Aufrüstungs-Ratgeber: Grafikkarten-Einordnung

Special Antonio Funes

In unserem Special findet ihr Infos, welche Hardware ihr aufrüsten solltet, wenn aktuelle Spiele nicht mehr rund laufen: Wir geben Tipps zu CPU, Grafikkarte und RAM und klären die Frage, wann ich SLI und Crossfire für Spieler wirklich lohnen.

Grafikkarten

Ebenfalls dank der Spielekonsolen benötigt ihr auch bei Grafikkarten kein teures Modell, nur damit ein Spiel "läuft". Allerdings gibt es viele Spiele, die nur noch mit niedrigsten Details auch mit älteren Grafikkarten laufen, was den Spielspaß für die meisten Gamer natürlich trübt. Für mittlere Detailstufen selbst bei anspruchsvolleren Spielen reichen Modelle für aktuell etwa 150 Euro aus, so zum Beispiel eine AMD Radeon HD 7850 oder 6870, oder auf Seiten von Nvidia eine GTX 660 oder GTX 560. Oft reichen diese Karten auch für maximale Details bei aktuellen Spielen aus, denn nicht jedes Game bietet einen "Bombast"-Grafikmodus. Ebenfalls noch ausreichend mit Abstrichen sind Grafikkarten wie die AMD Radeon HD 5750 oder 5770 und eine Nvidia GTX 260 oder 270, wobei hier je nach Prozessor eine Aufrüstung zu empfehlen ist: läuft ein Spiel für eure Ansprüche trotz modernem Quadcore-Prozessor nicht rund, dann benötigt ihr eine stärkere Grafikkarte. Keine Zukunft haben Grafikkarten, die schwächer sind. Zum Beispiel eine Nvidia 8800 oder 9800 GT und eine AMD 3870 oder 4850.

XFX HD 6870 Quelle: PC Games Hardware XFX HD 6870 Kompliziert wird der Vergleich zu neueren Modellen, denn die jeweils zweite Ziffer im Namen der Grafikkarten gibt eigentlich in etwa die Leistungsstärke an - allerdings ist eine "Mittelklasse"-Karte einer alten Generation (zum Beispiel eine AMD 3850 oder Nvidia GTX 260) natürlich deutlich schwächer als eine "Mittelklasse"-Karte der aktuellen Generationen (zum Beispiel AMD 7850 oder Nvidia 660). Wir haben daher versucht, einige Grafikkarten auch älterer Generationen in Klassen zu unterteilen. Klasse 1 sind Grafikkarten, die auch heute noch gut genug sind, um Spiele auf höheren Details zu genießen. In Klasse 3 sind Modelle, die inzwischen mit vielen Spielen kein besonderes Vergnügen mehr bereiten. Klasse 2 liegt folglich dazwischen: die meisten Spiele laufen noch recht gut, hohe Details können aber zum Problem werden. Hinweis: Natürlich sind nicht alle Modelle der gleichen Klasse absolut gleichstark, vor allem was die Klasse 2 betrifft, sind einige Modelle näher an Klasse 1, andere näher an Klasse 3 einzuordnen.

Klasse 1 (AMD): 4870X2; 5870 oder höher; 6950 oder höher; 7850 oder höher.
Klasse 1 (Nvidia): GTX 470 oder höher; GTX 560 Ti oder höher; GTX 660 oder höher

Klasse 2 (AMD): 4870; 5770; 5850; 6750; 6770; 6850; 7750; 7770
Klasse 2 (Nvidia): GTX 260, 270, 280; GTX 450; GTX 460; GTX 550 Ti; GTX 560 oder höher; GTX 650 oder höher

Klasse 3 (AMD): 3850 oder schwächer; 4850 oder schwächer; 5750 oder schwächer; 6670 oder schwächer; 7650 oder schwächer
Klasse 3 (Nvidia): GT 8800 / 9800 oder schwächer; GTS 250 oder schwächer; GT 440 oder schwächer; GT 520; GT 640 oder schwächer

Zusammen mit den CPU-Klassifizierungen der vorigen Seite könnt ihr nun prüfen, ob eher CPU oder Grafikkarte aufzurüsten sind. Beide sollten unserer Empfehlung nach mindestens aus Klasse 2 stammen, optimal ist es natürlich, wenn Prozessor und Grafikkarte aus Klasse 1 vorhanden sind.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Aufrüstungs-Ratgeber: Welche CPU reicht noch?
  2. Seite 2 Aufrüstungs-Ratgeber: Grafikkarten-Einordnung
  3. Seite 3 Aufrüstungs-Ratgeber: SLI und Crossfire
  4. Seite 4 Aufrüstungsratgeber: SLI und Crossfire Teil 2; Arbeitsspeicher
  5. Seite 5 Aufrüstungsratgeber: Kauftipps zu CPUs und Grafikkarten
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