Im 4K-Test zeigt sich ein klarer Sieger. Nvidias TX 4070 verliert massiv an Leistung, während AMD mit VRAM und Effizienz dominiert.
Ergebnisse bei 4K
Wir kommen nun zu den Ergebnissen bei 4K und maximalen Details, aber ohne Raytracing-Effekte und ohne KI-Hilfen. Die Nvidia GeForce RTX 4070 fällt dabei in einigen Spielen besonders stark ab bezogen auf ihre WQHD-Leistung. Bei drei Titeln bleibt es bei unter 30 FPS. Im Schnitt bleiben nur noch 55 Prozent der FPS im Vergleich zu WQHD übrig, also fast eine Halbierung.
Zwar hat 4K mehr als doppelt so viele Pixel wie WQHD, aber üblich ist bei stärkeren Grafikkarten eher, dass 60 bis 70 Prozent der FPS erhalten bleiben. Dies könnte auch an den lediglich 12 GB VRAM liegen. Trotzdem sind bei sechs der Spiele sogar über 40 FPS möglich. Dies reicht als Basis, um mit KI-Upscaling wie DLSS in 4K ordentlich spielen zu können, was wir später noch zeigen werden.
Die minimalen FPS-Werte der Nvidia GeForce RTX 4070 in 4K liegen bei vier der Spiele unter 30, bei drei Games sind es über 40 FPS. Bei den restlichen drei Spielen liegen die minimalen Werte folglich dazwischen. Im Schnitt sind es 35 FPS. Hier nun die Messwerte in einer Grafik. In einer zweiten Grafik seht ihr zudem die Leistungsvorteile der AMD Radeon RX 9070 bei WQHD und 4K:
Quelle: Antonio Funes
RX 9070 vs. RTX 4070, 4K ohne RT
Quelle: Antonio Funes
RX 9070: Leistungsvorteil vs. RTX 4070
Die AMD-Grafikkarte zeigt bei 4K, dass sie nicht nur per se die stärkere GPU hat, sondern offenbar auch wegen der 16 GB VRAM klar im Vorteil ist. Denn statt "nur" 35 Prozent Mehrleistung im Vergleich zur GeForce RTX 4070 bei WQHD sind es bei 4K satte 61 Prozent FPS-Zugewinn. Lediglich bei Banishers: Ghosts of New Eden ist kein Leistungsplus zu erkennen, sondern streng genommen sogar ein Minus (56 versus 57 FPS). Bei Baldur's Gate 3 beträgt das Leistungsplus zudem nur 10 Prozent, da wir dabei ohnehin schon sehr hohe FPS-Werte vorliegen hatten.
Ansonsten leistet die AMD Radeon RX 9070 zwischen 39 und 138 Prozent mehr als die GeForce RTX 4070. Wenn wir den besonders hohen Wert von 138 Prozent bei The Last of Us Part 1 sowie den Minus-Wert bei Banishers: Ghost of New Eden als Positiv- und Negativ-Ausreißer herausrechnen, haben wir ein prozentuales Plus der Radeon RX 9070 von im Durchschnitt 59 Prozent unter 4K.
Raytracing: Drei Spiele im Fokus
Kommen wir nun noch zu Raytracing und DLSS. Wir haben uns dafür Hogwarts Legacy, Star Wars: Outlaws und Cyberpunk 2077 herausgesucht. Die Nvidia GeForce RTX 4070 verliert, wenn wir Raytracing auf einem hohen Level dazuschalten, zwischen 25 und 45 Prozent ihrer FPS-Werte. Bei 4K sind es zwischen 39 und 49 Prozent.
Es ist keine Überraschung, dass die AMD Radeon RX 9070 in Relation zu ihren eigenen Vergleichswerten bei aktiviertem Raytracing etwas stärker einbricht. Denn Nvidia hat technologisch noch immer einen Vorteil bei den Raytracing-Kernen ihrer GPUs, auch wenn AMD aufgeholt hat. Bei Cyberpunk 2077 verliert sie gut 60 Prozent ihrer FPS, bei Star Wars: Outlaws dafür nur 27 bis 38 Prozent. Bei Hogwarts: Legacy sind es etwa 40 Prozent. Die Werte sind bei WQHD und 4K sehr ähnlich.
Obwohl die AMD Radeon RX 9070 mit aktiviertem Raytracing relativ gesehen stärker einbricht als die Nvidia GeForce RTX 4070, bleibt die AMD-GPU insgesamt weiterhin vorn. Bei Cyberpunk 2077 liegt das Leistungsplus bei 15 und 24 Prozent für WQHD und 4K. Ohne Raytracing waren es allerdings 63 und 96 Prozent Vorsprung. Bei Hogwarts Legacy ist das Leistungsplus der RX 9070 mit Raytracing bei 27 Prozent (WQHD) und 59 Prozent (4K). Ohne Raytracing waren es 60 und 70 Prozent. Man sieht, wie die AMD-GPU also stärker einbricht. Bei Star Wars: Outlaws sieht es aber anders aus. Wie genau, erklären wir auf der nächsten Seite.
