Spiele steuern: Lenkräder, Joysticks

Special Antonio Funes
Spiele steuern: Lenkräder, Joysticks
Quelle: Razer

Neben einer klassischen Steuerung per Maus und Tastatur lassen sich viele PC-Games auch oder sogar besser mit Gamepad, Lenkrad oder Joystick spielen. Um euch einen Kauf zu erleichtern, bieten wir viel Wissenswertes zu diesen drei Arten von Steuerungsgeräten. Zudem findet ihr zu jedem dieser Produkttypen je eine Marktübersicht mit insgesamt 59 Produkten.

Lenkräder

Bei Lenkrädern gibt es dank der Beliebtheit von Rennspielen auch auf den Spielekonsolen eine große Auswahl. Man muss allerdings daher aufpassen, ob ein Lenkrad für den PC nutzbar ist.
In unserer späteren Marktübersicht bieten wir zwei Dutzend Lenkräder für den PC, von denen die meisten auch zu mindestens einer der beliebten Konsolen (PS3, PS4 und Xbox One) kompatibel sind. Doch was muss man beim Kauf sonst noch beachten?

Thrustmaster TX Ferrari 458 Italia Quelle: Thrustmaster Thrustmaster TX Ferrari 458 Italia Klassischerweise ist bei einem Lenkrad auch ein Pedalset dabei, doch es gibt auch Lenkräder, zu denen man sich ein Pedalset separat dazukaufen muss. Bei den Pedalsets - egal ob im Lieferumfang dabei oder separat gekauft - gibt es immer mindestens Gas und Bremse. Hochwertigere Varianten bieten zusätzlich ein Kupplungspedal. Zudem haben die etwas teureren Lenkräder Pedalsets dabei, die aus Metall gefertigt sind oder zumindest einen Metallkern unter einer Kunststoff- oder Gummischicht haben. Geschaltet wird, sofern man im Spiel nicht auf eine Automatikschaltung setzt, standardmäßig mit zwei Schaltwippen, die an der Rückseite des Lenkrads sitzen und sich bedienen lassen, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Es gibt für ein noch authentischeres Fahrgefühl auch separate Schaltungs-Sets - wer will und den Platz dafür hat, der kann sich also sogar eine Art Fahrgastzelle zusammenbasteln oder auch die einzelnen Komponenten (Lenkrad, Pedalset und Schaltung) auf einem Racingstuhl mit passenden Halterungen montieren, die von Firmen wie GameSeats, RaceRoom oder Giotek angeboten werden.

Doch dies ist freilich nur eine Option für echte Rennspiel-Fans. Die meisten unter euch werden sicher eher ein Lenkrad suchen, das nicht allzu teuer ist - wir empfehlen euch aber trotzdem, nicht zu sehr zu sparen. Günstigere Lenkräder bieten beispielsweise kein ForceFeedback, was für das Steuern in Games nicht unbedingt ein Vorteil ist. Billige Kunststoffpedale halten am Ende nicht so lange durch, so dass ihr früher als geplant erneut ein Lenkrad kaufen müsst. Wer so gerne Rennspiele spielt, dass er sich sogar extra ein Lenkrad anschaffen will, der sollte sich für ein hochwertigeres Set (wir meinen: nicht unter 150 Euro, besser ab 200 Euro aufwärts) entscheiden, an dem man auch lange Freude hat und mit dem man auch auf den heutzutage oft enorm authentisch umgesetzten Rennstrecken präzise lenken und Gas geben kann. Ansonsten, so unser Tipp, wäre ein Gamepad die bessere Wahl als ein billiges Lenkrad, da man dank der Verbreitung von Rennspielen auf Konsolen alle moderneren Rennspiele (bis auf besondere Hardcore-Rennsimulationen) problemlos per Gamepad lenken kann, obgleich sich per Lenkrad in der Regel freilich bessere Rundenzeiten verwirklichen lassen.

Joysticks

Flugsimulationen, Action-Flugspiele sowie Weltraum-Games, bei denen ihr ein Raumschiff steuert, sind die Genres, für die man einen Joystick gut gebrauchen kann. Durch die weite Verbreitung von Spielekonsolen sind solche Games inzwischen sehr gut per Gamepad steuerbar, weswegen es auch relativ wenig Joysticks gibt, die auch zu Spielekonsolen kompatibel sind. Teilweise gibt es sogar Games, die nur noch auf Gamepads ausgelegt und per Joystick gar nicht sinnvoll steuerbar sind.

X56 HOTAS Joystick Quelle: Logitech Saitek beziehungsweise Logitech X-56 HOTAS. Trotzdem schwören viele Fliegerasse auf einen Joystick, vor allem wenn das Game eher in Richtung Simulation geht, aber auch um in einem Spiel wie der Battlefield-Reihe einen Vorteil zu haben, wenn in einem Onlinemodus Flugzeuge oder Hubschrauber verfügbar sind. Besonders beliebt sind dabei so genannte HOTAS-Systeme. Dabei gebt ihr über einen tendenziell T-förmigen separaten Regler Schub. Mit der linken Hand regelt man den Schub, mit der rechten bedient man den eigentlichen Joystick. HOTAS steht für "Hands on throttle and stick" und stammt eigentlich aus der modernen Luftfahrt. Damit gemeint ist die Tatsache, dass man die Hände an Schubregler und Lenkung lassen kann und trotzdem alle wichtigen Funktionen bedienen können soll - dieses Prinzip soll der Flugsicherheit dienen. Bei Joysticks für den PC benutzt man den Begriff, um zu verdeutlichen, dass es überhaupt einen separat bedienbaren Schubregler gibt.

Je nach Joystick-Modell kann man den Bereich mit dem Schubregler vom Joystick trennen und sich somit eine eigene Sitzposition schaffen. Natürlich muss man dann ein USB-Kabel für den Schubregler-Part oder zumindest ein Verbindungkabel zur Joystick-Einheit verwenden. Manche HOTAS-Systeme sind ohnehin als getrennte Einheiten konzipiert, wobei hochpreisige Varianten teilweise sogar mehrere programmierbare Kippschalter aus Metall bieten, um ein noch authentischeres Feeling zu bieten. Bei Joysticks ohne HOTAS-Konzept wird der Schub über einen kleinen Regler am Joysticks selbst eingestellt, der beispielsweise als kleiner Hebel unterhalb des eigentlichen Steuerknüppels im Gehäuse oder auch im oberen Bereich des Joysticks für eine Bedienung per Daumen sitzt.

  1. Seite 1 Spiele steuern: Einleitung und Gamepads
  2. Seite 2 Spiele steuern: Lenkräder, Joysticks
  3. Seite 3 Spiele steuern: Marktübersichts-Hinweise und 20 Gamepads
  4. Seite 4 Spiele steuern: Marktübersicht mit 24 Lenkrädern und 15 Joysticks
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