Frühjahrsputz: Rund um Kühler sowie Reinigung Gehäuseinneres
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Nicht nur die Wohnung, sondern auch der PC sollte ab und an sauber gemacht werden. Passend zur Jahreszeit haben wir für Euch Tipps und Anleitungen für einen großen Frühjahrsputz Eures PCs parat, und zwar was echtes Saubermachen der Hardware sowie das Bereinigen von Windows angeht. Hinzu kommen Hinweise zu optionaler neuer Hardware.
Kühlkörper - Der Kern der Reinigungsaktion
Besonders wichtig sind saubere Kühlkörper. Bedenkt man, dass in mühsamer Entwicklungsarbeit teilweise schon eine kleine Veränderung bei der verwendeten Metalllegierung des Kühlermaterials auf eine positive Wirkung überprüft wird, dürfte bei dem ein oder anderen Ingenieur Unverständnis über PCs herrschen, in denen alles voller Staub ist.
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Eine gute Kühlung entsteht nämlich nicht zuletzt dadurch, dass so viel Kühlfläche wie möglich in Kontakt mit der Luft kommt und somit die Wärme an die Luft abgeben kann. Daher haben Kühler, vor allem die für CPUs, auch sehr viele Kühlrippen, denn dies sorgt für mehr Materialfläche. Die Lüfter in einem PC sorgen mit ihrem Luftstrom dann dafür, dass frische Luft zwischen die Kühlrippen kommt und warme Luft um die Kühler herum entfernt wird. Staub auf dem Metall der Kühlkörper verkleinert aber die Fläche, die mit der Luft einen direkten Kontakt haben kann, und zu viel Staub zwischen den Kühlrippen kann sogar den Luftstrom komplett blockieren..
Quelle: Antonio Funes
Verstaubter CPU-Kühlkörper
Mit Staub am Kühlkörper wird es also schwerer, die von der CPU oder GPU durch das Metall aufgenommene Wärme an die Luft abzugeben. Kurz gesagt: Die Bauteile werden schlechter gekühlt. Hinzu kommt, dass durch die damit verbundenen höheren Temperaturen auch die Lüftung lauter wird. Denn je wärmer die CPU oder Grafikkarte, desto schneller drehen die Lüfter, um für einen schnelleren Luftaustausch zu sorgen. Im Prinzip handelt es sich um den gleichen Effekt wie den, den wir auf der ersten Seite im Zusammenhang mit zu engen Maschen bei Staubfiltern beschrieben haben.
Daher sollte man als PC-Besitzer darauf achten, dass die Kühlerkörper möglichst staubfrei sind. Sie müssen nicht blitzen und blinken - aber mit ein wenig Zeitaufwand einmal im Jahr ist schon viel gewonnen, auch wenn die Kühler heutzutage so gut sind, dass Staub auf keinen Fall eine echte Gefahr für einen PC wird. Aber allein schon die Möglichkeit, dass man möglicherweise genau sie Schwelle erreicht, wegen der die Lüfter nicht in den störenden Drehzahlbereich übergehen, sollte einem PC-Nutzer die Mühe wert sein.
Reinigung: Gehäuseinneres
Bei der Reinigung des PC-Inneren habt ihr zwei Optionen: eine Art Katzenwäsche oder direkt einen richtigen Frühjahrsputz. Prinzipiell sind für beides die gleichen Hilfsmittel gut geeignet: Putztücher (nicht zu dick) oder auch Küchenpapier, ein Küchenschwamm, Schraubendreher, Pinsel sowie Zahnstocher oder Wattestäbchen. Auch ein Staubsauger (nicht zu stark einstellen) oder Druckluft aus entsprechenden Dosen kann hilfreich sein. Am besten verwendet ihr, um für etwas Feuchtigkeit zu sorgen, mit der sich hartnäckiger Staub besser entfernen lässt, destilliertes Wasser. Normales Leitungswasser kann unter Umständen zu Korrosion oder einem Kurzschluss führen, wenn sich etwas Wasser auch nach Reinigungsende irgendwo nicht sichtbar angesammelt haben sollte. Wer es im Zweifel besonders sauber haben will, der kann auch Reinigungsalkohol verwenden.
Als erstes solltet ihr das Gehäuse von außen saubermachen. Dies macht ihr mit einem feuchten Lappen, für das Gehäuse ist auch etwas Spülmittel oder ein nicht zu aggressiver Haushaltsreiniger erlaubt. Für Echtglas-Seitenfenster nehmt ihr freilich Glasreiniger. Nun kommen wir zum Inneren des PCs. Der PC sollte dabei komplett vom Strom getrennt sein, auch Monitorkabel und Co steckt ihr besser ab. Erdet Euch zudem auch vorher, zum Beispiel per Griff an einen Wasserhahn oder Heizungskörper. Dann entfernt ihr beide Seitenteile sowie wenn möglich auch die Gehäusefront, was oft ohnehin nötig ist, um gut an die vorderen Lüfter heranzukommen. Falls ihr einen passenden, nicht zu großen Aufsatz für Euren Staubsauger habt, könnt ihr bereits im Gehäuse das Gröbste an Staub wegsaugen.
Quelle: Antonio Funes
Verstaubter Gehäuselüfter
Nun widmet Ihr euch den Details. Für einen richtigen Frühjahrsputz entfernt ihr die Grafikkarte sowie alle Gehäuselüfter (notiert Euch bitte, wie herum sie eingebaut waren, damit die Luftstromrichtung später identisch bleibt), und am besten montiert ihr auch den CPU-Kühler ab. Je nach dem, wie die Teile befestigt sind, braucht ihr passende Schraubendreher. Danach wischt im Gehäuse den sichtbaren Staub mit einem feuchten Schwamm, Tuch oder Küchenpapier an allen erreichbaren Stellen weg, zum Beispiel auch auf den Festplatten, auf dem Mainboard und so weiter. Wenn ihr einen Schwamm benutzt, könnt ihr bei Bedarf auch kleinere Stücke aus dem Schwamm zurechtschneiden, um besser an bestimmte Stellen heranzukommen. Falls das Gehäuse Staubfilter habt, dann entfernt sie und reinigt sie separat. Denkt auch an die Stellen der Gehäusewände, an denen Lüfterplätze vorhanden sind, da sich hier wegen der vielen kleinen Löcher gerne Staub ansammelt. Verwendet Pinsel oder Druckluft, um den Staub an schwer erreichbaren Bereichen aus der Reserve zu locken. Mit Wattestäbchen oder auch kleinen Schraubendrehern oder Zahnstochern, an deren Ende ihr ein wenig Küchenpapier aufwickelt, kommt ihr auch in schmale Ritzen herein.
