Breitbild-Monitore: Viele Vorteile trotz Leistungseinbußen

Kolumne Antonio Funes
Breitbild-Monitore: Viele Vorteile trotz Leistungseinbußen
Quelle: LG

Besonders breite Monitore werden immer beliebter - für mich sind sie dank der Vorteile unverzichtbar, aber bei der Breite gibt es für mich Grenzen.

Vorteile eines 21:9-Monitors

Für mich persönlich sind für die Arbeit sowie auch für Gaming 21:9 ideal. Ich arbeite zwar wie eben schon erwähnt trotzdem auch oft am Laptop bei 16:10, und ich spiele häufig über meinen 4K-OLED-Fernseher im 16:9-Format.

Dort ist nämlich meine Xbox Series X angeschlossen. Aber gerade die auf dem PC ohnehin dank Maussteuerung meist besser von der Hand gehenden Strategie- und Aufbauspiele zocke ich lieber per PC an meinem Breitbild-Monitor.

Die Vorteile sind im wahrsten Sinne des Wortes breit gefächert. Zum einen sorgt die zusätzliche Fläche an den Seiten für Mehrinhalte. Bei Ego-Shootern oder auch 3D-Games mit Verfolgerperspektive ist das Blickfeld breiter. Man sieht mehr von dem, was links und rechts vor sich geht. Man fühlt sich zudem tiefer im Spielgeschehen.

Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass die meisten 21:9-Monitore ein gebogenes Display haben, auch als Curved bekannt. Die seitlichen Ränder sind also ein wenig näher an eurem Kopf als die Mitte des Displays, sodass ein etwas natürlicheres Sichtfeld-Feeling mit angedeutetem Rundumblick entsteht.

Dell Alienware AW3223DWF Quelle: LG Dell Alienware Dell Alienware AW3223DWF Bei Rennspielen oder Flugsimulationen fühlt ihr euch wiederum durch das breitere Blickfeld mehr im Cockpit als bei einem 16:9-Monitor. Für Strategie- und Aufbauspiele wiederum sorgt das 21:9-Format dafür, dass der Kartenausschnitt in der Breite wächst und ihr somit einen besseren strategischen Überblick habt.

Dies alles hat aber auch seinen Preis, und damit meine ich nicht nur den Kaufpreis. Denn die meisten 21:9-Displays haben bei der Auflösung UW-WQHD, so wie auch mein eigener Monitor. UW-WQHD sind in der Höhe 1440 Pixel, genau wie bei WQHD (16:9). Bei der Breite hat UW-WQHD 3440 Pixel, gut 34 Prozent mehr als bei WQHD (2560 Pixel) und somit auch gut 34 Prozent vom PC mehr zu berechnende Pixel.

Der PC muss also deutlich mehr leisten als bei WQHD, oder anders gesehen: Steigt ihr von WQHD auf UW-WQHD um, werdet ihr in Spielen merkbar weniger Bilder pro Sekunde (FPS) haben. In der Praxis verliert ihr zwar nicht direkt ein ganzes Drittel an Leistung, aber je nach Spiel können es durchaus 20 Prozent weniger FPS als bei 16:9 und WQHD sein.

Für mich ist dies aber akzeptabel, da die Vorteile in der Summe überwiegen. Wenn ein Spiel bei WQHD etwa 60 FPS hat, sind es bei meinem Monitor dann eben nur 50 FPS - das reicht mir noch immer gut aus. Außerdem schätze ich den Breitbild-Vorteil für meine Arbeit. Denn für viele meiner Artikel habe ich für den Text Word geöffnet, für Tabellen und Berechnungen Excel sowie für Recherchezwecke noch einen Internetbrowser.

Bei 21:9 passt alles drei oder auch beispielsweise der Text sowie eine sehr umfangreiche Excel-Tabelle bequem nebeneinander. Nehme ich mir mal ein Spiel vor, dann kann ich es im Fenstermodus rechts bei WQHD laufen lassen und habe links 880x1440 Pixel Platz für eine Worddatei, um Notizen zu machen.

Auch im privaten Alltag abseits von Spielen hilft mir das Format - ich kann beispielsweise im Internet surfen und parallel dazu Live-Sport verfolgen, ohne eines der beiden Fenster auf Briefmarkenformat verkleinern zu müssen oder aber beide Fenster jeweils nur zur Hälfte zu sehen.

Außerdem mache ich als Hobby Musik und kann die dabei nötigen Programme und vielen Fenster mit verschiedenen Reglern bequem platzieren. Alles in allem kann ich jedem, der nicht arge Platzprobleme an seinem Arbeits- oder Gamingtisch hat und noch mit einem 16:9-Monitor unterwegs ist: Kauft euch als nächsten Monitor unbedingt ein 21:9-Modell, ihr werdet es sicher nicht bereuen.

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