AV-Receiver sind moderne Verstärker für Surroundsound und die Verwaltung von HDMI-Geräten - wir erklären euch Wissenswertes zum Thema und geben Kauftipps
Anschlussmöglichkeiten und Verkabelung
Aktuelle AVR haben zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für Sound- und Bildquellen. Bestimmte Anschlüsse sind Standard, andere sind je nach Modell vorhanden oder auch nicht, vor allem was Bild-Eingänge angeht. Wenn es um Bilddaten geht, haben aber moderne stationäre Entertainmentgeräte in aller Regel ohnehin HDMI - dieser Anschluss ist wiederum bei AVR seit einer Weile selbstverständlich und meist mindestens drei Mal vorhanden. Außerdem sind mehrere analoge Cinch-Buchsen-Paare für Stereo-Sound Standard, dazu mindestens je ein optischer und koaxialer Digital-Audioeingang. Diese drei wichtigsten Anschlussarten und ihre Vor- und Nachteile wollen wir nun kurz erklären:
Quelle: Archiv
Toslink-Stecker
Cinch, Stereo, analog: ein Verstärker und auch AVR hat meist mindestens drei Paare mit so genannten "Cinch"-Buchsen. Diese Paare sind Stereoanschlüsse für Ton – pro Paar ist je eine rote und weiße Buchse vorhanden, die den Sound für die linke und rechte Box von einem Audiogerät zum AVR übertragen. Anschließen könnt ihr jedes Gerät, das ebenfalls ein Cinch-Buchsenpaar als Audioausgang hat, zum Beispiel CD-Player oder auch viele DVD/BluRay-Player. Auch einige Soundkarten von PCs haben Cinch-Ausgänge. Mit einem Adapterkabel könnt ihr aber auch jede normale Buchse einer Soundkarte oder auch den Kopfhörerausgang mobiler Geräte nutzen: die Buchsen nutzen ebenfalls analogen Stereosound, nur wird anstelle zweier Cinch-Buchsen eine 3,5 Millimeter Buchse benutzt. Man benötigt lediglich ein Adapterkabel mit 3,5 Millimeter-Stereoklinkenstecker auf der einen Seite (für die Soundkarte) und zwei Cinch-Stecker auf der anderen Seite (für den AVR). Vorteile: simple, seit Jahrzehnten genutzte Soundübertragung im analogen Verfahren, also keine digitalen Daten – es sind keine Treiber oder Codecs nötig. Nachteil: nur Stereosound (Surround wäre technisch möglich, wird aber seit einer Weile kaum mehr bei AVRs angeboten), bei langen Kabelwegen störanfällig.
Digital, optisch oder koaxial: je eine dieser digitalen Eingänge ist normalerweise bei jedem AVR vorhanden. Für den optischen Weg ist ein Kabel mit je einem Toslink-Stecker an den Enden nötig, koaxial ist technisch gesehen wie eine Art Cinch-Kabel, aber mit nur einem statt zwei Steckern. Geräte, die meist eines der beiden Verfahren als Soundausgang haben, sind: CD/DVD/BluRay-Player, TV-Receiver, LCD-TVs – aber auch viele Laptops und einige Soundkarten. Bei letzteren beiden ist häufig ein optischer Ausgang in der normalen Kopfhörerbuchse "versteckt", hier ist ein Kabel "3,5mm-Stecker auf Toslink" nötig. Vorteil: Sound kann mit nur einem Kabel auch in Surround übertragen werden, es gibt keinen Qualitätsverlust auch bei langem Kabelweg. Nachteil: für Spiele in Surroundsound ist eine spezielle Soundkarte nötig.
Quelle: Denon
Denon AVR1713 Rückseite
HDMI: ein moderner AVR hat stets mindestens einen HDMI-Ausgang, an dem ein LCD-TV oder auch ein Monitor angeschlossen werden kann, und drei oder mehr HDMI-Eingänge. Somit kann man von den Geräten, die am AVR per HDMI angeschlossenen sind (Spielekonsole, DVD/BluRay-Player, PC und so weiter), den Ton "abgreifen", über die Lautsprecher ausgeben und das Bild weiter an den LCD senden. Dies ist daher die komfortabelste Methode, den AVR zu nutzen - wer will kann aber auch seine Geräte direkt per HDMI an den LCD anschließen und den Ton der Geräte auf einem der beiden zuvor genannten Wege zum AVR senden. Beides ist möglich. Vorteil: einfache Verwaltung von HDMI-Geräten; Surroundsound für Games bei modernen Grafikkarten per HDMI möglich. Nachteil: in Einzelfällen Konfigurationsprobleme; bei manchen AVR kein "Durchschleifen" des Sounds möglich, um Bild und Ton auch bei abgeschaltetem AVR an einem LCD/Monitor und dessen eingebauten Lautsprechern zu nutzen.
