AMD 7950 vs. 6870: Übertaktung und Kühlung der AMD 7950

Special Antonio Funes

Wir haben einen PC auf Basis eines AMD X4 965 Quadcore mit einer AMD Radeon HD 7950 ausgestattet - lohnt sich die Kombination? In unserem Praxistest findet ihr Benchmarks, Tipps zur Übertaktung und Grundlageninfos, damit ihr selber entscheiden könnt, ob sich das Aufrüsten eures PCs lohnt.

Übertaktung und Kühlung der AMD Radeon HD 7950

Der Standardtakt der GPU (Grafikprozessor) beträgt 800 Megahertz. Die eigentlichen Grafikkarten werden bekanntermaßen wiederum nicht direkt von AMD, sondern von diversen Herstellern wie MSI, Gigabyte, Asus, Sapphire und weiteren produziert. Diese Hersteller verwenden dabei häufig ein eigenes Design mit eigener Kühlung und zwei bis drei moderat schnell drehenden Lüftern. Dadurch kann die Grafikkarte leichter kühl gehalten wird, was bedeutet, dass auch die Lüftung in aller Regel nicht so viel arbeiten muss wie beim Referenzdesign mit nur einem Lüfter. Zudem ermöglicht dies auch eine problemlosere Übertaktung in einem gewissen Rahmen. Aus diesem Grunde finden sich auch zahlreiche Modelle der AMD Radeon HD 7950 im Handel, die schon vom Hersteller aus einige Prozentpunkte übertaktet sind - Taktraten von 880 bis 900 Megahertz sind recht häufig zu finden. Eine Übersicht über aktuell erhätlicher Modelle findet ihr hier in unserem Preisvergleich. Trotz dieser Übertaktung können die Grafikchips auch bei längerer Volllast mit nur etwa 50 Prozent Lüfterleistung unter 70 Grad gehalten werden, sofern der PC einigermaßen gut belüftet ist. Zum Verständnis: auch 80 bis 90 Grad wären noch kein Risiko für einen Defekt. Da bei der Lüfterleistung noch - im wahrsten Sinne des Wortes - viel Luft nach oben ist, besteht also auch bei den übertakteten Modellen kein Grund zur Sorge.

TeS: Skyrim Quelle: Antonio Funes TeS: Skyrim Den Leistungsschub durch die Übertaktung sollte man aber auch nicht überschätzen, denn schließlich ist nicht nur die Grafikkarte allein für die Leistung in Spielen verantwortlich. Eine Übertaktung von 10 Prozent, also zum Beispiel von 800 auf 880 Megahertz, führt daher nur in wenigen Spielen zu ebenfalls 10 Prozent mehr FPS (Bilder pro Sekunde). Da der höhere Takt aber keine Nachteile hat, außer dass die Belüftung eventuell etwas früher aufdreht als mit dem Standardtakt, spricht nichts gegen eine Übertaktung ab Werk. Mit dem Tool MSI-Afterburner könnt ihr übrigens die Taktraten von vielen Grafikkarten (nicht nur bei Modellen von MSI) selber anpassen. Ebenso ist es oftmals möglich, die Lüfter zu regeln und sogar eine eigene Belüftungskurve festzulegen - das heißt, dass ihr zum Beispiel angeben könnt: bis 60 Grad GPU-Temperatur sollen die Lüfter nur mit 40 Prozent drehen, von 60 bis 80 Grad mit 50 Prozent und erst danach schneller. Im Gehäuse empfehlen wir vorne eher unten einen "einsaugenden" Lüfter. Hinten sollte eher mittig oder oben ein herausblasender Lüfter vorhanden sein. Standard sind 120 Millimeter Rahmenbreite - falls im Gehäuse Platz für einen 140 Millimeter breiten Lüfter ist, könnt ihr bei weniger Drehzahl und somit weniger "Lärm" die gleiche Belüftungsleistung wie mit einem schneller drehenden 120-Millimeter-Modell erreichen.

Bildergalerie

  1. Seite 1 AMD 7950 vs. 6870: Einleitung und Technikvergleich
  2. Seite 2 AMD 7950 vs. 6870: Übertaktung und Kühlung der AMD 7950
  3. Seite 3 AMD 7950 vs. 6870: Testmodell MSI Frozr HD 7950 und unser Testsetup
  4. Seite 4 AMD 7950 vs. 6870: Benchmarkergebnisse AMD 6870 vs. 7950
  5. Seite 5 AMD 7950 vs. 6870: Schlussfolgerungen aus den Benchmarkergebnissen und Fazit
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