Hard West 2 in der Vorschau: Wilder Westen trifft XCOM - im zweiten Anlauf ein Hit?
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Wilder Westen, Fantasy und eine dicke Portion XCOM: Diese Mischung hat schon im Vorgänger gut funktioniert, nun soll sie auch im zweiten Teil aufgehen. Wir haben schon mal Probe gespielt und uns ein eigenes Bild von Hard West 2 gemacht.
Kein Überflieger, kein Geheimtipp, sondern irgendwo dazwischen: Das erste Hard West wurde zwar nicht mit Top-Wertungen überhäuft, hat aber trotzdem jede Menge Fans gefunden. Zu Recht! Ein Fantasy-Setting im Wilden Westen, robuste XCOM-Mechaniken, eine Weltkarte mit Rollenspiel-Elementen und ein paar nette eigene Ideen dazu - fertig war die Taktik-Überraschung, die auch in unserem Test überzeugt hat. Sieben Jahre sind seitdem vergangen und der Nachfolger klopft an die Tür: Hard West 2 wird nicht mehr von Creative Forge Games entwickelt, stattdessen hat das eher unbekannte Team Ice Code Games den Job übernommen. Wie wirkt sich der Entwicklerwechsel auf die Qualität aus? Wir haben die ersten Stunden gespielt und uns ein eigenes Bild gemacht.
Ein folgenschwerer Überfall
Das Wichtigste zuerst: Ihr müsst das erste Hard West nicht kennen, sondern könnt direkt mit dem zweiten Teil einsteigen, der auf eine völlig neue Story setzt. Das Western-Abenteuer rückt eine frische Gaunertruppe in den Mittelpunkt, die von dem charismatischen Halunken Gin Carter angeführt wird. Unter seinem Kommando reiten der Scharfschütze Clive "Kestrel Colt", die magisch begabte Diebin Flynn und der wortkarge Nahkämpfer Laughing Deer, der als einziger amerikanischer Ureinwohner im Team leider etwas klischeehaft umgesetzt wurde. Später stößt noch der untote Old Man Bill zum Team, ein grimmiger, erfahrener Cowboy, der mit dunkler Magie aus dem Grab gerissen wird.
In diesem Artikel
Die Gaunerbande hat zunächst ein simples Ziel: Gin will den sagenumwobenen Geisterzug überfallen und die wertvolle Fracht absahnen. Dieser Einstieg ist den Entwicklern richtig gut gelungen: Euer Team reitet auf Pferden an den Zug heran, der im Affenzahn über die Gleise donnert - und zwar nicht als Cutscene, sondern als voll spielbarer Level! Trotz der flotten Inszenierung läuft das Gameplay rundenweise ab und ist - genau wie sein Vorgänger - stark an Firaxis' XCOM angelehnt. Euer Team sucht also wie gewohnt hinter Levelobjekten Deckung und die knappen Aktionspunkte müssen natürlich klug eingesetzt werden.
XCOM trifft eigene Ideen
Während unser Team die ersten Wachen ausschaltet und den Zug besteigt, lernen wir auch gleich einige Besonderheiten kennen. Wie schon im ersten Hard West dürft ihr mit dem Revolver beispielsweise Trickschüsse planen und eure Kugel an bestimmten Objekten abprallen lassen - auf diese Weise schießt ihr kunstvoll um die Ecke und schaltet Feinde in ihrer Deckung aus. Für Fehlschüsse verdient ihr außerdem Glückspunkte, die ihr dann bei Bedarf einsetzen könnt, um eure Trefferchance zu erhöhen.
Quelle: PC Games
Wie im Vorgänger lassen wir Schüsse an Fässern abprallen und feuern so um die Ecke.
Eine "Overwatch"-Funktion, mit der eure Helden automatisch auf Gegner feuern, sucht ihr jedoch vergebens. Dafür gibt es das mächtige Bravado-System, das eine aggressive Spielweise belohnt: Wenn es eurer Spielfigur gelingt, einen Gegner mit einem Schuss auszuschalten, erhält sie alle Aktionspunkte zurück und darf das nächste Ziel ins Visier nehmen. Auf diese Weise könnt ihr Abschüsse verketten und mehrere leichte oder angeschlagene Feinde in einem Rutsch ausknipsen.
