3 Gaming-Grafikkarten: Kühlung und AMD versus Nvidia
  4. Seite 4 Gaming-Grafikkarten: PCIe 4.0 und aktuelle Preis-Leistungs-Analyse
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