Der Titel ist Programm: Als sowjetischer Agent bewahren Sie die Welt in taktischen Rundenkämpfen vor dem Dritten Weltkrieg.
I n 99 Prozent aller Spiele sind es die Amerikaner, die die Erde vor bösen Terroristen, Russen, Aliens oder sonstigen Gegnern des Weltfriedens retten. In "Hammer & Sichel" findet nun ein interessanter Rollentausch statt. Im Nachkriegsdeutschland des Jahres 1949 eskaliert die angespannte Situation zwischen westlichen Alliierten und Sowjetunion, es droht ein Atomkrieg. Diesen sollen Sie verhindern -- in der Rolle eines sowjetischen Agenten.
Erst denken, dann handeln
Ihren Helden und seine Kameraden dirigieren Sie in "Hammer & Sichel" per Mausklick in Echtzeit, die Kämpfe hingegen laufen rundenbasiert ab. Jede Einheit hat pro Zug eine begrenzte Anzahl von Aktionspunkten, die sie für Bewegungen, Waffenwechsel oder Schüsse verbrauchen kann. Wollen Sie Verluste vermeiden und Ihre Gegner effektiv ausschalten, müssen Sie gut überlegen, welche Aktionen Sie Ihre Leute ausführen lassen. Das größtenteils ordentliche Leveldesign eröffnet Ihnen dabei zahlreiche taktische Möglichkeiten. An manchen Stellen zwingt es Ihnen aber auch eine bestimmte Vorgehensweise auf.
Gescriptete (also durch eine Aktion ausgelöste) Ereignisse können ebenfalls zu Problemen führen. Beispielsweise betreten zahlreiche feindliche Einheiten das Schlachtfeld, sobald Sie ein bestimmtes Missionsziel erreicht haben -- das ist einfach unfair! Darüber hinaus gibt es kaum sichere Deckungsmöglich- keiten, denn die (technisch eindrucksvolle) Physikengine erlaubt es, durch Wände zu schießen oder per Panzerfaust ganze Gebäudeteile zu zerstören. Das kann Ihnen zum Vorteil, genauso gut aber auch zum Nachteil gereichen.
Learning by doing
Als Belohnung für gewonnene Kämpfe erhalten Ihre Charaktere Erfahrungspunkte, mit denen Sie Spezialfähigkeiten erwerben und ausbauen. Die Werte für Attribute und Fähigkeiten wie Medizin oder Schießen steigen automatisch bei entsprechenden Aktionen. Zwischen den Kämpfen untersuchen Sie die Umgebung, handeln mit Nichtspieler-Charakteren oder reden mit Einwohnern. Allerdings wird die Illusion einer authentischen Spielwelt bereits dadurch zerstört, dass die Maps beim Herauszoomen als Plattformen im Nichts schweben. Andererseits ist die frei bewegliche Kamera in den Kämpfen bitter nötig.cg n
